Der Flintenthread

    • Der Flintenthread

      Hallo liebe Freunde des gepflegten Schrotschusses.
      Der WBK-Thread von Coltm4 war zumindest teilweise Anlass für mich, diesen Thread aufzumachen.
      Hier kann alles rein, was mit Flinten zu tun hat.
      Für mich ist es auf jeden Fall eine der schönsten Arten, Schiesssport zu betreiben.
      So ganz anders als die Kugeldisziplinen, wo es mehr auf bewusste Einschätzung der Situation ankommt und fast alles berechenbar ist.
      Flinte ist für mich Intuition und einfach das bewusste Denken abzustellen.
      Dann passt es am besten.
      Verlass dich auf dein Gefühl und die Erfahrung, die dich unbewusst zum Treffer leiten.
      Wie ist das bei euch so?
      Welche Disziplin schiesst ihr?
      Womit?
      Welche hättet ihr gerne oder interessiert euch meisten?
      Lasst mal hören!
    • Hier mal ein Bild meiner beiden Schrotverteilungsmaschinen

      Oben eine Sauer Beretta Imperial in 12/70 mit Halb- und Vollchoke, Beschuss 1977. Hat der Vorbesitzer auf Doppelabzug umbauen lassen.
      Die untere ist eine LuMar Scirocco, auch in 12/70 aber mit Wechselchokes und Einabzug von 2001.
      Die Schaftrückenerhöhung habe ich komplett selbst gebaut und im Hinterschaft steckt noch ein Beutelchen mit Diabolos, um mehr Gewicht in den Hinterschaft zu bekommen. Die Scirocco war sehr leicht hinten und dadurch kopflastig.
      Nun ist sie schön ausgewogen und der Schwerpunkt liegt auf Höhe der Scharnierbolzen.
      Gefertigt wurden beide Waffen im Suhl der Italiener, in Gardone Val Trompia.
      Beide mag ich, aber mit der Scirocco schiesse ich deutlich lieber, weil sie mir wesentlich besser passt.
      Mal sehen, was mit der Sauer Beretta passiert. Ich schwanke da noch...
    • Meine erste .., fast 5 Jahre in meinem Besitz und vermutlich auch so alt wie ich... BAIKAL 27EM 12/70 Jagdflinte.
      Die hat keine Ejektoren und zwei Abzüge . ( Ja, die können beide auf einmal abgefeuert werden... aber das ist nicht gut für meine Flinte).

      Ich nehme die für Trap, Skeet , Papier (just for fun) und vor allem Rollhase und Fallscheibe. Die ist robust und war Günstig.
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    • So, Nummer 2
      Ist ( natürlich ) auch ne Baikal Jagdflinte... die Tundra

      Das Kaliber ist 12/76 und wie die erste auch ohne Lilie (Stahlschrotbeschuss) .
      Der untere Lauf ist 1/2 der 0bere voll Choke.
      Die hat einen "ein Abzug" welcher auch durch leichtes nach vorne drücken die Schussreihenfolge der Läufe einmalig von unten nach oben wechselt.
      Ein abschaltbarer Ejektor ist auch vorhanden und die Läufe sind innen Hartverchromt.
      Die Schaft Kappe habe ich nachgerüstet und bei der Gelegenheit geleich ein unverwechselbaren "Maker" auf dem Schaft hinterlassen ( ;( ) aber irgendwas ist ja immer.
      Die Chokes sind nicht wechselbar .
      Benutzt wird die wie die erste Waffe und auch von der werde ich mich natürlich auch nicht trennen... .

      Das "Rotpunktteil" zum auf die Schiene klemmen erfüllt seinen Zweck...aber ich schieße immer ohne.
      (in guter Gesellschaft sind die beiden auf alle Fälle... ;)
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    • Ein Flintenthread! Trap ist aktuell meine Hauptbeschäftigung im Schützensport. Ich bin damals einfach mal mit auf einen Trapstand und hab mir das mal angeguckt. Ich habe an dem Tag das erste mal eine Bockdoppelflinte schießen dürfen - eine Beretta 686 Silver Pigeon. Ich hatte direkt 13 von 25 Tauben beim Trap getroffen und war direkt angefixt. Also eine Woche drauf direkt zu Frankonia und meine erste Bockdoppel gekauft. Eine Forest Favorit. Billigflinte, aber robust und vor allem lag sie mir gut. Austattung: Auszieher und Wechselchokes, Laufwahlschalter. Bei letzterem gingen auch beide Läufe auf einmal sollte der in der Mitte stehen... Das gute Stück hat in 2 Jahren ca 8 000 Schuss bei mir gemacht und es hat sich lediglich ein Bolzen des Verschlusshebels und der untere Schlagbolzen verabschiedet. Nun ist sie ca 3 Jahre und 9000Schuss alt und wartet darauf meinen Schrank zum neuen Besitzer verlassen zu dürfen.





      Letztes Jahr kam dann auch schon meine Beretta. Eine 686 White Onyx. Mobilchokes (Baugleich mit denen der Favorit), Ejektoren, Laufwahlschalter. Ich habe zur Beretta gewechselt, da ich mit der FAvorit immer schlechter geworden bin und ich auch was besser verabeitetes wollte. Ich kam von Anfang an gut klar, nur mein Jochbein hat immer noch zu leiden. Mit der Favorit konnte ich problemlos 500 Schuss verschießen, bei der Beretta wird's bei 150 schon kritisch. Die Perfekte Runde habe mit der Beretta noch nicht geschafft, aber ich arbeite dran (Kreismeisterschaft waren 24/25 und 23/25)




      Dann kam Ende letzen Jahres noch was exotischeres dazu. Eine spanische Hahnquerflinte mit Einabzug mit Halb und Vollchoke. Der Einabzug war wohl laut Vorbesitzer mal ein Gesellenstück eines Büchsenmachers. Das ist meine Sonntagsflinte und für besondere Wettkämpfe bei denen es um nichts geht. Die 17 war meine erste Runde mit der Flinte direkt nach dem Kauf. Allerdings schaff ich das nicht regelmäßig.

    • Hey Eisenschwein, schickes Arbeitsgerät!
      Schiesst du ausschließlich olympisch Trap oder auch anderes?
      Die Schmerzen im Jochbein sind bei mir verschwunden, nachdem ich bei der Scirocco die Schaftrückenerhöhung eingebaut hatte.

      @Magnum Opus:
      Es klingt auf den ersten Blick unlogisch, was Eisenschwein gemacht hat.
      Aber beim Flintensport sind die Schaftmaße extrem wichtig. Hier wird es wohl zwischen beiden Flinten Unterschiede geben. Ich vermute, die Beretta hat mehr Senkung und liegt deswegen nicht so gut am Jochbein an.
      Allerdings ist die Forest Favorit eine Flinte aus dem untersten Preissektor und nicht wirklich für hohe Schusszahlen gebaut.
      Mit der Beretta dürften hohe fünfstellige Schusszahlen kein Problem darstellen.
      Beretta hat sich im Flintenbereich schon lange einen sehr guten Namen gemacht. Insofern ist der Schritt von Eisenschwein nachvollziehbar.
      Eine Schaftanpassung macht Sinn und lohnt sich bei der schicken Italienerin auch, im Gegensatz zur Forest.
    • Eisenschwein wrote:



      Dann kam Ende letzen Jahres noch was exotischeres dazu. Eine spanische Hahnquerflinte mit Einabzug mit Halb und Vollchoke. Der Einabzug war wohl laut Vorbesitzer mal ein Gesellenstück eines Büchsenmachers. Das ist meine Sonntagsflinte und für besondere Wettkämpfe bei denen es um nichts geht. Die 17 war meine erste Runde mit der Flinte direkt nach dem Kauf. Allerdings schaff ich das nicht regelmäßig.


      Auch ein sehr feines Teil.
      Eine Querflinte steht (unter anderem) auch noch auf meinem Wunschzettel.
      Traum wäre dann Doppelabzug, Seitenschlosse und englische Schäftung, ganz klassisch.
    • Magnum Opus wrote:

      ...

      Damit ich das checke. Die Forest kannste fünfhundertmal ballern, die Beretta nur hundertfünfzigmal. Dann zieht's in der Gestalt. Und dennoch schmeißt Du die Forest raus?
      Die Forest ist jagdlich geschäftet die Beretta hat einen Sporting Schaft welcher höher ist. Die haut mir zwar jedes Mal vor's Jochbein, aber ich treffe gut. Und alles unter 100 Schuss ist gar kein Problem, das merk ich maximal am nächsten Tag ein wenig.

      Ich schieße fast ausschließlich olympisch Trap. Ab und zu mal Jagdparcours.

      Ich schieße übrigens rein intuitiv, deshalb haben meine Flinten auch kein Hilfskorn.
    • Du könntest so eine Schafttasche mit Patronenschlaufen drüberziehen und sie testweise etwas auspolstern.

      Und wenn Du wirklich einen anderen Schaft willst, gehst Du mit der für Dich optimalen Erhöhung zum Büchsenmacher und sagst ihm, so sollte es sein.

      'nen Versuch ist es wert, finde ich.


      We have the Fossils - we win!
    • Ja die war auch super. Ich hatte damals bei Frankonia drei Flinten auf dem Tisch. Eine Scirocco, eine Mercury und die Favorit. Die Favorit war von allen am besten verarbeitet. Zwar nicht wirklich gut aber annehmlich und hat gerade Mal 590 Euro gekostet und nun bekomme ich 250 Eur wieder dafür.

      Ich würde sie gern behalten, aber drei Flinten brauche ich nicht.
    • Eisenschwein wrote:

      Ich würde gerne den Schaft abändern, habe aber Angst dass die Treffer dann nach unten gehen.
      Was ist denn mit dem Gang zu einem professionellen Schäfter, der mit dir zusammen auf dem Stand mal Schaftmaße ermittelt?
      Ich weiss ja nicht, wo du wech kommst, aber bei mir in der Ecke wäre z.B. Rolf Schönlein ein Anlaufpunkt.
      Was sagen denn die Trainer bei dir im Verein?
      Oder was mit Verstellung einbauen? Dann hast du Variabilität.

      Eisenschwein wrote:

      Ja die war auch super. Ich hatte damals bei Frankonia drei Flinten auf dem Tisch. Eine Scirocco, eine Mercury und die Favorit. Die Favorit war von allen am besten verarbeitet. Zwar nicht wirklich gut aber annehmlich und hat gerade Mal 590 Euro gekostet und nun bekomme ich 250 Eur wieder dafür.

      Ich würde sie gern behalten, aber drei Flinten brauche ich nicht.
      Zur Verarbeitung der aktuell genannten drei Modelle weiss ich nix.
      Bei meiner Scirocco kann man in manchen Bereichen Frässpuren sehen, aber die sind bisher nicht an entscheidender Stelle. Allerdings war der Preis auch so gut, dass ich eh nicht anders konnte.
      Aber Frankonia hat für die Scirocco mittlerweile einen anderen Lieferanten.
      Was mir an der Forest im Vergleich zu diversen anderen aus dem Preissegment gefällt, ist die Basküle aus Stahl. Die anderen haben hier meist Alu.
      @ Magnum Opus:
      Das Problem bei Bockflinten ist, dass die Fertigung recht aufwendig ist. Das Laufbündel muss sauber zueinander verlötet sein, der Verschluss saugend schliessen. Aus dies Grund ist es kaum möglich, für kleines Geld lukrativ gute Flinten zu bauen.
      Selbstladeflinten sind da einfacher, obwohl die auch ihre Problemzonen haben.
    • Mein Verein hat weniger als 20 Mitglieder ohne eigenes Vereinsgelände und neben mir schießen noch 2 Leute aktiv Trap. Trainer oder sowas gibt's da nicht. Suhl ist nicht weit von mir. Da könnte ich mit Sicherheit so etwas finden. Aber ganz ehrlich, ich mach das zur Entspannung und für den Spaß und den hab ich sehr dabei. Ich schieß im Jahr meine 5-10 Wettkämpfe hier in der Region, dann noch Kreis- und Landesmeisterschaft und da bin ich ganz zufrieden mit den Ergebnissen.
    • Och, zur Entspannung kannste dir auch ein paar Stunden bei einem Schiesslehrer oder Schäfter nehmen und dir den Schaft anpassen lassen.
      Dann ist auch dein Jochbein entspannter :D .
      Zumindest von mir kann ich sagen, dass so ein halber Tag mit einem, der Ahnung und ein gutes Auge für dein Schiessen hat, viel Spaß macht.
      Man nimmt halt auch einiges an Wissen mit.
      Obwohl, mit deinen Ergebnissen kannst du ja eh schon nicht meckern...
    • Esti wrote:

      Obwohl, mit deinen Ergebnissen kannst du ja eh schon nicht meckern...
      Naja doch, im Schnitt hab ich eine 20/25 stehen. Damit reißt man in der Regel nichts. Letzte Woche hab ich eine 5 Kilo Gans mit 18/25 gewonnen :D musste zwar gegen 4 Mann stechen, aber dennoch ein Witz. Wenn ich irgendwann mal eine Musestunde habe, werde ich den Tipp berücksichtigen.