Probleme mit dem Lauf des Colt SAA BB-Version

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    • Probleme mit dem Lauf des Colt SAA BB-Version

      Howdy miteinander!

      Mein erster Post und gleich eine tiefergehende Frage.

      Vorab. Ich bin seit Kurzem stolzer Besitzer des Colt Singel Action Army 7,5" US Marshal Limeted Edition in der BB-Vatiante.
      Schon nach den ersten 16 Schüssen gab's Qualitätsprobleme mit der CO2-Dichtung. Der Schraubring löste sich (bzw. war wohl von Anfang an verformt) und ließ sich nicht mehr ins Gewinde eindrehen. Hat mein Händler anstandslos getauscht.
      Aufgrund dessen suchte ich im Internet, ob es weitere Probleme mit dem SAA gibt um mich vielleicht schon vorab darauf einzustellen oder entsprechende Vorkehrungen zu treffen.

      Dabei stieß ich auf ein Problem, was offenbar nur die BB-Variante betrifft. Nach ca. 500 Schüssen mit Stahl-BB verformt sich der innere Lauf bis zur Funktionsuntüchtigkeit. Im Video wurde erklärt, daß Umarex diesen zwar kostenlos garantiebedingt tauschte, doch auch beim ausgetauschten Lauf das gleiche Problem nach 300 Schuss offenbar wieder auftrat.
      Hier mal der Link zum Video: youtube.com/watch?v=z3ffLjlyJLk

      Kennt jemand bereits das Problem?
      Wie sieht es mit den in Deutschland vertriebenen Revolvern aus? Haben diese eventuelle eine bessere Qualität?
      Und wo kann man den im Video gezeigten stärkeren Ersatzlauf beziehen?
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      Little Ben Dix

      The post was edited 1 time, last by Little Ben Dix ().

    • bdix wrote:



      Wie sieht es mit den in Deutschland vertriebenen Revolvern aus? Haben diese eventuelle eine bessere Qualität?
      ---Sie sind alle gleich gut/bis mäßig. Es sind Spaß-"Waffen" für wenig Geld. Was erwartest du da mehr? Ich habe neben scharfen erlaubnispflichtigen Waffen auch einige CO2-Waffen- zum Spaß, für mehr nicht. Auch den Colt SAA mit glattem Lauf. Aber ich habe mir für CO2 etwas fürs Leben gegönnt: Die originale russische Baikal Makarov. Die hat einen gezogenen Lauf und die kannst, da unkaputtbar, noch vererben. Sowas- wenn auch nicht western-mäßig- sollte man im Besitz haben. Wie du in meinem Avatar siehst, bin ich ein Western-Fan, aber eine wirkliche CO2-Qualitäts-Waffe sollte man im Haus haben. Im Anhang meine Makarov. Also überlegen für eine weitere Anschaffung.
      Waffen haben zwei Feinde: Rost und Politiker.
      Und: Ein Konsumidiot kauft Sachen, die er sich nicht leisten kann, um Leute zu imponieren, die er nicht leiden kann.
    • COLTSAA wrote:

      ... Es sind Spaß-"Waffen" für wenig Geld. Was erwartest du da mehr? ...
      Das ist mir schon klar. ;)
      Doch ich kaufte diesen Revolver um Spaß zu haben gleich mit 4500 BBs im Set. Wenn das Ding aber schon bei etwa 500 BBs die Hufe hochreißt, frag ich mich wo da der Spaß enden soll? Für die Vitrine war der Revolver eigentlich nicht gedacht.

      Den SAA gibt's ja mittlerweile auch als Diabolo-Variante mit gezogenem Lauf. Doch irgendwo las ich, daß man damit dann besser nur Diabolos schießt, weil man den Lauf mit Stahl-BBs beschädigt. Also entschied ich mich für den glatten Lauf um sowohl BBs als auch Diabolos schießen zu können.

      Die Makarov ist nicht so mein Fall. Und ein Waffenschein kommt für mich ebenfalls nicht in Frage. Zu teuer, Vereins-Pflicht und andere Repressalien und immer die sogenannte "Staatsgewalt" im Nacken, die "nur prüfen" wollen - nee danke.

      Wie ich ja im Startpost schrieb und im Video zu sehen, gibt es ja entsprechende bessere Ersatz-/Austauschteile. Würde mich echt mal interessieren, wo man die kaufen kann.
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      Little Ben Dix
    • Habe den Threat mal hier rüber geholt, da unter den Cowboys diese Problematik schon öfter diskutiert wurde und daher vielleicht einige von ihnen gute Tipps geben können.


      Grüße vom Major
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      _ _______ _ Home of CO2air Cowboys

      :cowboy: A cowboys work is never done! :knicker:
    • Excite Smart Shot in 4,5mm verkupferte Blei BB funzen in meinem SAA sehr gut! 4,4mm Blei BB (nr.9) wie sie für Haenel benutz werden gehen auch.... H&N prazisions- rundkugeln in 4,4mm verkupferte Blei BB gehen auch gut.... Müssten die vom okti auch passen!?

      Lustiger weise ist der SAA präziser wie die Baikal 654k trotz gezogenen Lauf.... Habe auch beide....
      Stahl BB würde ich bei beiden nicht nehmen.... Alle oben genannten funzen gut....
    • Oblatixx wrote:

      COLTSAA wrote:

      ... aber eine wirkliche CO2-Qualitäts-Waffe sollte man im Haus haben.
      Warum? Wozu?Wenn man Western-fan ist, sollte man eine Makarov haben?
      Wofür ist das Teil überhaupt gedacht? Sammlerstück für die Vitrine?

      Rundkugeln und der kurze Lauf erwecken nicht unbedingt den Eindruck dass damit wirklich geschossen werden soll, oder täusche ich mich?
    • Die Ursache ist wohl, daß die harten Stahl-BBs beim Übergang von Hülse zum Lauf manchmal oder immer etwas schräg in den Übergangskonus knallen, und dann mehr oder weniger quer in den Lauf rammeln. Dabei wird der Lauf an der Stelle langsam aber sicher zerdemmelt.
      Der Übergangskonus ist das federnde Teil am Laufansatz, was in die Trommelmündung einrastet.
      Der wiederum ist nicht fester Teil des Laufs, sondern ein extra Teil, in das der eigentliche Lauf lose von vorn hineingesteckt und nur durch eine Feder hineingedrückt gehalten wird. Da sind wieder Ungenauigkeiten, an denen sich die harte Stahlkugel austoben kann. Außerdem ist es möglich, daß der Lauf beim Durchwischen oder Schießen mit schwerer Munition mal unbemerkt aus dem Übergangskonus ausgehoben wird, und dann quer im Laufmantel klemmt. (die Stelle habe ich bei meinen mit Folie fest zusammengepreßt)

      Nebenbei hatte ich ab Werk auch schonmal einen krummen Lauf im 7,5"er, der schoß jedesmal woanders hin, weil sich der Lauf da drin frei drehen kann. Erst als der gerichtet und im Konus befestigt war, schoß das Ding halbwegs geradeaus.

      Abhilfe (oder besser Prävention) ist wie oben beschrieben nur noch mit Bleikugeln oder Diabolos schießen. Diabolos gehen genausogut oder sogar besser bzw. präziser als Kugeln, allerdings nur leichte Flachkopfdias um 0,5g.

      Gezogene Läufe werden nur mit Blei geschossen, siehst ja, was mit dem lumpigen glatten schon passiert mit Stahlkugeln, den feinen Zügen tut das erst recht nicht gut.
    • Little Ben Dix wrote:

      Howdy miteinander!
      Und wo kann man den im Video gezeigten stärkeren Ersatzlauf beziehen?

      Xavi Barrera (via Youtube) wrote:

      Fortunately, this time, I had already received the barrel that my friend Jason had sent to me. Jason, who had experienced the same problems with the bad quality of Umarex, had built a new barrel out of the barrel of a Daisy 880 BB/Pellets carbine.
      Schreibe den Videoersteller an, ob sein Freund Jason Dir auch einen neuen Lauf bauen kann.
      Gruß, Ralf
      Alt, aber bewaffnet. :thumbsup:

      Orbis non sufficit
    • Gute Idee, @NC9210 schrieb mal, daß berechtigte Personen sowas legal nachfertigen können, und wenn die Nachfertigung im Ausland jedermann gestattet ist, wäre der Einbau eines solchen Teils hier auch okay (solange die Leistung der Kanone im erlaubten Rahmen bleibt).

      Von Hawaii bis hierher dauert allerdings sicher so lange, daß Du das Ding sogar bei Umarex 2x reklamieren und reparieren lassen kannst, und Kumpel Jason muß das Ding auch erst machen, wenn er will.
      Ich würde Umarex das Ding solange reparieren lassen, wie die Gewährleistung anhält, beim 3. Mal hast Du ein Recht auf Wandlung (neues Gerät oder Geld zurück), oder mir gleich ein anderes geben lassen. Normal ist das nicht.

      Dabei fällt mir ein Problem ein, was ich mit meinem antik-Schofield hatte, also auch soein unbeschichtet mattes, stumpfes Gebilde wie Dein Marshal, was die Oberfläche angeht.
      Die anderen, glänzenden Versionen wie Nickel oder Blue haben eine Nickeloberfläche, die wesentlich leichter und besser gegeneinander gleitet als die stumpfen antik-Versionen, deren Oberfläche oxydiertes Zamak, also Zinkguß ist.
      Bei meinem Schofield trat nun deshalb anfangs das Problem auf, daß die Trommel durch die höhere Reibung am Laufkonus schwerer gleitet und deshalb oft nicht 100%ig einrückte, also etwas schief durch den Lauf feuerte. Das hat sich nach einiger Zeit dann eingelaufen, und nun schaltet er genauso zuverlässig wie die Nickelversion. Das könnte bei Deinem und ein paar anderen die Ursache für die extremen Querkräfte im Laufansatz sein.
      Ich hab mit dem Schofield von Anfang an nur Dias oder Bleikugeln geschossen, drum ist dem dabei nichts passiert.

      Also meine Empfehlung, gib den Marshal wegen der wiederholt auftretenden Probleme wieder ab und nimm die authentischere Blue-Version. Die ist unter dem Blau vernickelt, die Teile dadurch abriebbeständiger, das Abzugsgewicht geringer, und das Blau so empfindlich, daß sich der used-look sehr bald natürlich einstellt. Nebenbei kann man damit dann auch sowas machen

    • Danke für die bisherigen Antworten.

      Kurz zur Erklärung, noch habe ich das Problem nicht, da ich grad mal rund 50 Schüsse abgegeben habe. Ich stieß nur auf dieses Problem durch die vielen Recherchen im Netz und wollte vorbeugen, bevor es zu diesem Problem an meinem Peacemaker kommt.

      @flupp..., das bluefinish gefällt mir ehrlich gesagt gar nicht und ich glaube auch nicht, das dies authentischer ist. Was ich bisher an originalen SAA Revolvern gesehen hatte, ließ eher nach der "normalen" schwarzen Oberfläche ausschauen. Ist halt immer auch ne Geschmackssache. Der Vernickelte gefällt mir ja auch, doch hatte ich keine Lust ständig das Ding polieren zu müssen.

      Die Idee mit dem Garantietausch bis zum Ersatz eines Neuen ist sicher interessant, jedoch gehört der Marshall als Limited Edition sicher nicht in die Kategorie, ihn als "Produkt" austauschen zu wollen. Ich habe einen von 1200 Stück.

      @2erlei, darüber hatte ich auch schon nachgedacht, als ich das Video gesehen hatte, jedoch kann ich mir vorstellen, dass die Produktions- und Versandkosten den Neupreis eines SAA übersteigen. Deshalb war meine Frage ja so angelegt, ob es hier in unseren Breitengraden einen Händler geben könnte, der so was schon in größeren Stückzahlen als "Tuning-Teil" anbietet. Im gesunden Preis-Leistungs-Verhältnis versteht sich.

      Allgemein finde ich es irgendwie dreist, dass der SAA bei allen deutschen Händlern als BB-Version verkauft wird, obwohl meines Erachtens Umarex dieses Problem mit Sicherheit bekannt ist.
      Es ist gerade so als ob man, wie weit verbreitet in diesem Wirtschaftssystem, absichtlich die Colts mit einer eingebauten Sollbruchstelle versehen hat, damit man immer wieder neu kaufen muss.

      Vielleicht findet sich ja ein geschickter Metallbearbeiter mit Drehbank, der so etwas fertigen kann. Mir geht es nicht darum, den Revolver stärker zu machen als vorgeschrieben, sondern solider und langlebiger.
      Vorerst werde ich wohl meine verbliebenen 4450 Stahl-BB, die mit dem Set ausgeliefert wurden im Schrank stehenlassen und komplett auf Diabolo umsteigen. Ist zwar kostenintensiver beim Schießen, jedoch hoffe ich so die Lebenszeit meines Peacemakers um viele Jahre zu verlängern.
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      Little Ben Dix
    • Umstellen auf Pb ist wohl die sicherste Maßnahme. Das passiert sicher nicht mit allen BB-SAAs, die Stahlkugen verschießen, aber wohl doch immer wieder mal. Hier im Forum ist mir bislang nur einer bekannt, den das betroffen hat, den ebenfalls antiken von @Leoncito. Der im von Dir verlinkten Video war ebenfalls ein antiker, das stützt vielleicht ein bißchen meine Theorie mit dem unsauberen Transport wegen der rauhen Oberfläche.
      Wenn das so ist, besteht ja Hoffnung, daß Du Deine Stahlkugelbüchse irgendwann schadlos leerballern kannst, sobald sich Dein kostbares Sammlerstück richtig eingenuddelt hat.
      Die Flucht kannst Du ja mal mit einer Laufleuchte überprüfen, oder einfach probieren, ob der manchmal nach dem Spannen erst richtig einrastet, wenn Du die Trommel noch ein Stück per Hand weiterdrehst. Da reicht eine minimale Abweichung.

      Das Blau der Colts im 19.Jh. ist legendär, vielleicht so legendär wie der romantische Wilde Westen, den wir uns hier gern ausmalen. Der hat sich mit Sicherheit ganz anders angefühlt, und sicher war das Blau auch dunkler als bei den CO2-Dingern, und jedenfalls ohne diese blöde Tendenz zu violett und pink. Möglicherweise wird das Zeug auch mit den Jahren dunkler wie ein Rembrandt, und sicher haben die Originale als Gebrauchswaffen einiges mitgemacht, bevor sie in den Vitrinen der Sammler landeten.
      Ich hab leider nur eine Replik von Hege/Uberti, und die ist beinahe unverschämt blau. Dazu gab es die Empfehlung vom Hersteller, diese nicht zu schießen, wenn das Blau erhalten bleiben soll. Das Verfahren beim Hege-Blau ist aber nicht dasselbe, was Colt vor 150 Jahren genutzt hat, da es hierzu keine Aufzeichnungen mehr gibt.
      Nebenbei ist das Blau sehr abhängig von der Farbtemperatur des Lichts. Tageslicht und vor allem Sonnenlicht mit hohem Blauanteil verstärken den Blaueindruck, niedrigere Farbtemperatur wie Glühlampe läßt es fast nur noch schwarz aussehen.

      Läufe darf hierzulande nur ein Büchsenmacher einpassen, oder jemand, der sich eine entsprechende Berechtigung geholt hat. Metallarbeiter mit Drehbank ist zwar das Wesentliche, aber dem fehlt i.d.R. der behördliche Segen.
    • Howdy Cowboys,

      Ich muss Little Ben Dix zustimmen was die Optik der SAA betrifft. Der Antike macht für mich optisch auch die beste Figur (aber das ist ja immer Geschmacksache).

      Ich hab mittlerweile auch zwei Antike (Normal als Diabolo und Rangerausführung als BB) und die passen auch perfekt zur CLA.

      Freu mich schon wieder aufs CO2CAS im Oktober in Amberg. Da könnten wir dann ja mal mit zwei Revolver das klassische Schiessen probieren.

      So long :cowboy:

      Littlebigjohn
    • Ich sage mal 'zeitgemäß' wäre sicher die blaue Variante. Denn das, was wir heute antik nennen, hat auch mal fabrikneu angefangen, nämlich 1873. Ist natürlich Geschmackssache, aber ich habe einmal eine bis heute unbenutzte Coltwaffe gesehen, eine Handfeuerwaffenversion des Vorderlader-Revolvergewehrs. Das Ding war nicht nur fertigungstechnisch absolut unirdisch, sondern auch, was die Brünierung betrifft. 'Midnight Blue' kommt dem wohl tatsächlich am nächsten.
      Ich sage euch, sowas prägt.
      Der Uberti, den ich nun besitze, ist nicht annähernd so total stahlblau wie dieses Ding, ich glaube sogar, der Begriff selbst wurde nur für dieses Teil erfunden.
      Meine Fresse, war das ein Blau... Und was haben die das Ding davor poliert wie die Besessenen...

      Zur Munition und zum Lauf auswuchten kann ich so nix sagen, ich habe nur 6mm-Varianten. Angenehm pflegeleicht und unproblematisch. Keinerlei Ärger... Life's good.


      We have the Fossils - we win!

      The post was edited 1 time, last by Magnum Opus ().

    • Colts "Midnight Blue" ist unerreicht. Vor Jahren hat ein deutscher Büma x Anstrengungen unternommen um dieses alte Verfahren wieder zu beleben, ganz ist es ihm nicht gelungen, aber dennoch schön und abriebbeständiger als Ubertis "Charcoal Blue".
      Besitze einen Uberti eine Richards Conversion in .44 Colt sowie einen SAA mit Schwarzpulverrahmen in .45C, wunderschön zum Ansehen, aber als Holsterwaffe würde ich sie nie führen, ich fürchte desn Abrieb.
      Noch ein spezielles Blau habe ich an meinem Griswold + Gunnison. Zur Welt kam er als "1851 Rebell Navy", einem Bausatz mit Messingrahmen, mein bester Freund machte daraus eine G+G und hab ihn thermisch gebläut.

      Mitr
      Ich habe keine Probleme mit Lactose und Gluten. Als Ausgleich leiste ich mir ein paar Intoleranzen im zwischenmenschlichen Bereich.
    • Alte Mauserpistolen waren wohl auch sehr blau. Und die Smith & Wesson der Nachkriegsjahre tragen ebenfalls eine hübsche Farbe. Mann, so ein gebläutes LG hätte was...

      @Mitr Hast du mal ein Bild von dem Grisworld? "Thermisch gebläut" kenne ich bislang nur von Uhrenzeigern und -Schrauben.