Gessossbeschleunigung nach dem Austritt aus dem Lauf ?

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Eine interessante Fragestellung. Meine Gedanken dazu:

      Wenn das Geschoss den Lauf verlassen hat, hat die gesamte Waffe keinen Einfluss mehr auf dem Geschoss. Die Verwirbelungseffekte der austretenden Gase kurz nach der Mündung mal außer Acht gelassen.
      Aber woher soll diese zusätzliche Energie kommen, bzw. wie bringt man eine außenstehende Energiequelle nutzbar an dem Geschoss?

      Im Prinzip müsste eine Nachbeschleunigung nach dem Verlassen eines Laufes funktionieren. Das hat ja die Gyrojetpistole bewiesen. Allerdings hatten diese Raketengeschosse Kal. .50 und somit war genug Platz für einen Treibsatz.

      Railgun? Könnte in der Theorie funktionieren, scheitert aber an praktischer Ausführung. Um magnetische Kräfte auf ein Geschoss einwirken zu lassen, müsste das Geschoss sehr nah an den Spulen sein. Das wird mit durchschießen nicht machbar sein. Blei als nicht magnetischer Werkstoff geht aber, denn durch Wirbelstromeffekte werden auch solche Werkstoffe selbst zum Magneten. Die echten Railguns schießen mit großen Alupfeilen.

      Ein Umkonstruieren eines LG-Geschosses halte ich zumindest für F-Waffen für unmöglich, weil man das Geschoss nicht wesentlich schwerer machen kann. Es würde den Lauf nicht verlassen. Von der Länge ganz zu schweigen. Da sind auch enge Grenzen gesetzt. Ähnlich ist die Materialauswahl, wobei die Reibungskräfte nicht höher ausfallen dürfen, als beim herkömmlichen Bleidiabolo.
      Allerdings bezog sich die Ausgangsfrage nicht explizit auf dem Kal. 4,5 mm. Da gibt es auch im F-Rahmen mindestens 6,3 mm.

      Oder frei nach den Mythbusters, die der Fragestellung nachgegangen sind, ob man einen Tischtennischball auf Überschall beschleunigen kann.
      Kann man und sogar noch weit darüber. Das ging sogar erstaunlich einfach. Die haben eine kleines Rohr in eine Art Vakuumkammer umgebaut. Den Ball war nach Durchbrechen der Folie, die den Laufabschluss bildete, so schnell, dass es den Ball in der Luft zerlegt hat. Aber bei einem Dia bezweifele ich diese Art der Anwendung.

      Ein 15 mm Pyro für SSW beschleunigt sehr wohl. Zwar keine einfachen Leuchtsterne, aber die Pfeifer- und Ratterpatronen beschleunigen sichtbar, wenn auch das nicht erheblich sein wird.

      Aber es dürfte ein gesetzliches Problem ergeben. Nach jetziger gesetzlicher Regelung gibt es keine Munition für Druckluftwaffen, sondern nur Geschosse. Kartuschen- und Pyromunition ist nur für die jeweiligen passenden SSW zugelassen.
      Pyrogeschosse gibt es so nicht und dessen Herstellung wäre ebenso erlaubnispflichtig, alleine schon des Treibmittels wegen.

      Geschosse mit Stahlkern. Accelaratorgeschosse. Als Büchsenmunition verboten. Neuerdings sind auch die Geschosse selbst verboten. Fraglich wäre aber ein Diabologeschoss mit Stahlkern, was im Gegensatz zu heutigen (erlaubten) Geschossen so konstruiert ist, dass sich der Kern vom Geschoss trennt. Das rückt aber in gefährlicher Nähe zu den verbotenen Geschossen.
    • kriechelmann wrote:

      Würde Wetten das hat was mit dem Zielfernrohr ohne Metallteile zu tn oder???
      Das ist ein anderes Projekt :rolleyes:

      Also Gut. . . . .Ich will vieleicht einen "kleinen" Beschleuniger bauen Das Luftgewehr in 6,35mm als Anschubser.
      Ich habe soviele dicke Kondensatoren und Kupfer hier liegen, da muss was gemacht werden ^^

      Aber vorher muss wie leider immer das Rechtliche geklärt werden. . . .ist halt leider so in Deutschland :schland:
      "The right of the people to keep and bear Arms, shall not be infringed"
    • Solange kein Geschoß durch einen Lauf getrieben wird
      ist das derzeit vom WaffG nicht erfasst. Das wird sich
      aber bald ändern; also schnell entwickeln!
      Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
      Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.
    • Ohne Spaßverderber sein zu wollen: ich hoffe aus dem Vorhaben wird nichts - andernfalls sehe ich das :F: (und unsere Freude am Druckluft-Ballern) für die Zukunft in ernster Gefahr. Und die Zukunft des "Erfinders" wäre ebenfalls relativ vorhersehbar :knast: .

      Andererseits: "Alle sagten immer: das geht nicht. Und dann kam einer, der wußte das nicht und machte es."
      Auch das schnellste Pferd kann ein gesprochenes Wort nicht mehr einholen (chin. Sprichwort)

      I don't care what anybody says about me as long as it isn't true (Truman Capote)
    • Jan von Katzenbach wrote:

      Also Gut. . . . .Ich will vieleicht einen "kleinen" Beschleuniger bauen Das Luftgewehr in 6,35mm als Anschubser.
      Ich habe soviele dicke Kondensatoren und Kupfer hier liegen, da muss was gemacht werden
      Na da bin ich ja mal gespannt.
      Ich vermute mal stark, so ein Geschoss muss haarfein längs an den Magneten geführt werden. Um eine magnetische Wirkung auf dem Geschoss zu bekommen, dürften da Abstände um 1/10 mm nötig sein. Weiterhin muss das Timing stimmen, wie auch die Magnete mit linear steigender Frequenz als Linearmotor betrieben werden müssen und das sicherlich mit dem Eintritt des Geschosses synchronisiert werden muss. Ob das so einfach klappt?
    • HW45Wolf wrote:

      Eventuell ein Treibspiegelgeschoß?!
      Da würde er sich ziemlich strafbar mit machen, weil Treibspiegelgeschosse für Waffen mit gezogenen Läufen verboten sind.
      Ich halte die Idee für interessant, aber wenig zukunftsträchtig.
      Zum einen wegen der kommenden Waffenrechtsnovelle, wo ja garantiert was kommt, um Pfeilabschussgeräte mit einzudämmen. Das könnte für auch hier wirksam werden.
      Zum anderen haben solche Spielereien bisher nicht wirklich funktioniert, siehe Gyrojet.
      Außerdem sind Luftgewehre nicht für Mantelgeschosse ausgelegt. Ein reines Bleigeschoss zerlegt sich aber im Überschallbereich in der Luft.
      Und warum machen sich soviele Schützen über die Laufkrone Gedanken oder verbauen Separatoren?
      Weil das Geschoss nach Austritt aus dem Lauf nicht mehr geführt wird und empfindlich gegen Störungen ist, etwa Grate an der Mündung oder nachströmende Gase.
    • Esti wrote:

      Da würde er sich ziemlich strafbar mit machen, weil Treibspiegelgeschosse für Waffen mit gezogenen Läufen verboten sind.
      Das ist eine ganz andere Baustelle. Hier wurde nur
      ein unglücklicher Begriff verwendet.

      Esti wrote:

      Zum einen wegen der kommenden Waffenrechtsnovelle, wo ja garantiert was kommt, um Pfeilabschussgeräte mit einzudämmen. Das könnte für auch hier wirksam werden.
      Um Pfeile geht es ja nicht.

      Esti wrote:

      Ein reines Bleigeschoss zerlegt sich aber im Überschallbereich in der Luft.
      Wie kommst du darauf? Das ist nicht so.

      Esti wrote:

      Und warum machen sich soviele Schützen über die Laufkrone Gedanken oder verbauen Separatoren?
      Hier geht es um eine Rail-Gun. Die arbeitet völlig anders.
      Die Luftpumpe soll wohl zur Starthilfe dienen. Ich denke aber
      nicht daß das überhaupt nötig ist. Die Teile haben mehr als
      genug Energie.
      Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
      Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.
    • Users Online 1

      1 Guest