Jagdschein? Nun aber schnell!

    • Das berühmte "Zielwasser" im Edelstahl/Leder Flachmann. ;) Diese Generation von Jägern waren mir aber immer die Liebsten. Das eine ist Gesetz das andere Brauchtum. Man muß nur die Grenzen kennen.

      Aber mal was anderes am Rande. Ich möchte natürlich nicht stänkern und auch nicht über die "Zunft" herziehen. Manche Dinge sind Ausnahmen. Manche halt nicht. Man bekommt oft sehr gute Jagd Videos zu sehen. Gerade aus Frankreich und England wo es auf der Jagd oft sehr Traditionell und gesittet zu geht. Andere Videos wiederum gehören verboten. Jagen gehe ich vor der "Haustüre". Okay die darf auch mal 100 Kilometer weg sein. Nichts dagegen. Oder mal zu Freuden ins Münsterland oder nach Niedersachsen. Aber reiner Jagdtourismus würde für mich ausscheiden. Ich muß keine Gams auf 600 Meter über das Tal schießen nur um eine Profilneurose zu behandeln. Für Geld natürlich.

      Da liegt bei mir der Stein des Anstoßes. Ich habe da mal ein Beispiel was in manchen Revieren so läuft. Natürlich nenne ich nicht Ort und keine Namen. Da grenzen zwei Reviere aneinander deren Pächter sich nicht verstehen. Beide Pächter würde ich der Gruppe JJ zuordnen da sie zwar das Geld aber nicht die nötige Erfahrung besitzen. Pächter A setzt eine Treibjagd mit Gästen an. Zwischen beiden Revieren ( Gemeinden ) verläuft ein kleiner Bachgraben mit einem breiten Weg. Da Pächter B den Pächter A scheinbar nicht leiden kann fährt er an diesem Tag ständig den Weg auf und ab und hat bei offenem Fenster einen "Gettoblaster" voll aufgedreht. Klar in den angrenzenden Wiesen und Buschwerk lässt sich noch nicht mal mehr ein Karnickel blicken. Ja das gibt es wirklich. Die sind sich oft untereinander nicht "grün". Als ich noch regelmässig zur Jagd gegangen bin früher, da hieß es vom Förster oder vom Pächter immer ! Grüße mir mal den und grüße mir mal jenen. Ach der "Soundso" ? Macht er das Revier immer noch in seinem Alter. Das waren Kollegen. Ich sehe das aber immer weniger. Also unter den Jungen Pächtern und JJ. Auf dem Land sollte das doch eigentlich noch funktionieren. Okay es gibt sie noch die "Stätten" wo Waidmannsheil noch eine Bedeutung hat und man in der "Zunft" gut aufgehoben ist. Man ist Jagdfreund oder Jagdkollege. Egal ob man 400 Ha unter dem Pflug hat oder im Walzwerk Schienenstränge herstellt.

      Ich kenne einen Holzfäller/Forst Mitabeiter von einem Forstamt. Der geht seit seiner Jugend ( 16 ) auf die Jagd. Er ist der "Jäger vor dem Herrn". Hat es so von seinem Vater und der vom Großvater schon übernommen. Wenn Gesellschaften kommen dann ist er sowohl bei der Vorbereitung als auch bei der Jagd als "Beischütze" sprich Begleiter dabei. Mit seinem alten ollen 8x57. Er kennt die Chose aus dem EFEF. Behandelt wird er aber wie ein Lakai. P mach mal dies und P hol mal das. Natürlich macht er auch die entsprechende Nachsuche für den Gast. Der kann das ja selten. Ich meine genau die Klientel. Nicht den gestandenen Bauern und nicht den Jung Jäger der sich wirklich dafür interessiert. Was das jetzt mit der neuen Regelung zu tun hat. Nichts ! Oder doch einiges ?
    • Esti wrote:

      Auch sonst, lieber Udo. Waffen und Alkohol sind keine gute Kombination.
      Esti überspitzt gesagt: Wenn sie dich auf dem "Kieker" haben reichen u.U schon zwei rote Ampeln um dich aus dem Verkehr zu ziehen. Aber bedenke eines. Nicht bei jedem. Da hilft dann nur noch die Advo-Card. Anwalts Liebling. :D
    • BMP I wrote:

      Ich dachte so ein Jagdschein wäre grundsätzlich auf Probe und zwar für immer. Man liest doch öfters, dass der nach "groben Missgeschicken" entzogen wurde.
      Wenn du beim ansitzen im Maisacker ein entlaufenes Weiß/Braunes Pony als Wildsau ansprichst, oder ein Rentner nach seinem Spaziergang die Schrotkugeln aus dem Leder des Geldbeutels den er in der linken Brusttasche getragen hat kratzen muß weil im Weinberg Jagd war, dann weiß ich nicht. Möglich. Die Jagd an der Südlichen Weinstrasse ist ja eigentlich schön. Gerade im Herbst. :D
    • Mr.EK wrote:

      Die Jagd an der Südlichen Weinstrasse ist ja eigentlich schön. Gerade im Herbst
      Lass wir uns doch nichts vormachen, lieber @Mr.EK, unter allen Fraktionen gibt es welche, die mächtig Fragen aufwerfen. Ob nun Auto-, LKW-, Motorradfahrer, Fußballer, Schützen, Jägern usw. In der Regel sind es immer Minderheiten, die den überwiegend integeren mächtig am Ruf kratzen. Muss man das ausgerechnet in einem Waffenforum erklären? Vermutlich nicht, oder? Denn keiner weis das besser als wir.

      Liebe Grüße Udo
      Die friedlichsten Menschen,
      die mir bis jetzt begegneten,
      waren bewaffnet!
    • Ja schon klar Udo. Ist auch alles ein wenig mit Augenzwinkern gemeint. Klar muß man bei manchen Geschichten schon irgendwo schmunzeln. Der Verursacher hat ja da eher weniger Gründe dazu. ;) ( Ist aber keine Schadenfreude )
    • Eine Reform des Bundesjagdgesetzes war schon an der Zeit.
      Allein die Mindestdeckungssummen der Jagdhaftpflicht waren extrem antiquiert, aber wurden dennoch legal angeboten.
      Nun springen natürlich eine Menge Trittbrettfahrer auf und versuchen ihre Wünsche zu integrieren.
      Halte ich mir dazu noch den ganzen EU-Kram vor Augen...dann ist allein die ganze Fleischhygiene-Gesetzgebung inzwischen einen eigenen Lehrgang wert.
      Wenn ich mit älteren Jägern spreche, die den aktuellen Stoff kennen, dann sagen sie mir aus dem "grünen Abitur" ist mittlerweile ein "grünes Studium" geworden.
      Jeder ist für seinen Schuss selbst verantwortlich
    • Wird aber sehr viel unnötiger Kram diskutiert in der EU. Die Jagd in Frankreich oder Holland ist nicht die selbe wie in Deutschland Vermarktung von Wild lag bei ca 234 000 Tonnen in 2019 laut Angaben in Deutschland. Davon Importe und Zucht eingerechnet. Versicherung kann man anpassen. Würde man alles berücksichtigen wollen dann könnte man ein Studium draus machen. Das glaube ich aber eher nicht.