RG 8 - Auswurfstörungen ohne Ende

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    • RG 8 - Auswurfstörungen ohne Ende

      Moinsen,

      vor Kurzem konnte ich eine fabelhaft erhaltene RG 8 (PTB 412) bei eGun ersteigern. Direkt nach ihrer Ankunft bei mir, wollte ich selbstredend testweise ein Magazin verschießen. 8)

      Der Verkäufer hat mir die Pistole tiptop sauber und leicht geölt übergeben. Also sollte da keine Fehlerquelle zu benennen sein. Die Walther Kartuschen sind aus der gleichen Charge, wie die, mit denen ich in letzter Zeit problemlos gleichaltrige Rhömer (RG 800 und RG 9) und meine alte GPDA8 und PK 800 geschossen habe. Selbst der alte Commander von 1981 lief anstandslos mit der Munition!

      Ist die RG 8 besonders mäkelig oder einfach dafür berüchtigt, so jämmerlich zu funktionieren?

      Quasi jeder Schuss verursacht eine Auswurfstörung, bei der die abgeschossene Kartusche im Auswurf festhängen bleibt. Zieht man die raus, wird die folgende Kartusche dann meisst anstandslos aus dem Magazin zugeführt........... ||
    • Die Pistole wurde zu einem Zeitpunkt produziert, an dem diese Munition gute 600 Bar Gasdruck produziert hat.

      Heute erreichen die Patronen für diese Pistolen maximal 450 Bar, wenn nicht weniger.

      Dein Verkäufer hats korrekt gemacht.

      Alternativ besorg' Dir über Egun alte Munition.
    • Das gilt vielleicht für die alte PTB 154. Die 412er Baujahr 1990 sollte das auch mir der "schwachen" 8 mmK können.

      Selbst Pistolen von 1988 und sogar 1981!!!!! funktionieren mit diesen 8 mm Kartuschen, die ich gerade hier habe. Und DIE sind sicher für die ältere "starke" Munition ausgelegt !
    • Moin,

      Das habe ich auch mehrfach gelesen das die Ptb 412 die neue Munition vertragen soll. Ich habe beide Ptb hier. 154 und 412. Vertragen tut keine der beiden die neue Munition. Gestern erst wieder getestet,bleiben immer hängen. Einzige Abhilfe bei beiden Ptb's ist den Abschussbecher aufzuschrauben. Dann Rattern sie nahezu Störungsfrei durch.
      :ptb: Gruß *SSW-Fan* :ptb:
    • Die Unterschiede zwischen alter und neuer PTB sind dann wohl eher doch weniger ausschlaggebend, im Bezug auf störungsfreien Schießbetrieb.

      Ich werde die Tage erneut mit dem Abschussbecher probieren. Victory Kartuschen will ich jetzt nicht extra besorgen.

      Gut, wenn man sich anschaut, wie kurz der Lauf vor der eingeladenen Kartusche nur noch ist, ist es nicht verwunderlich, dass der Gasdruck für ein sauberes repetieren nicht reicht. Die Sperre ist ja auch nicht sooooo massiv.

      Na ja, bei meiner RG 8 handelt es sich auch eher um ein Belegexemplar für die Sammlung. Da die nicht exzessiv geschossen werden soll, wäre gute Funktion zwar schön, aber nicht so weltbewegend notwendig.
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      Die RG8 hat eine zu steile Zuführrampe, so dass die Munition nicht immer ordnungsgemäß zugeführt werden kann. Das betrifft einige dieser alten Baumuster mit steilen Rampen, sie sind extreme Divas und das waren sie auch schon damals mit der "stärkeren" Ladung. Es ist also ein konstruktionsbedingtes Problem.
      Die RG9 verwendete, glaube ich mich erinnern zu können, die gleichen Magazine wie die RG8, aber die Rampe ist anders und funktioniert deshalb tadellos. Auch heute noch mit der neuen Munition.
      Mit bereits abgeschossenen Hülsen auch aussagekräftige Repetierversuche starten zu wollen ist stets etwas vakant, da stimmen die Ausgangssituationen nicht mehr und es fehlt auch der Druck zum Auswerfer hin.
      si vis pacem para bellum
      und
      Waffen sind immer böse, Sex verwerflich und die Welt ist eine Scheibe... Ja nee, is klar
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      Wenn man tricksen will bei zu wenig Druck zum sauberen zurückführen des Schlittens, kann man sich mit einem 2ten Abschussbecher behelfen. Bei diesem das Gewindestück abtrennen und einen Schlitz quer zur Achse einsägen, damit man es mit einem Schraubendreher in den Lauf schrauben und lösen kann...

      Bei entsprechendem Werkzeug kann man natürlich auch ein Stück Alu nehmen und selber ein Gewinde schneiden, dann entsprechend aufbohren. Wichtig ist, das der Querschnitt des Gasaustritts aus dem Lauf verringert wird, so das mehr Rückstoßimpuls auf den Schlitten kommt.
      BDS-Western #2970
      FROCS #44
      Red River Trail Crew e. V. 1968


      Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)
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      erik_fridjoffson wrote:

      Wenn man tricksen will bei zu wenig Druck zum sauberen zurückführen des Schlittens, kann man sich mit einem 2ten Abschussbecher behelfen. Bei diesem das Gewindestück abtrennen und einen Schlitz quer zur Achse einsägen, damit man es mit einem Schraubendreher in den Lauf schrauben und lösen kann...
      Das ist ein sehr guter Einwand, habe ich auch schon mit Erfolg eingesetzt.
      Besonders auffällig und nötig erschien mir das bei den alten 8 mm K - Waffen GPDA, Reck Government (Knallhart laut damaliger Werbung im DWJ :D ) und die ganze Palette der Bruni-Me-SSW (Napoleon, General, Brigadier, ME 8 Police), die mit der neuen Munition einige Probleme haben.
      Bei der RG8 oder bei den G5 und wie sie alle heißen, wenn sie eine zu steile Zuführrampe haben, kommt dieses jedoch noch als Schwierigkeit hinzu und da hilft es leider nicht, den Staudruck zu erhöhen - die Kartuschen verkanten schnell oder drehen sich sogar um 180 Grad vor der Kammer, alles schon erlebt...
      si vis pacem para bellum
      und
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