Holzgriffschalen für Umarex Colt Single Action Army

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    • Holzgriffschalen für Umarex Colt Single Action Army

      Habe mal einen eigenen Thread für die Griffschalenfertigung angelegt damit der geneigte Bauinteressent nicht immer den ganzen Thread zum Colt SAA durchsuchen muss.
      Dort habe ich ja bereits von meinen ersten Versuchen (in Buche) berichtet:

      mit sichtbarer äußerer Schraubenbefestigung/Halterung ab Seite 143 (Beitrag 2.849) und
      ohne ab Seite 147 (Beitrag 2.926)

      Aber jetzt zum Eiche - Projekt:


      Muß mich mal selbst zitieren (Colt SAA Thread Seite 148):



      Shotgun Willie wrote:

      Habe heute die linke Seite in Eiche angefangen. Magnete sind drin und
      passt wunderbar....aber...die Aussparung am unteren Rand außen (für den
      unteren seitliche Halt beim Original und die Aufnahme des Federbleches)
      ist etwas zu breit geraten. Wenn ich peche habe erhalte ich beim Schleifen und in Form bringen von Außen ein Loch und kann von vorn anfangen.
      Die richtige Stelle für die zwei Aussparungen zu finden ist ein Krampf.
      Habe jetzt schon die zweite Schablon angepasst...mal sehen....
      Schleifen kann ich aber erst, wenn die rechte Hälfte so weit ist.
      Brauche diese (die Linke) noch gerade und unbeschliffen für das
      Zusammenpressen der Schalen beim Einkleben der beiden Muttern. Übrigens
      hatte ich erst mit 2-K Knete Erfolg (beim 2. Versuch), davor habe ich
      versucht die Muttern einzuharzen. Aber das Zeig ist zu flüssig gewesen
      und lief wieder aus den leicht schrägen Löchern. Auch waren die Muttern
      und Schrauben in M2 zu lütt. Habe aufgebohrt und M3 genommen.
      Ich halte Euch auf dem Laufenden......
      Trotz des Hinweises auf den Gerbsäuregehalt der Eiche von @schaftholz habe ich weitergemacht...war einfach zu neugierig. Und mit Stahl (welcher wohl von der Gerbsäure angegriffen wird) haben die Umarexe ja eh nix am Hut.

      Also los geht's...

      Mein oben geschildertes Problem konnte ich mittels Kompromiss lösen:

      Habe die rechte Aussparung etwas nach links erweitert (damit nix Spiel hat rechts mit 2K-Knete aufgefüllt). Damit ist der Rahmen weiter nach Außen gewandert, wie am Blei zu erkennen ist - ist aber auch verdammt eng :|
      Das ist der Kompromiss:

      Mußte die bereits fertige Aussparung erweitern. Kann aber noch damit leben. Wollte mir ja eh nur das Gesamtergebnis ansehen ;) . Bin mir nicht sicher ob es mit Eiche zukünftig weitergeht...
      Also linke Seite erledigt (von Innen). Rann an die rechte Seite:

      Die Griffschale sollten wieder ohne sichtbare Schrauben sein, also mußte ich den Rahmen anpassen. Wie wenig Platz für die Muttern ist, ist auf den folgenden Fotos zu erkennen. Habe eine Kunststoffgriffschale (Rahmen bereits bearbeitet/beschliffen) angeschraubt und die Muttern dazwischen gelegt um das optisch zu verdeutlichen:


      Und hier die Fotos vom bearbeiteten Rahmen:


      Für mich jedenfalls so die beste Lösung...
      jetzt kann die innere Ausarbeitung der rechten Griffschale auch weitergehen:

    • Nachdem die Muttern mit 2K-Knete eingeklebt wurden ging es rann an die Schleifmaschine:

      Ab hier geht es nur noch per Hand weiter. Und im Endergebnis sieht es nach der Öl/Wachs - Behandlung dann so aus:


      Und ein Blick in's Innere:


      Ich hätte die Griffschalen gern wieder genauso schlank wie meine Buchengriffschalen gemacht, aber....


      Wie zu erkennen ist schimmern bereits die Magnete durch. Keine Ahnung wie ich das bei der Buche geschafft habe... jedenfalls eine weitere Lektion für mich:
      Statt 5mm starke Neodymmagneten werde ich 3 oder 4mm starke nehmen - die Kraft sollte reichen.
      Aber sollte mich mal jemand wegen diesen Eichen-Griffschalen fragen, kann ich immer noch darauf hinweisen, daß sie aus einer, aus Gettysgurg stammenden, Eiche gefertigt wurden ;)
      Hier jedenfalls das Gesamtergebnis:

      The post was edited 1 time, last by Shotgun Willie ().



    • Unterm Strich muß ich sagen, daß sich Eiche besch...eiden schleifen lässt. Die Grobporigkeit macht einem ganz schön zu schaffen. Das mit der Hand schleifen zieht sich dann bei mir immer über 6 - 8 Stunden hin. Immer wieder nur ein wenig schleifen, anhalten/kontrollieren und weiterschleifen...
      Und denkst Du dann, jetzt ist gut und hast alles mit Öl/Wachs behandelt, stellst Du dann erst fest, das hier und da noch mal geschliffen werden muß... :| ...naja was solls :D
      Am Ende freue ich mich doch über das Ergebnis.
      Und jetzt sieht es mittlerweile so aus:

      Ich hoffe das Ganze hilft dem Einen oder Anderen...
      In diesem Sinnne...

      Gruß Willie

      The post was edited 1 time, last by Shotgun Willie: Rechtschreibung ().

    • Sieht trotzdem richtig klasse aus mit der Eiche.... habe mir mal ein Schnitzmessergriff aus Eiche gemacht, durch die Grobporigkeit war der relativ schnell dreckig (schwarz), da man ja den Griff die ganze Zeit in der Hand hat und auch Schweiß daran ist....
      Aber nochmal - ich werd neidisch.... hast du echt gut gemacht....
    • Habe meinen "Nickel-Gold" - SAA mit Griffschalen aus Eiche versehen:

      Aber wenn du denkst, na ja... kannst das ja... Vergiss es !!! Habe wieder mehrere Versuche gebraucht bist die beiden Hälften erst mal ordentlich auf dem Rahmen saßen und kippelfrei passten.
      Aber im einzelnen...

      Erst mal den Rahmen vorbereitet und Magnete eingeklebt.



      Es hat sich erwiesen, daß flachere Magnete (die kleineren - 6x4mm) jetzt wie erhofft nicht mehr außen durch durchschlagen und mich am weiterschleifen hindern.


      Zwei Dinge gefallen mir nicht:

      Das geht besser....

      Und das passiert, wenn man es mit dem Bandschleifer zu weit treibt, alles mit dem Hintergedanken, daß die per-Hand-Schleiferei sich ätzend in die Länge zieht und man halt zuvor versucht maschinell so viel wie möglich abzutragen.



      Geht aber gerade noch... naja der Schuster hat halt die schlechtesten Leisten.

      So sieht's aus:



      Jetzt kommt noch das übliche abendliche Befingern, dann geht es noch mal per Hand an störende Stellen. Aber diese werden von mal zu mal weniger.

      Gruß Willie
    • holzgriff schalen werd ich meinem neuen (dauert noch) SAA 43 können ma schaun welche es dann noch gibt (SAA)
      und falls irgendwann mal die Sammlung so gut wie komplett ist wird entschieden wer noch welche bekommt :D
    • Ja, die sind echt toll, vor allem die akkurate Fräsarbeit innen ist noch besser als von Marmax.
      Das einzige, was man noch verbessern könnte, ist die Richtung der Maserung. Macht die doch mal etwa parallel zum Backstrap, bzw. noch einen Tick weiter nach vorn geneigt. Ich denke, das "fließt" optisch besser, hilft vielleicht auch strukturell, und entspricht auch eher dem Vorbild.

      Bzgl. Magnete: ich hab gerade eine zugewucherte Pinzette mit einem dicken Bart an Stahlfusseln von meiner Werkbank gefischt. Irgendwie ist die nur etwas magnetisch, weil sie wohl mal kurz einen Neodym geküßt hatte.
      Die hat aber alle Eisenkrümel aufgesaugt, die noch vom Polieren des LEP-Rahmens mit Stahlwolle in Reichweite herumlagen, ich war erstaunt, wieviel Abrieb da erzeugt wird.
      Also aufpassen, wo Ihr Eure Neodymknarren hinlegt. ;)
    • flupp... wrote:

      Macht die doch mal etwa parallel zum Backstrap, bzw. noch einen Tick weiter nach vorn geneigt.
      Werde das bei den nächsten mal probieren. Habe jetzt nur noch Buche da. Die wird aufgebraucht und dann seh' ich mich mal nach was anderem um.

      flupp... wrote:

      Die hat aber alle Eisenkrümel aufgesaugt, die noch vom Polieren des LEP-Rahmens mit Stahlwolle in Reichweite herumlagen
      So kann man auch aufräumen :D
      Hoffe das Anbringen der Schalen bei deinem hat geklappt.

      Gruß Willie
    • Ähmmm, ja... die liegen noch in der Grabbelkiste, bis mein Bastelzimmer voll auf Plaste, Messing und Holz umgestellt ist... :whistling:

      Die wollte ich dann beim 7,5er mit Anschlagschaft einsetzen, da verschwindet die kritische Stelle ohnehin im Messingklumpen.

      Stahlspäne vom Neodym tupft man übrigens am besten mit Klebeband wieder ab.
      Den Platz selbst habe ich dann mit meinem "Todesmagneten" (ein riesiger Neodymklumpen aus einem uralten 5,25" Serverlaufwerk), der zu dem Zweck in einer Plastetüte steckt, gereinigt. Wenn man den Magneten dann herausnimmt, fallen die Späne von der Tüte ab in den Müll, und der Magnet bleibt sauber.

      Buche kann man auch schräg zuschneiden ;)
      Ich hab leider nur stabverleimte hier zum Testen, und 2 Bangkirai Klötze für den Remington.