Walther Reign

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    • Da fehlte doch tatsächlich die Dichtung zwischen der Flasche
      und dem System. Sehr erstaunlich daß das bis 150 Bar dicht
      gehalten hat. Problem gelöst und jetzt ist Sie auch bis 232 Bar
      dicht. Und wo der Deckel schon mal ab war...
      Das fing gut an, um das System auszuschäften darf man 18
      (in Worten Achtzehn!) Schrauben lösen. Selbst wenn man nur
      den Abzug einstellen will müssen die raus.
      Was sofort auffällt ist der Systemblock aus Aluminium (da ist
      extra eine Öffnung im Schaft damit das auch wirklich jeder
      sehen kann) und ein großer Plasteblock für Magazinhalterung,
      Schlagventil und Abzug. Die Repetierung lässt sich mit nur 2
      Schrauben und einem Bolzen auf links umbauen. Das ist sehr
      durchdacht. Die Abzugstange ist mit Anlenkungen aus dem
      Flugmodellbau versehen, das gibt es häufiger und ist ok, nur
      die Hebel sind recht kurz.
      Die Pressluftflasche ist aus Aluminium und kommt von Luxfer.
      Das ist ein renommierter Hersteller der alles was Rang und
      Namen hat beliefert. Mit 200cm³ ist Sie nicht übertrieben groß
      aber für F-Land ist das ok. Ob man im Ausland mit 50 Joule
      damit auch zufrieden ist? Da habe ich leichte Zweifel.
      Der Regulator befindet sich im Alublock direkt an der Flasche.
      Er ist den bekannten Konstruktionen aus Dominator und Rotex
      sehr ähnlich, allerdings wurden alle von mir hier im Forum
      kritisierten Punkte verändert und zwar konsequent. Der Stößel
      arbeitet zwar immer noch gegen den Flaschendruck, aber die
      Bohrung ist so extrem klein daß das keinen relevanten Einfluß
      mehr hat. Gleichzeitig ist das auch die Durchflußbegrenzung.
      Die Dichtung ist auf den Stößel aufgesetzt und kann bei Bedarf
      gewechselt werden. Die vordere Dichtung auf dem Stößel ist
      jetzt aus PU und die Passung ist perfekt: Bohrung 5,80mm und
      Stößel 5,76mm - das sind 2 Hundertstel Spalt für die Dichtung!
      Die Einstellung erfolgt durch eine unabhängige Schraube die
      nicht für tragende Zwecke missbraucht wird, Sie ist von aussen
      zugänglich; man muss lediglich die Flasche abschrauben.
      Geht doch! Das ist wirklich gut gelöst, auch die Füllleitung wird
      ohne irgendwelche Wackelteile am Regulator vorbeigeführt.
      Unten im Systemblock ist eine Bohrung durch eine eingepresste
      Kugel verschlossen. Schade, da hätte ich mir einen Gewindestift
      gewünscht um ein Manometer anschließen zu können.
      Zwischen Systemblock und Schlagventil ist ein längeres Rohr in
      dem eine große Menge geregelte Luft vorgehalten wird. Das
      Ventil selbst ist in dem Rohr befestigt, dann kommt nur noch
      Plastik. Eine Verstellung für die Schlagfeder ist nicht vorhanden
      obwohl sich das geradezu aufdrängt. Möglicherweise betrifft das
      aber nur die F-Version?
      Der Transferport im Lauf ist wie bereits bei Dominator und allen
      Ableitungen rundherum ausgeführt. Das Abzugszüngel ist im
      Alublock gelagert, wackelt aber leider trotzdem etwas.
      Mein Fazit ist etwas gespalten, unter der Haube ist Sie viel besser
      als man das erwarten würde, aber für 900€ bekommt man auch
      bei der Konkurenz wirklich gute Waffen die nicht die billige Plaste-
      Anmutung haben. Ich gehe allerdings davon aus daß sich ein
      Preis wenig oberhalb von 700€ einpendeln wird und das ist Sie
      auch wert.
      Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
      Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.
    • Hier sind ein paar Bilder:


      Die Verspannung des Laufs


      Systemblock von rechts/links



      Magazinträger/Abzugseinheit von rechts/links



      Systemblock von unten


      Transferport im Lauf


      Details vom Regulator


      Das Magazin
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    • Meine ist nun auch angekommen. Gleich mal nen Kompensator, nen sling mount und ZF druff und ein Zweibein improvisiert montiert ( Lauf Adapter noch im Zulauf).
      Jetzt hab ich nur das Problem...was für ein Adapter brauche ich um den quick connector Schlauch der Handpumpe mit dem Füllstutzen der Walther zu verbinden. Könnte nirgendwo eine Gewindegrösse finden ( wird in der BDA nicht genannt). Jemand ne Ahnung?
    • Adapter zum befühlen ist nun bestellt.Jetzt heißt es warten, bis sie sich unter Druck beweisen kann, was sie hinsichtlich Präzision zu bieten hat.
      Ich möchte aber die Gelegenheit nutzen dennoch erste Eindrücke hier mitzugeben.

      Der häufig kritisierte Schaft zu erst. Der verwendete Kunststoff ist definitiv sehr robust und kratzerbeständig. Er ist dem der Air Magnum ähnlich, gefühlt aber ein ticken wertiger. Die einzige mögliche Optimierung, die man noch hätte ausschöpfen können, wäre er eine Gummierung am Griffstück, der Wangenauflage und des vorderen Schaftes. ABER: Holz wäre Konstruktionsbedingt unmöglich gewesen, da diese Bullpup integral und nicht aufsetzend, wie meist der Fall, aufgebaut ist. Sprich...die Konstruktion ist hier mal deutlich ne andere Liga, die sonst nur bei militärischen Bullpups zu finden ist.

      Der Abzug: kurz: er ist okay. Out of the box sehr sensibel eingestellt, geringer Vorzugsweg. Aber nicht annähernd dem Niveau einer Weihrauch (verglichen mit HW57). Warum verzeihe ich ihr das dennoch? Es ist ein Bullpup! Sprich, wer sich für eine solche Waffe entscheidet, dem sollten die konstruktionsbedingten Nachteile bewusst sein, die auch ihre Real Steel Verwandten schon immer hatten. Ein Abzug, der aufgrund der Konstruktion sich nicht direkt oberhalb des Griffstücks befindet ist nun mal nur durch indirekte Zugkräfte durchführbar. Das heißt auch ein Steyr Aug wird dahingehend den Vergleich mit nem AR15 stets verlieren.

      Zum “Knarzen”: ja es knarzt. Dies ist aber ein akustisches Phänomen und zumindest bei mir kein gefühltes. Es ist nämlich nicht der Abzugs Mechanismus, sondern ist akustisch am Lade-und Auslösemechanismus festzumachen. Würde mich nicht wundern, wenn dies bei jeder Waffe so ist, nur dass es durch Einbettung in einem Holzschaft und bei Nicht-Bullpups auch nicht unmittelbar unterhalb des Ohrs wahrgenommen wird. Ich vermute beim Auslösen des Abzugs unter Druck, wird man das nicht mehr feststellen, da die Druckfreigabe auf den Lauf, dies deutlich übertönen wird ( zweiter Nachteil einer Bullpup, vor allem bei den “scharfen”. Das “Peng” findet direkt unterm Ohr statt und nicht auf Höhe meines Abzugfingers).

      Haptik: ich für meinen Teil bin begeistert! Das Vieh liegt in der Hand als ob Orthopäden an der Konstruktion beteiligt waren :-)! Trotz Kunststoff ein ergonomischer Schmeichler ;-). Hab sie länger im Anschlag stehend auf einen Punkt gehalten um zu prüfen, wie es um die Zielstabilität bei gleichzeitigem Leichtgewicht steht. Da der Großteil der Waffe in der Schulter und in der Hand liegt/fixiert ist...krieg ich bei sauberer Atemtechnik einen stabilen Haltepunkt hin. Der Rest wird sich zeigen, sobald ich endlich Luft in den Tank kriege.
      Der Spann/Nachlademechanismus ist besser nicht zu lösen, er befindet sich exakt da, wo er anatomisch bei Menschen hingehört und ist blind, sofort und ohne Eingewöhnung Nutzbar. Die untere Picatinny ist für meinen Geschmack ein ticken zu weit vorne. Dies ist vermutlich dem geschuldet, dass er zur Anbringung von Bipods konstruiert wurde und nicht für Griffe. Hier werde ich mir wohl einen Riser gönnen, der die Anbringung eines angled Foregrips mehr Richtung Griffstück ermöglicht um gerade stehend die Reign noch besser fixieren zu können.

      Der strittigste Punkt: Der Preis. Oder soll man eher sagen der momentane UVP bei einer Neuerscheinung? Ich habe für meine nun 750 € gezahlt und halte DIESEN Preis im Anbetracht der Technik für gerechtfertigt. Beim Kauf für einen Preis von 899€ könnte man noch eine Gummierungsbeschichtung an den Kontaktflächen erwarten. Aber sonst ist das Meckern auf hohem Niveau, zumal der Preis wie bereits schon vorhanden, sich nach unten einpendeln wird. ( Glaub die CO2 Mpx kostete damals neu auch 90€ mehr als heute in den Portalen zu finden, ist also normal).

      Von mir das Fazit: Bullpup, the Marmite Gun. Entweder man hasst sie ( Look und angesprochene, aber bekannte Nachteile) oder man liebt sie ( kompakt, funktionell und futuristisches Erscheinungsbild). Die Walther Reign ist definitiv ein Bullpupableger, der einen Platz im oberen/mittleren Ranking ( der Bullpups) verdient hat. Wer Sie als Plastikspielzeug bezeichnet...versteht auch ein Land Rover als schlechten Sportwagen ;)
    • Dem stimme ich weitgehend zu. Der Kunststoff fühlt sich an
      der Oberfläche sehr hart an, fast schon wie aus dem 3D-Drucker.
      Vermutlich ist es das was vielen so negativ auffällt.
      Abzüge bei Bullpups gibt es auch in gut: AirArms, BSA, Calibrgun,
      Daystate, EDgun, FX und viele andere zeigen wie das geht.
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      Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.
    • Stimmt! ....die aber die 1000€ Mark allesamt deutlich durchbrechen.

      Aber...ein abschließendes Bild kriegt die reign bei mir auch erst, wenn die ersten Diabolos die Scheibe treffen ;-). Erfüllt sie den Zweck und lässt mir kleine, präzise Gruppen schießen.. dann hat sie in mir nen begeisterten Fan.
    • Klar sind die teurer. Mir ging es um diesen Satz:

      Kiwi2712 wrote:

      Es ist ein Bullpup! Sprich, wer sich für eine solche Waffe entscheidet, dem sollten die konstruktionsbedingten Nachteile bewusst sein, die auch ihre Real Steel Verwandten schon immer hatten. Ein Abzug, der aufgrund der Konstruktion sich nicht direkt oberhalb des Griffstücks befindet ist nun mal nur durch indirekte Zugkräfte durchführbar.
      Das widerlegen die genannten Hersteller deutlich.
      Sogar die Evanix hat einen ordentlichen Abzug.
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    • Da hast du recht! Ich kenne selbst halt nur famas, aug und sa 80. abgesehen davon dass militärische Abzüge eh kein match- Eigenschaften haben, sind die Unterschiede zu G 3, M16 a2 deutlich. Daher meine etwas niedrigere Erwartung.
      Das das auch anders geht... schön zu hören. Ehrlich gesagt würd mich das sogar super interessieren, wie die das hinkriegen? Kennst du irgendwelche Videos/ Reviews, die darauf detaillierter eingehen? Könnte mir eine elektrische Lösung vorstellen, was jedoch die Preise vermutlich noch höher schießen lässt.
    • Die Daystate ist elektrisch, die anderen bauen einfach
      nur vernünftige Abzüge ein. Die Übertragung mit einer
      Zugstange macht dabei kein Problem.
      In einem vernünftigen Abzug sind die Klinken halt nicht
      aus Zink sondern aus Stahl - aber das treibt natürlich
      den Preis.
      Daß das auch anders geht beweisen die Chinesen. SPA
      baut bekanntlich sehr preiswerte Waffen, die Abzüge sind
      trotzdem allesamt aus Stahl und nicht mal schlecht bzw.
      mit geringem Aufwand gut zu verbessern.
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