Walther / Manurhin "Busch" - PP ???

    • Walther / Manurhin "Busch" - PP ???

      Hallo Gemeinde!

      Mir ist bei "egon" eine umgebaute Walther / Manurhin - Busch PP aufgefallen, mit der PTB-Nr. 280. Da die Auktion ja bereits abgelaufen ist, denke ich mal, das das Thema hier unproblematisch ist, zu diskutieren.

      egun.de/market/item.php?id=12813583

      Was mir aufgefallen ist:

      1. Keine Schwächung des Patronenlagers.
      2. Fast komplett offener Lauf, bis auf eine kleine Sperre / Stift.
      3. Orig. Markings sind noch auf dem Schlitten; nicht´s weggeschliffen o.ä.

      Gab es so einen Umbau mit der angegebenen PTB-Nr. 280 ???
      Normalerweise ist doch eine Schwächung im Patronenlager, auf der rechten Seite der Waffe.
      Ebenso eine massive Sperre im Lauf, anhand einer Art Düse an der Mündung.
      Auch wurden doch die orig. Markings auf der linken Schlittenseite weggeschliffen und durch "Busch"-Markings.

      Ich hatte ja selber schon einige "Busch"-Umbauten, die waren alle komplett anders, als die in der abgelaufenen Auktion.

      Hat jemand Info´s über die verschiedenen Änderungen, an den "Busch"-Umbauten ???

      Grüße aus der Eifel, Patrick :winke:
      Meine Sammlung: ...so einiges :W:
      randzuender.de
    • Moin,

      Vor ca. 1/2 gab es schon mal so etwas ähnliches, ich meine aus Lettland oder Tschechien.
      Bei der gestrigen fehlt die Schwächung und die für Busch patentierte Düse (wenn ich mich recht erinnere) vor dem Patronenlager. Auch die Schrift auf dem Schlitten kommt mir etwas merkwürdig vor.

      Soll aber nix heißen...wer weiß...

      Gruß Michael
      Walther P99SV der neue Stern am Himmel 8)
    • Jepp, die Umbauten, von denen du da aus Lettland oder Tschechien schreibst, sind mir auch aufgefallen. Denke mal, das waren keine orig. Umbauten. Jedenfalls waren sie mit den orig. Busch-Umbauten nicht zu vergleichen.

      Was mir auch aufgefallen ist, bei der gestrigen Auktion, wenn ich mich recht entsinne, plötzlich war die PTB-Nummer weg in der Beschreibung und auch "EWB erforderlich" stand plötzlich in der Auktion. Dann war die Auktion auf einmal komplett weg. Dann aber wieder da, frei ab 18 Jahren. Dachte schon, ich würde spinnen ??? Oder aber ein Fehler im System ???

      Jedenfalls ein sehr mysteriöser Busch-Umabu :confused2:
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    • Von Busch gab es - soweit ich mich noch erinnern kann und es gesehen habe - die ersten Umbauten ohne die Einfräsungen / Schwächungen am "Laufhalter" / Patronenlager.

      Der Schlitten hat die Markings die ich von Busch kenne (soweit man das sieht) - das Einzige, was mir etwas spanisch vorkommt, ist der nur "verstiftete Originallauf". Das kenne ich so nicht, denn auch die ersten "Buschschen" ( :D ) hatten - bevor die "Düse" kam, einen "längs aufgeschnittenen Lauf" in den ein Stahlstreifen der Länge nach eingelötet/eingeschweißt war.

      Außerdem war der Lauf m.E. mit dem Griffstück fest verschweißpunktet. :/

      Ich bin mir nicht 100%-ig sicher, da man auf den Fotos sehr viel vermuten muss, aber es könnte sein, dass der Schlitten nicht zum Griffstück gehört.

      Wie aber gesagt, es gab anfänglich wohl ein paar "Umbauprototypen" von Busch - HWJunkie hatte m.E. mal so eine, ohne die Fräsungen im Laufhalter am Griffstück.
      :W: ir sind konservativ! :new11: www.zentralzuender.de
    • Mhm, müsste mal in den Tresoren wühlen, aber soweit ich mich erinnere, hat bei meiner Busch-PP auch das Griffstück einen PTB-Stempel (CDS hat nur den Schlitten gePTB't) - auf dem Foto kann man aber nix auf dem Griffstück erkennen.

      Ach, jetzt fällt es mir wieder ein, Germi nicht HWJunkie hatte so eine Prototypen-Busch ohne die Lauffräsarbeiten - war aber m.E. auch eine umgebaute "Manurhin", keine Walther.
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    • @harryumpf: Jepp, meine Busch hat auch einen PTB-Stempel auf dem Griffstück, die in der gestrigen Auktion wohl nicht.

      @Schrotty: Da hast du sicher Recht. Aber alleine schon das, was man sehen kann, läßt vermuten, das es evtl. wohl keine echte "Busch" ist. Wie auch einige andere, die bei egon als echte "Busch" angeboten wurden. Eine angebliche "Busch", die vor Jahren angeboten wurde, hatte einen so stümperhaften PTB-Stempel, als wenn er mit einem Körner eingeschlagen worden wäre. Die war damals eindeutig nicht echt.
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    • Die DInger sind so teuer, weil sie eine der wenigen SSW mit PTB sind die mal eine scharfe Waffe waren. Somit komplett aus Stahl, unkaputbar, einige zahlen wohl auch dafür so viel, weil sie hoffen, dass sie umbauen können. Ähnlich wie bei alten 8mm Taschenpistolen.
      Zuerst hat die Waffe selber Geld gekostet, ausgemusterte Plozeiware meine ich. Dann muss man das zugelassen bekommen bei der PTB, das kostet auch ein paar Talers, dann muss die Waffe modifiziert werden nach Zulassungsmuster.
      Der Rohling (scharfe Waffe) hat wohl im Einkauf schon so viel gekostet wie eine gute SSW damals. Dementsprechend teuer waren die neu als sie verkauft wurden, kleiner Kundenkreis, Auflage war wohl eh begrenzt.
      All das macht sie heute extrem teuer, wie den Erma EGR66x auch, war schon immer teuer, wenig verkauft worden, beste qualität, daher gesucht.
      When I was just a baby, My Mama told me, "Son, Always be a good boy, Don't ever play with guns"

      by Johnny Cash "Folsom Prison Blues"
    • Ritztec wrote:

      Hallo Gemeinde!

      Mir ist bei "egon" eine umgebaute Walther / Manurhin - Busch PP aufgefallen, mit der PTB-Nr. 280. Da die Auktion ja bereits abgelaufen ist, denke ich mal, das das Thema hier unproblematisch ist, zu diskutieren.

      egun.de/market/item.php?id=12813583

      Was mir aufgefallen ist:

      1. Keine Schwächung des Patronenlagers.
      2. Fast komplett offener Lauf, bis auf eine kleine Sperre / Stift.
      3. Orig. Markings sind noch auf dem Schlitten; nicht´s weggeschliffen o.ä.

      Gab es so einen Umbau mit der angegebenen PTB-Nr. 280 ???
      Normalerweise ist doch eine Schwächung im Patronenlager, auf der rechten Seite der Waffe.
      Ebenso eine massive Sperre im Lauf, anhand einer Art Düse an der Mündung.
      Auch wurden doch die orig. Markings auf der linken Schlittenseite weggeschliffen und durch "Busch"-Markings.

      Ich hatte ja selber schon einige "Busch"-Umbauten, die waren alle komplett anders, als die in der abgelaufenen Auktion.

      Hat jemand Info´s über die verschiedenen Änderungen, an den "Busch"-Umbauten ???

      Grüße aus der Eifel, Patrick :winke:
      Ja, den gab es. Habe auch so ein Exemplar. Die originale Beschriftung von Manurhin/Walther IST weg, auch auf dem verlinkten Exmplar, wenn man genau hinschaut sieht man die Schreckschussbeschriftung (Busch-Logo, Modell PP, Kaliber 8mm Alarm und die PTB). Das variiert wohl auch, bei mir steht da nur "Kal. 8mm" ohne den Zusatz Alarm. Die einzige originale Beschriftung ist die Seriennummer der originalen Waffe auf dem Griffstück und in dem Fall Manurhin auf den Griffschalen, bei anderen Exemplaren steht halt Walther auf den Griffschalen. PTB ist auf dem Schlitten, sollte auf der anderen Seite auch nochmals auf dem Griffstück zu sehen sein hinten im Bereich des Beavertail, da seitlich drauf.
      Beschriftet ist die Waffe mit dem Logo von Busch (Vorderladerpistole mit einem großen dicken B), und zwar groß auf dem Schlitten (gefolgt von "Modell PP" darunter "Kal. 8mm") und klein auf dem Griffstück, bei mir neben dem durchgeixten ByP-Stempel (Eigentumsstempel der Landespolizei Bayern). Der Beschuss selbst muss aus den frühen 1980ern stammen, der originale Beschuss wurde entfernt (bei mir wäre der originale Beschuss von 1968 der Seriennummer nach zu urteilen). Bei meiner ist der Beschuss von 1982, und es sollte Beschussamt Mellrichstadt sein statt Ulm. Der Laden ist wohl in der Gegend um Würzburg, und Walther hat immer in Ulm beschießen lassen. Und den scheint es sogar noch zu geben, Peter M. Busch, Jagdausstatter....und laut PTB Liste...Peter M. Busch...

      Die originale Beschriftung wäre übrigens so:

      collector-firearms.de/5887-lar…n-kal-765-mm-browning.jpg

      Und im Fall der Walther:

      upload.wikimedia.org/wikipedia…/1/12/1972_Walther_PP.jpg

      Was noch die originale Beschriftung hat sind die Magazine, die haben auch noch die originale Kaliberangabe. Sind unmodifizierte 7,65er Magazine.

      Der Umbau wurde wohl im laufenden Betrieb geändert. Die Schließfeder ist gekürzt, das Teil funktioniert aber trotzdem nicht mehr als Selbstlader weil diese magere Sperre nicht ausreichend Staudruck erzeugt. Deswegen hat man das wohl durch diese Düsenkonstruktion ersetzt. Lauf ist bei mir auch nicht geschwächt, nur gegen Ausbau gesichert indem man den Splint den man entnehmen muss festgeschweißt hat. Der Schweißpunkt wurde plangeschliffen und passend brüniert. Wie man es bei einer Qualitätsarbeit von einem Büchsenmacher erwarten würde.

      @harryumpf

      Damals wurde umgebaut was da war, egal ob Manurhin oder Walther. Waren ja baugleich. Und damals haben die Länderpolizeien ihre Arsenale leergemacht und die alten 7,65er auf dem Zivilmarkt verkauft. Deswegen waren die in großer Stückzahl vorhanden, egal ob nun PP oder PPK, und ob nun Walther oder Manurhin. Da wurde dann alles verwurstet.

      Schrotty wrote:

      ...Da er eine Laufsperre hat müsste er aufgeschlitzt sein, und die Laufwurzel
      sieht man auch nur von einer Seite. Vergleichsbilder wären schon toll . . . 8)
      Nein, ist nicht geschlitzt. Das hat damals wohl keiner verlangt da einen Schlitz reinzumachen.
      "Was unterscheidet letztendlich den freien Menschen vom Sklaven? Geld? Macht? Nein! Der freie Mensch hat die Wahl, der Sklave gehorcht!"
      -Wenn du im Sarg liegst, haben sie dich das letzte Mal reingelegt!-

      The post was edited 4 times, last by germi ().

    • Das einzige was mir bei den Bildern auffällt: Der Stift der Laufaufnahme ist nicht verschweißt, zumindest nicht so wie bei meinem Exemplar.
      "Was unterscheidet letztendlich den freien Menschen vom Sklaven? Geld? Macht? Nein! Der freie Mensch hat die Wahl, der Sklave gehorcht!"
      -Wenn du im Sarg liegst, haben sie dich das letzte Mal reingelegt!-