DaGrecker Indoorschießstand

    • Heureka! Ich fühle mich plötzlich wie Supermann. Endlich habe ich jemanden gefunden, der schwächer ist, als ich: Den Klappziel-Mechanismus der Box! Der gibt schon bei leichtestem Gegendruck mit dem Finger auf. :D
      Ich fürchte, viel mehr als diese Leichtbauplättchen stemmt der nicht.

      Ohne Schutzfolie sehen die Seitenwände eher dumpf aus. Sie anzuwinkeln, ist eine gute Idee. Als enge Box aufgestellt, sieht man nur wenig von ihnen. Dafür ist die fast würfelfürmige Kulisse zu schmal und gleichzeitig zu tief. Als seitlicher Prallschutz taugen Wände auch nicht wirklich, weil man ohnehin frontal auf die Ziele schießt. Bei den breiteren, größeren Ausführungen war schon mehr verteilte Trefferfläche zum Herumschwenken der Waffe. Das Design sollte wahrscheinlich marketingmäßig das Schlagwort "Box" betonen.

      Die mittlere Box 8 hatte schräge Wände und Ziele, die teilweise hinter Türen und Fenstern versteckt waren. Das könnte man mit eigene Frontplatten nachbauen. Eine Box 8 findet sich noch in einem türkischen Shop (wenn der noch aktiv ist). Für fast 2.000 €.
      Das wären dann 200 € für die Privatkunden-Box 4, satte 2.000 € für die semi-gewerbliche Box 8 und 8.000 € für die gewerbliche Box 12 gewesen. Kein Wunder, dass sich das System nicht wirklich durchgesetzt hat.



      Mit zwei, drei der Box 4-Restposten und etwas eigener Kulissenkreativität könnte man jetzt schon einen 80-120 cm breiten Stand zusammenstellen. Für einen guten €-Hunni.
      Rhino-Lebenserfahrung: Dieses Grünhorn bleibt ein "Greenhorn", egal wie der angezeigte Rang lautet... :saint:
    • So, hab auch ein grosses Paket bekommen und was macht man nach dem Auspacken? Richtig,erstmal alles zerlegen. :D




      So sieht das Innenleben aus. Im Prinzip sind es vier Elektromotörchen, vier Reedkontakte und die hier nicht sichtbare Elektronik hinter dem Batteriefach. Die Batterien waren übrigens schon dabei.



      Hier mal einer der vier Reedkontakte



      Hier sitzt ein kleiner Magnet der den Kontakt betätigt und somit die Treffer an die Elektronik weitergibt.

      Ich habe auch mal die Ziele gewogen, sie wiegen 15,3 Gramm. Grösse ungefähr 6 x 7,5cm.
      Ich hab leider gerade keine Bleche hier um mal zu testen was eine Alu oder Stahlblech wiegen würde.

      @Bleikeller: Der Radaubruder sitzt unter dem kleinen Loch neben dem An/Ausschalter. Der ist fest mit der Platine verlötet, der müste ausgelötet werden. Oder versuch mal einfach das Loch abzudecken, vielleicht hilfts.

      The post was edited 2 times, last by Sammler 35 ().

    • Schöne Bilder, jetzt ist alles klar, danke! Also kriegt das Zahnrad bei jedem Treffer voll eins auf die Mütze. Die Ziele sind mit dem Blech ausbalanciert, das könnte man also in gewissen Grenzen anpassen (Dein letztes Bild). Wie stark der Motor ist, spielt dann weniger eine Rolle.
      Das ist alles simpel und könnte bei einem Bruch recht einfach stabiler nachgebaut werden.
    • Ich glaube es gibt da ein Problem: Die Elektronik erkennt ja über die Reedkontakte die Treffer und aktiviert dann die Motoren zum Ziel aufstellen.

      Diese fahren die Ziele hoch, haben aber keine Abfrage im Sinne von Endschaltern. Also vermute ich das sie über eine Stromgrenze abschalten.

      Das heisst Motor fährt die Zielscheibe auf Anschlag, dann erhöht sich der Motorstrom und die Elektronik schaltet den Motor ab.

      Ich hab die Platine auch ausgebaut, darauf sind keine einstellbaren Potis oder ähnliches. Also keine Tuningmöglichkeiten was das Gewicht der Ziele angeht hinsichtlich des Motordrehmoments.Man müsste jetzt im Grammbereich ausloten was die stemmen können ohne abzuschalten und dann dementsprechend was stabileres auswählen.
    • Ich auch nicht, aber das sollte ein LG Treffer unter 7,5J locker abkönnen.
      Es gibt Drumsticks aus Carbon, und die stecken mächtig was weg...
      Und die Belastungen dort sind teilweise extrem.
      Ich bleibe so wie ich bin. Schon alleine weil es andere stört.
    • Das müßte man doch auch mit Servomotoren tauschen können,
      die das Ziel wieder hoch klappen. Reed schaltet aus, Punkt wird
      gezählt, Servo klappt das Ziel hoch und geht wieder in Ausgangslage.
      Gruß, Ralf
      Alt, aber bewaffnet. :thumbsup:

      Orbis non sufficit quod Omnia tempus habent.
    • Ich denke der läuft einfach einen Moment und wird dann abgeschaltet. Ist ja nicht mal eine Umdrehung, das Ding ist ein Drehspulenantrieb. Die brauchen auch kaum nennenswerten Strom, der was verbraten könnte, wenn es mal kurz nicht weitergeht.
    • Sammler 35 wrote:

      Ich hab auf Carbon noch nicht geschossen, wie verhält sich das?
      Ich könnte mal auf mein Rennrad oder Mountainbike schießen, die sind aus Carbon :D

      Aber wer bezahlt mir das, wenn schief geht ;)

      Also Carbon ist schon extrem fest und wiederstandsfähig, deutlich fester als Alu,
      aber Carbon hat eine große Schwäche, es kann sehr empfindlich gegen Schläge reagieren
      und es bricht dann sofort, es verbiegt sich kein Stück, da es durch die Faserschichten extrem steif und unelastisch ist.
      Ich habe Bruchtests mit meinem Rennradrahmen gesehen, der hat Schläge mit dicken Eisenstangen ausgehalten,
      der Rahmen hat aber auch knapp 2000,- Euro gekostet.

      Ein Problem dürfte auch die Fertigung für die Scheiben sein, man kann Carbon nicht Sägen oder Pfeilen, es splittert dann.
      Man bräuchte eigentlich die genauen Formen der Scheiben und muss das dann fertigen lassen, selber machen ist zu viel Aufwand.

      Aus meiner Sicht ist der Aufwand zu groß und zu teuer mit Carbon, für 4 solcher Scheiben fertigen lassen zahlst du locker 100-200 Euro.
      "Sattle kein Pferd, das du nicht reiten kannst."
      - John Wayne -
    • Schlagzeugstöcke haben deswegen kurze Fasern in alle Richtungen. Sieht halt kacke aus. Aber elastisch sind die schon. Allerdings viel weniger als Hickory...
      Gut, irgendwann brechen die auch...

      Das wird wohl in ne Form gespritzt.
      Ich bleibe so wie ich bin. Schon alleine weil es andere stört.

      The post was edited 1 time, last by zocker ().

    • Carbon lässt sich ganz hervorragend sägen,
      feilen oder bohren. Ich arbeite häufig damit.
      Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
      Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.
    • @Sammler 35 : Danke für den Blick in die Innereien!
      Beim Reedkontakt musste ich schmunzeln. In einem Artikel über die Anfänge von. DaGrecker stand, dass die Erfinder beim Tüfteln auf gewohnte Technik aus dem Modelleisenbahn-Anlagenbau zurückgegriffen haben.
      Rhino-Lebenserfahrung: Dieses Grünhorn bleibt ein "Greenhorn", egal wie der angezeigte Rang lautet... :saint:
    • NC hat Recht, das normale Carbon kann man gut Sägen und Feilen,
      war mir jetzt so nicht bewusst, da ich andere Sachen mit speziellem Carbon gesehen hatte, welches dann splittert.

      So ne Platte normales Carbon in 1-3 mm Stärke und so 20x30 cm bekommst du bei Conrad, Amazon oder Ebay für 20-50 Euro.

      "Sattle kein Pferd, das du nicht reiten kannst."
      - John Wayne -
    • Wäre wirklich ne feine Sache, wenn wir da was für 7,5J (16) Bleibeschuss vom DaGrecker ableiten könnten. Eine Anleitung für jeden mit etwas handwerklichen Fähigkeiten.
      Ich bleibe so wie ich bin. Schon alleine weil es andere stört.
    • 2erlei wrote:

      Das müßte man doch auch mit Servomotoren tauschen können,
      die das Ziel wieder hoch klappen. Reed schaltet aus, Punkt wird
      gezählt, Servo klappt das Ziel hoch und geht wieder in Ausgangslage.

      Bleikeller wrote:

      @Sammler 35 : Danke für den Blick in die Innereien!
      Beim Reedkontakt musste ich schmunzeln. In einem Artikel über die Anfänge von. DaGrecker stand, dass die Erfinder beim Tüfteln auf gewohnte Technik aus dem Modelleisenbahn-Anlagenbau zurückgegriffen haben.
      Meine Überlegung war schon ernsthafter Natur.
      Ab dem Moment könnte man auch stärkere und schwerere Ziele verwenden.
      Den Reed kann man ja relativ einfach umgehen, wenn man eh mit stärkeren
      Waffen schießen möchte. Dann verbindet man die Ziele gleich direkt mit dem
      Servo und greift ein Memory direkt am Poti des Servos ab.
      Mumpel trifft Ziel, Ziel bewegt Servo, Potiänderung wird erkannt, Punkt wird
      gezählt, Servo geht in Ausgangslage.
      Gruß, Ralf
      Alt, aber bewaffnet. :thumbsup:

      Orbis non sufficit quod Omnia tempus habent.
    • Warum so kompliziert... mit Antrieb, das geht doch nur kaputt :elkgrin:

      Gummizug und Lichtschranke/Reed... nur mal mein Gedanke, das möglichst simpel und robust zu machen.
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