Weihrauch HW 35 (ca. 1975) Restaurationstagebuch

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    • Weihrauch HW 35 (ca. 1975) Restaurationstagebuch

      Liebe co2air - Gemeinde,
      ich grüße euch als Neuer ganz herzlich und finde es Klasse wie viel Wissen hier im Forum durch euch archiviert wird.
      Durch die Umbauten von Ferrobell inspiriert möchte ich euch meine HW 35 Restauration nicht vorenthalten.

      Zum Luftgewehr selbst :

      Leider habe ich überhaupt keine Ahnung wann das Gewehr produziert wurde, denn nirgends ist eine Seriennummer zu finden.
      (Vielleicht weiß jemand von euch ja mehr :thumbsup: )
      Ich schätze das Baujahr des Gewehrs auf um die 1975, da es bereits eine einseitige Schusssicherung (links) aufweist.

      Leider habe ich versäumt ein Foto vom Zustand vor meiner Bearbeitung zu machen, aber es war ganz fürchterlich verrostet, überlackiert/ überbrüniert und was ich nicht alles von dem Gewehrchen runtergekratzt habe.
      Auf den Fotos gut erkennbar leidet der Stahl unter hartnäckigen Rostnarben, trotz der intensiven Behandlung mit dem Sandstrahler, Schleifpapier und der Pfeile.

      Der Schaft war ebenfalls ziemlich ramponiert und hatte Wasser gezogen. Also schleifte ich diesen ebenfalls ab.
      Wie man sieht versuche ich den Pistolengriff des Schaftes etwas hervorzuheben. Insgesamt soll auch der Look etwas schlanker und eleganter daher kommen, daher stehen auch hier umfangreiche Schleif - und Hobelarbeiten an.

      Nicht wundern : ich hatte hier schon einmal mit Leinöl ausprobiert wie die Farbe des Holzes später aussieht, da ich ungerne Beizen möchte.

      Liebe Grüße von mir und bis bald!

      Edit:
      Leider konnte auch der BüMa nichts zum Baujahr der HW 35 sagen. Der F-Stempel am Lauf und die Tatsache, dass die Originale Feder gekürzt wurde spricht jedoch für eine Nachstempelung des Lufgewehrs durch einen BüMa.
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      Wahnsinn ist es immer wieder das Selbe zu versuchen und ein anderes Ergebnis zu erwarten. - Albert Einstein

      Der Kluge lernt aus allem und jeden, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. - Sokrates

      The post was edited 2 times, last by azoniel: Rechtschreibfehler korrigiert x2 +Update zur Geschichte des Luftgewehrs ().

    • Das sieht ja schon ganz gut aus! :)

      Hast du das Metall mit der Hand blank geschliffen?

      Ein paar kleine Tip's von mir:

      Wenn du den Schaft schon mit Leinöl behandelt hast, wird es eventuell auch schwer mit beizen.
      Ich würde auch kein Leinöl nehmen sondern Leinölfirnis, weil es schneller trocknet und später auch einen seidigen Glanz verleiht. Reines Leinöl trocknet, glaube ich nicht richtig und könnte ranzig werden.

      Den Abzugsbügel würde ich auch mit einer Versiegelung einreiben, damit er nicht anläuft.

      Man sieht, das du das Griffstück ausgeformt hast. Bist du Linksschütze?
      Da ist es wichtig, das du den Schaft immer wieder in die Hand nimmst und so bearbeitest, das er sicht gut in der Hand anfühlt. Der Schaft darf aber nicht zu dünn werden, weil er sonst brechen könnte.

      Willst du das System selber brünieren oder brünieren lassen?

      Schöne Grüße

      Heiko
      Planlos geht mein Plan los.
    • Dankeschön! :)
      Ja ich schleife das in langwieriger Handarbeit mit Blut und Schweiß. ^^

      Den Tipp mit dem Firnis nehme ich gern an.

      Die Kerben in dem Pistolengriff sind rein für die Optik. Ich habe relativ kleine Finger. Schießen kann ich mit beiden Händen, aber das mache ich eher mit rechts.

      Der Stand ist Work in Progress, ich kann mal ein Foto meiner Diana 27, welche ich vor zwei Wochen „gerettet“ habe posten, damit man ein Gefühl für mein Vorhaben bekommt.

      Das System wird nicht brüniert sondern von mir (Kleingeld vorausgesetzt) galvanisiert. Erst in Kupfer, dann in Chrom.
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    • Hallo erst mal von mir, du hast mir schon einiges voraus, die Restaurierung meiner HW35
      (noch ohne Sicherung und mit Fischhautschaft) steht aus Zeitgründen erst im Herbst/Winter an.
      Das Behandeln mit reinem Leinöl aus dem Lebensmittelmarkt ist sicher besser für deine Atemwege, weil ohne Lösungsmittel. Es härtet an der Luft auch aus, allerdings kann der Härte prozess 6-8 Wochen dauern! Ich hab das am Korpus einer Bassgitarre gemacht.
    • Hi Lolan2000,

      heute war mein erster Tag an dem Projekt. Ich drück dir bei deiner Restauration beide Daumen für ein gutes Gelingen!
      Wenn du angefangen hast kannst du uns ja mal ein paar Fotos zeigen

      Leinöl und Leinölfirnis haben beide Vor und Nachteile, aber danke für den Tipp mit der Ausdünstung, daran habe ich noch gar nicht gedacht :D - da ich Asthmatiker bin bleibe ich doch bei reinem Leinöl.
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    • azoniel wrote:

      Das System wird nicht brüniert sondern von mir (Kleingeld vorausgesetzt) galvanisiert. Erst in Kupfer, dann in Chrom.
      Das funktioniert?
      Ich hätte gedacht, das dann zuviel Beschichtung aufgetragen wird!
      Die Beschichtung ist doch dann auch in dem System und in dem Lauf?
      Wie sieht es dann mit den genauen Passungen aus und mit der Präzision?

      Leinöl benötigt sehr lange um auszuhärten!
      Leinölfirnis ist nach 48 Stunden hart.
      Planlos geht mein Plan los.
    • Klar geht das :D .
      Pro Schicht trage ich zwischen 1-2 mikrometer Material auf das System auf. Beim Schleifen des Systems nehme ich etwa 5 mikrometer oder sogar mehr Material weg.
      Mit nen Labornetzteil anständigem Elektrolyt und einem Anodenstift mit Tampon trägt man super wenig von dem Material auf.

      Jede Lackierung ist dicker.

      P.S. In den Lauf kommt kein Elektrolyt. Das wird mit nem „Schwamm“ aufgetragen. Bitte taucht das System nicht in Elektrolyt.

      Hier mal n Video - ist zwar Werbung aber zeigt das Prinzip ganz gut :
      Wahnsinn ist es immer wieder das Selbe zu versuchen und ein anderes Ergebnis zu erwarten. - Albert Einstein

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      The post was edited 1 time, last by azoniel ().

    • Möchte evtl. demnächst einen FWB300s Schaft bearbeiten. Weiss auch nicht, ob beizen oder ölen?
      Hab das noch nie gemacht. Muss mich da mal richtig schlau machen, was da besser ist.
      Glücklicherweise ist mein Chef Schreinermeister und anerkannter Restaurator.
      Bilder werden dann in einem extra Trööt folgen.
      Gruß Alex
      :knicker: Feinwerkbau FWB 300S - Weihrauch HW30s (K) TbT - Weihrauch HW40 - Diana 240 Classic - Diana Chaser Rifle - Diana Twenty One FBB - Baikal MP61 - Perfecta32
    • Alexus040474 wrote:

      Möchte evtl. demnächst einen FWB300s Schaft bearbeiten. Weiss auch nicht, ob beizen oder ölen?
      Hab das noch nie gemacht. Muss mich da mal richtig schlau machen, was da besser ist.
      Glücklicherweise ist mein Chef Schreinermeister und anerkannter Restaurator.
      Bilder werden dann in einem extra Trööt folgen.
      Gruß Alex
      Super! 8o

      Da freue ich mich auch schon drauf! :thumbup:
      Planlos geht mein Plan los.
    • In der Reihenfolge :
      Beizen
      Ölen
      Wachsen
      ————-
      Wenn der Schaft geölt oder gewachst wurde kann das Holz keine Beize (oder nur schwer ) mehr aufnehmen.
      Beizen würde ich auch nur um den Farbton zu ändern.

      Du könntest alternativ den Schaft auch nur wachsen, oder nur ölen. Alles ist machbar (Lackieren, farbiges Öl etc. ) und Geschmackssache - je nach dem welches Ziel du erreichen willst.

      Der Schaft meiner Diana mod. 25 bspw. wurde nur mit Wachs behandelt.
      Wahnsinn ist es immer wieder das Selbe zu versuchen und ein anderes Ergebnis zu erwarten. - Albert Einstein

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    • azoniel wrote:

      je nach dem welches Ziel du erreichen willst.
      Ziel ist es, die Maserung hervorzuheben. Evtl. ein schöner Mahagoni Look. Ich stehe auf etwas dunklere Schäfte, wo die Maserung aber schön zum Vorschein kommt.
      Wenn ich vorher die alte Farbe abbeize, muss ich die Punzierung auch abbeizen, oder bleibt die aussen vor?
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    • Je nach dem. In deinem Fall würde ich die Punzierung nicht freiwillig zerstören, wenn du wieder eine haben möchtest, denn eine neue Punzierung oder gar Fischhaut in den Schaft zu schnitzen ist sehr schwierig und aufwändig.

      Hier könntest du um die Punzierung herum arbeiten ( falls sie noch gut aussieht). Den Schaft schleifen von 120-1000er Körnung, in der gewünschten Farbe beizen und anschließend immer wieder mit Leinöl oder Leinölfirnis behandeln.
      Aber wie gesagt das schöne am selber machen ist ja, dass man kreative Freiheiten hat. :thumbsup:

      Einfach machen. :thumbup:
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    • Moin,
      die letzten 6 Schäfte habe ich alle geölt,hatte für mich neu Verfahren angewendet.
      Zum ersten mall habe ich das Öl,im warmen Zustand(ca.bei 30° )mit einem Lapen auf die Schäfte,alle 20 minuten aufgetragen.
      Mein eindruck war sehr positiv,die Schäfte haben es besser reingezogen,als im kalten zustand.
      benutzen tue ich immer Shellsol T(als Verdünung).+Leinölfirnis von Kremer Pigmente.für die erste Ölung Mischverhältnis 1:1 bei jedem Schaft .
      Die zweite Ölung Firnis pur.


      @alex bei meiner FWB 300S,und bei anderemn Gewehren,sind es die Walnuss Schäfte,die habe ich nur geölt,

      alle anderen Schäfte sind Buche,die habe ich zum teil gebeizt,und dann geölt.

      Uns allen einen entspannten Vatertag.
      Gruss Andrej
    • Frohen Vatertag an alle Väter!

      Die Idee die Punizerung/Fischhaut mit einer sanften Behandlung durch Glasperlenbestrahlung zu erhalten find ich klasse!

      Edit:

      Das merke ich mir wenn meine HW 97k irgendwann mal abgefummelt ist. :D
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      The post was edited 1 time, last by azoniel ().

    • Hallo liebes Forum!

      Heute war ich zwecks poröser uralt Lederdichtungen bei meinem BüMa und habe mir eine neue Lauf und Kolbendichtung gegönnt.

      Auf den Fotos kann man die alten und die neuen Dichtungen sehen.

      Leider hatte der BüMa keine 7,5 J Federn für das System vorrätig, dann werde ich wohl im Internet welche bestellen müssen.

      Hat da jemand gute Erfahrungen gemacht und kann mir evtl. eine Feder empfehlen?

      Liebe Grüße!
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    • Cool danke 8)

      Ich werde die mal ausprobieren!

      Edit:

      Ist das die F-Feder für das Luftgewehr?
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    • Heute hatte ich leider nicht ganz so viel Zeit.

      Lediglich der Schaft wurde heute mit der Stichsäge, Multitool sowie Pfeilen und Schleifpapier bearbeitet.

      Der vordere Schaft hat ca. 120g verloren und der hintere ca. 50g.

      Noch bin ich nicht zu 100% zufrieden, vor allem da meine improvisierte Dekupiersäge nicht ganz grade gesägt hat <X .

      Naja dann wird halt geschliffen bis es mir gefällt, aber erstmal ein Foto für euch :
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