Klappziele (nicht nur) für die Shotgun zum Co2CAS

    • Klappziele (nicht nur) für die Shotgun zum Co2CAS




      Ich habe Klappziele zum Training für’s CAS gebaut. Auch mit Blick auf unsere Berlin-Brandenburger Gruppe – während andere von uns inzwischen die feststehenden Ziele in Angriff nehmen.

      Wahrscheinlich gibt es unzählige Varianten, wie Klappziele gebaut bzw. gestaltet werden können. Für unsere Zwecke bleibt ja derzeit nur die Haw San oder die APS Cam 870. Ich persönlich kann mich nicht so richtig mit einer Repetierflinte anfreunden.


      Also wollte Ich erreichen, daß die Haw San mit ihrer „nur“ Airsoft-Leistung nutzbar ist.


      Und um es vorweg zu nehmen:Ja. Es geht !!!




      Als Anregung für den Ein oder Anderen hier mein Baubericht:


      Als erstes habe ich ein Gestell gebaut. Bestehend aus einer Querachse für die Aufnahme des Gelenkes und einer Längsachse um den Aufprall abzufangen und den Anschlag (Haltepunkt) für das Blech aufzunehmen.

      Also einfacher gesagt ein Kreuz aus folgenden Teilen.








      Irgendwie war ich der Meinung, daß so etwas auch „Füße“ braucht, diese auch etwas angespritzt.


      Das erste Klappziel habe ich komplett gebaut, getestet mittels Colt, für gut befunden und vor Begeisterung gleich noch drei weitere Gestelle gebaut.

      Dann sah ich die Teile vor mir und dachte an meinen Kofferraum…

      Dummerweise hatte ich die Kreuzverbindung geleimt.


      Also habe ich die Kreuze noch mal gebaut, nicht verleimt sonder mittels Schraube und Flügelmutter – leicht zerlegbar – ausgestattet.








      Die Füße bekamen noch Nägel. Soll das Verrutschen verhindern. Für Transportzwecke bzw. je nach Untergrund kommen dort Korkstücke drauf gesteckt.


      Dann ging es an das eigentliche Gelenk.


      Da fallen einem natürlich als Erstes herkömmliche Scharniere ein…

      Mir gingen aber meine Pendelziele nicht aus dem Kopf.




      Gewindestange, auf welche Alu-Hülsen (aus Rohr geschnitten) aufgeschoben sind und so den gleichmäßigen Abstand der Pendel garantieren und diese an Ort und Stelle halten.

      Die baumeln doch einfach nach untern – das muss doch auch anders herum gehen! …








    • Für die eigentlichen Ziele habe ich 30 x 30 cm große Platten aus Alu-Blech geschnitten (gibt es im Baummarkt,

      30 x 100 cm – habe davon 2 Platten zerschnitten: 4 Stck für Klappziele und habe jetzt noch 2 Stck für irgendwas feststehendes).






      Dann der Anschlag für das „Aufrecht“ stehende Ziel.

      Ich wollte erreichen, daß das stehende Ziel bereits den mittigen Schwerpunkt überwunden hat. Somit würde wohl auch nur ein leichter „Schubser“ genügen, um das Ziel zum Fallen zu bringen.




      Die „Justierschraube“ – Dank Flügelmutter leicht und ohne Werkzeug zu verstellen – ist am vorderen Ende mit einer Mutter versehen, in welche ich mittels 2K-Knete einen Neodym-Magneten (4mm stark, 6mm Durchmesser) geklebt habe.

      Je nach Aufstellort kann und muss dann diese Schraube eingestellt werden…







      Das Ziel selbst wird durch den Anschlag kaum verdeckt:





      Der Aufschlag der Platte wird durch ein aufgeklebtes Stück Schaumstoff gedämpft.

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    • Für Lagerung und Transport zerlegt, sieht das ganze so aus:



      Und hier noch mal optisch der „Schaden“, welche Flachkopf-Dia’s bzw. 6mm Kunststoff-Kugeln anrichten:



      Der komplette Stapel ist knapp 70cm lang, knapp 50cm breit und etwa 20cm hoch.



      Und noch mal alle zusammen…



      Meine Test’s waren sozusagen Test’s unter „Laborbedingungen“. Entscheidend wird das nächste Treffen unserer Gruppe (24.10.20) sein. Dann müssen sich die Klappziele im realen Einsatz bewähren.


      Ich werde berichten...
    • Danke.

      Zu 99% auch bei Treffern im unteren Bereich. Alles eine Frage der vorhergehenden Justierung.

      Heute ist meine Farsan angekommen. Die Waffe ist ok. Aber die Hülsen wollten zu Anfang nicht. Bzw. die Kugeln wollten erst mit Verzögerung aus der blauen Hülse austreten und sich Richtung Ziel bewegen. Außerdem sind von 10 Stck gefühlt bei 5 Hülsen die blauen Teile im Lauf stecken geblieben. Das ließ erst nach, als ich alles mit Silikonöl vollgejaucht habe.

      Und nachdem ich nur noch eine Kugel geladen hatte, fiel der Schuß sofort bei Auslösung.
      Wahrscheinlich müssen sich erst die Gummidichtungen einspielen bzw. weiten. Bei Holger's, Waffe, die ich während der Bauphase zur Verfügung hatte war es kein Problem bis zu sieben Kugeln durchzujagen.
      Aber eine Kugel reicht auch voll und ganz. Dank des herausgjagten Gas-Silikongemisches sieht das auch Hamer aus.

      Meine Ziele sind nach dem Einspielen jedenfalls immer gefallen und auch die blauen Teile blieben nicht mehr in der Waffe.
    • Die sehen ja nicht nur technisch brilliant aus, sondern auch optisch ein totaler Hingucker, super umesetzt.
      Ich liebe solche beubegleitenden Berichte mit Fotos, das ist genau meinStil, Zeichnungen, Bauteile, Bearbeitung, Erläuterungen
      und alles mit in Betracht gezogen, Stichwort: Transport... = 1+!!!

      Mich interssiert dann im echten Einsatz wie Standstabil sind die, soll heißen, wie oft muss die Jsutierung des "Kippwinkels" nachgestellt werden, wenn durch mehrmaliges Aufrichten die Füße evtl. unterschiedlich einsinken und der Winkel somit ein anderer ist.
      Viele Grüße, Micha... :cowboy:
    • Wirklich toll gemacht @Shotgun Willie!!!

      Super Arbeit und toll beschrieben! Das bringt uns alle ein Stück weiter. Wir haben deine Idee mit den Magneten bereits bei unseren Zielen übernommen und sind auch schon fleißig am testen. Diese Idee scheint wirklich vielversprechend zu sein und könnte die Lösung "Fallziel vs. Wind" im Ausseneinsatz sein.

      Ich bin auf weitere Ergebnisse von euch gespannt!

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      Der 24.10. liegt hinter uns. Somit auch die erste Bewährungsprobe für die Ziele. Die kleine Runde unserer Berlin-Brandenburger Truppe hatte sich bei @Little Ben Dix getroffen.
      Und da auch noch @Bill Logan feststehende Ziele gebaut hatte, konnten wir erstmals auf was anderes als Büchsen Ballern. (Und so hatte es auch wenig Sinn ein Mini-Match zu veranstalten - wir konzentrierten uns auf Stationstraining mit den verschiedenen Waffen)

      Zurück zu den Klappzielen...

      Ich hatte im Vorfeld noch für den Transport einen, gefühlt 70 Jahre alten, Koffer (Innenmaße 78 x 48 x 27 cm) geschossen.



      Kleiner hätte gereicht. Aber so kann ich den restlichen Stauraum gleich für den Trödel nutzen, welcher nicht mehr im Waffenkoffer unterkommt.



      Auf @Little Ben Dix's Grundstück, wahrscheinlich auch dem Regen der letzten Tage geschuldet, war der Boden schwer und feucht. Entgegen dem Wetterbericht war der Wind auch nur schwach. Wir hatte letztendlich Bombenwetter. Aber die Standfestigkeit bei starkem Wind oder Böen zu testen muss verschoben werden.


      Justieren und ausrichten dauerte 5 min. Dann ein paar Probeschüsse, Nachjustierung wo von Nöten und es konnte losgehen.

      Beschossen wurden die Teile mit zwei Haw San/Farsan Flinten - unverändert, mit den zugehörigen Ladehülsen, 0,20 und 0,25 g Kugeln von Airsoftgas angetrieben.



      Entfernung zum Ziel ca. 6m


      Bis auf zwei von uns war die Flinte Neuland. Und das machte sich auch beim Schießen bzw. Fallen der Ziele bemerkbar. Bei "Bedienfehlern" blieben die Ziele schon mal stehen.
      Bedienfehler bezieht sich hier auf das komplette, schnelle Ziehen der jeweiligen Abzüge. Das war Neuland. Durch das nur zaghafte "Abdrücken" öffnete das Ventil auch nur kurz. Dementsprechend schlugen die Kugeln auch zu sanft auf das Ziel.
      Das wurde aber schnell verinnerlicht. Wird beim nächsten Mal garantiert besser laufen.

      Das Problem stellt sich natürlich nicht bei Nutzern der Cam 870. Ihre Leistung haut die Ziele allemal um.

      2x habe ich zwei der Ziele nachjustieren müssen.

      Ich kann jetzt aber nicht mehr genau rekapitulieren, ob die Ursache im weiteren Versinken im Boden (durch Fallen der Platte verursacht) oder an der vor lauter Begeisterung - und dementsprechendem Schwung - zügigen Aufrichtung lag. Dabei wurde das hintere Ende schon mal aus dem Boden gekippt.
      Auch das wurde schnell gelernt und die Platte, mit Gefühl, wieder aufgerichtet und an den Magneten geführt.

      Unterm Strich funktionieren sie. Und das beste ist, daß wir die Haw San und - auch wenn nur Airsoft - somit eine Doppelflinte nutzen können.

      Wir werden jedenfalls baw damit weiterarbeiten. Alle haben zur Kenntnis genommen, daß man im Match-Fall, nicht nur um Fehlschüsse auszubessern, eventuell mehr als 4 Hülsen braucht, bis alle Ziele gefallen sind. Auch im Falle eines "Bedienfehlers " muß ggf. nachgeschossen werden.
      Das sollte im Vorfeld klar sein.

      Wenn man dieses Risiko verhindern will, dann sollte mit einer Cam 870 (ist Halt der jetzige Stand der Dinge / des Marktes) angetreten werden.

      Ich persönlich kann mir diese Klappziele bei einem unserer alltbekannten Matches vorstellen.

      PS: Das Schießen mit der Haw San auf die Klappziele hat allen einen Riesenspaß gemacht.

      The post was edited 1 time, last by Shotgun Willie: Korrektur der Gewichtsangabe ().

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      Nachtrag Nr.2
      Aus Spaß habe ich die Fallplatten mit einer 0,5 Joule Federdruck Waffe beschossen.
      (Ob die wirklich 0,5 Joule hat? Glaube ich eher nicht)
      Aus 6 Metern hat die Kraft nicht gereicht um die Platten umzuschmeißen.
      Aus knapp 3 Metern ging es aber schon.
      Man muss allerdings die Obere Hälfte treffen. Dann fallen sie auch. ^^
      Ich finde die sind schon äußerst empfindlich einstellbar. :thumbup:
      Mein Hobby: Freizeit Luftgewehre + Pistolen + AIPSC + CAS-Co2
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      Also, ich habe die Klappziele schon bei Willi ausprobiert, sie haben unter realen wie auch " unter Laborbedingungen" sehr gut funktioniert. Beim aufschlagen, egal ob 1 oder 7 0,2g Kugeln hat es die Ziele umgekippt, mein Fazit: voll funktionsfähig! Aber von Willi habe ich auch nichts anderes erwartet! :respect:
      :cowboy: End of the Trail! :cowboy: