Startprobleme beim Diesel/ Ursache?

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    • Startprobleme beim Diesel/ Ursache?

      Moin. Mein Kia Soul Diesel springt seit ein paar Tagen schlecht an. Normalerweise machte der Anlasser ein paar (2-3) Mal "Assi assi" und dann sprang der Motor an. Jetzt ist es so, daß er bestimmt nach dem Vorglühen 7-8 Mal orgelt eher er anspringt. Fahre ich dann ne Minute und schalte aus. Springt der Motor danach wie gewohnt an.
      Gestern abend und heute morgen habe ich dann bei kaltem Motor einmal vorgeglüht, dann Zündung aus, nochmal vorgeglüht und dann gestartet. Der Motor sprang beide Male wie gewohnt an. Was könnte die Ursache sein? Habe leider erst am Mittwoch oder Donnerstag Zeit zum Händler zu fahren, aber ich möchte da auch nicht völlig unvorbereitet hin.

      Gruß und Dank
      Doly
    • Guten Morgen,

      damit ein Diesel kalt gut Startet, braucht er vor allem 2 Dinge. Eine gute Kompression und funktionierende Glühkerzen.
      Du hast geschrieben, dass der Motor warm wie gewohnt anspringt. Daher schließe ich den Nockenwellensensor eher aus.

      Das ist jetzt nur mal eine grobe Richtung in die es gehen könnte. Bei den modernen Fahrzeugen mit den unzählichen Sensoren und Aktoren, können so viele verschiedene Bauteile defekt sein.

      Genaueres kann dir erst die Werkstatt nach Auslesen des Fehlerspeichers und Durchführung einiger Prüfungen sagen.

      Gruß
    • Hallo Doly,

      vermutlich sind deine Glühkerzen verschlissen bzw. Defekt.
      Glühkerzen verschleißen über die Jahre und müssen irgendwann erneuert werden.

      Jetzt, wo es morgens schon mal etwas kälter ist, macht es sich bemerkbar.
      Es wird zum Winter hin jetzt immer schlimmer werden und wenn es richtig Kalt wird, wird dein Fahrzeug nicht mehr starten.

      Manchmal kann es aber auch ein Relais sein oder ein anderes Teil der Kaltstartvorrichtung sein.

      Trotzdem tippe ich auf die Glühkerzen.

      Deine KFZ- Werkstatt kann sicherlich einen Test durchführen und den Fehler beheben bzw. die Bauteile auswechseln.
      Planlos geht mein Plan los.
    • Eigentlich klingt es erst mal nach Glühlerzen. Aber bei einer defekten Glühkerze sollte sich auch eine Kontrollleuchte im Fahrzeug melden.
      Eine Undichtigkeit in der Einspritzanlage wäre auch mein erster Verdacht.
      Muss nicht offensichtlich sein sondern wahrscheinlich innere Undichtigkeit.
    • Das ist natürlich auch eine Möglichkeit. Steht das Fahrzeug länger, haut der Druck aus der Rail wieder in Richtung Tank ab. Startet man den Motor jedoch nach kurzer Zeit wieder, reicht der Kraftstoffrestdruck in der Rail noch aus, um den Motor zügig anspringen zu lassen.
    • Okay. Dann müsste der Anlasser/Motor aber eigentlich hörbar langsamer laufen beim starten...
      Dass der Starter den Motor normal gedreht bekommt, aber trotzdem nicht startet, kenn ich von Batterieproblemen so nicht.
    • Lieber Doly.

      Doly wrote:

      Jetzt ist es so, daß er bestimmt nach dem Vorglühen 7-8 Mal orgelt eher er anspringt.
      Lass Jemand anderen starten und geh zum Auspuff. Wenn beim orgeln so eine gräuliche Wolke zu sehen ist, die so ein bisschen wie Maggi riecht, dann sind es die Glühkerzen. Sind diese gut zugänglich, kann man die mit einem Überbrückungskabel und einem Nagel testen oder halt messen. Gibt es unendliche Youtubes zu.

      Noch ein Tipp: wenn die raus müssen, mit einer Spritze oder Strohhalm ein wenig Motoröl an das Gewinde. Durch warm/kalt zieht das da rein und das Rausschrauben geht leichter. Gib bei Googel Glühkerze abgerissen ein und Du weißt warum.


      Doly wrote:

      Habs gestern abend doch noch schnell in die Werkstatt geschafft. Laut Meister wäre die Batterie durchgemessen worden und muß ersetzt werden.
      Kann in Anbetracht des bevorstehenden Winters kein Fehler sein. Trotzdem auf die graue Wolke achten. Nicht zu übersehen.

      Liebe Grüße Udo
      Die friedlichsten Menschen,
      die mir bis jetzt begegneten,
      waren bewaffnet!

      The post was edited 3 times, last by BMP I ().

    • Ich komme einfach mal mit einer ganz anderen Theorie. Dieses Problem hatte ich vor ein paar Jahren auch. Bin damit noch monatelang rumgefahren. Irgendwann leuchtete der Ölwarnschalter auf. Natürlich bei der erstbesten haltemöglichkeit angehalten und über die Versicherung die Abschleppung des Autos in Auftrag gegeben.

      Nach kurzer Reperatur sprang er wieder an, wie am ersten Tag.

      Der Grund für mein Liegenbleiben war ein defekter Öldruckschalter. Kann mir bis heute nicht erklären, das seitdem die Sache mit dem Starten nicht mehr auftritt.

      Wie schon jemand anderes hier schrieb: Es gibt manchmal Sachen, die glaubt man nicht!

      Edit: Sorry. Habe gerade alle Beiträge durchgelesen. Problem wurde also schon aufgeklärt. :rolleyes:
      Zoraki 918, Zoraki 914, Röhm RG 88, Walther PP, Röhm RG 59, Reck Protector, Röhm RG 300 (2mal), Röhm RG 3
    • Die Batterie würde ich auch ausschließen. Eine schwache Batterie erkennt man schon daran, dass sich der Starter hörbar zu schwer tut, den Motor auf die Startdrehzahl (irgendwas um die 350-400 Umdreheung) zu bringen, damit er anspringt.

      Falls es tatsächlich die Glühkerzen sein sollten, gebe ich dir einen Tipp aus der Praxis. Beim Ausbau der Glühkerzen hat man 2 entscheidende Probleme. 1. Glühkerzen sind meistens sehr sehr lang im Verhältnis zur Dicke und 2. die Kerzen sind häufig mit Ruß und sonstigen Verbrennungsprodukten regelrecht in den Zylinderkopf geteert.
      Das Bedeutet, die Gefahr dass eine Glühkerze beim Ausbau am Kopf abbricht und der Rest im Zylinderkopf stecken bleibt, ist relativ hoch wenn man unerfahren ist.

      Es gibt verschiedene Lösungsansätze die Kerzen auszubauen. Einige schwören darauf, den Motor zB im Autobahnbetrieb knalle heiß zu fahren und dann im Anschluss direkt die Kerzen zu lösen (Nicht verwechseln mit Zündkerzen, diese sollte man unbedingt bei kaltem Motor ausbauen).

      Andere verwenden chemische Mittel (zB. Liqui Moly), um die Rußschicht etwas anzulösen.

      Für beide Methoden gilt aber, dass man die Kerzen nur mit einem Drehmomentschlüssel lösen sollte und zwar mit dem vorgeschriebenen Anzugsdrehmoment (Nur den Schlüsselaufsatz umstecken). Dadurch lässt sich recht gut vermeiden, dass die Kerzen abkrachen.