Revolver .380: Melcher ME 38 Pocket, PTB 705

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Revolver .380: Melcher ME 38 Pocket, PTB 705

      Hallo Revolverfreunde!

      Letztens war ich wieder einmal unvernünftig, und habe bei einer Sofortkauf-Auktion günstig einen Melcher ME 38 Pocket erstanden, leider ohne Abschussbecher, dafür mit 78 Schuss der herrlichen SK Schönebeck 9 mm RK Munition dabei. Außerdem ist der Revolver mit einem nicht standardmäßigen, sehr gut in der Hand liegenden Holzgriff ausgestattet. Den Abschussbecher nachzukaufen, sollte aber kein Problem sein.



      Der Revolver ist 1998 beschossen worden, also doch knapp über 20 Jahre alt, und wirkt wenig benutzt und recht gut gepflegt. Man beachte den Hinweis des Herstellers auf dem gelben Zettel, doch möglichst keine Schwarzpulverpatronen zu verwenden.



      Nennenswerter Verschleiß ist überwiegend nicht erkennbar, die Gebrauchsspuren halten sich absolut in Grenzen. Selbst der Trommelkranz wirkt fast noch wie neu, siehe Bild oben. Nur an der Trommelvorderseite (Bild unten) finden sich ein paar Spuren, doch dazu später mehr.



      Die Mündung sieht von vorne sehr gut ("gefährlich") aus, da die Sperre weit hinten liegt.



      Das Laufgewinde ist ein Standard M10. Der Lauf ist leicht zu reinigen, weil trotz der Sperre noch großzügig Platz darin gelassen wurde.



      Der Trommelspalt ist sehr gering, nur ca. ein halber Millimeter. Die Trommel hat ein leichtes Längsspiel. Spannt man den Revolver mit dem Lauf nach unten gehalten, schleift die Trommelvorderseite etwas am Laufeingang, und das Spannen geht sehr schwer.

      Hier die vermutlich dadurch etwas am Rand verschlissene Trommelvorderseite:



      Generell ist der Revolver ME-typisch etwas schwergängig. Aber mit nach oben gehaltenem Lauf geht das Spannen oder Abziehen im Double Action Modus viel leichter, da dann die Trommel nicht schleift.

      Hält man den Revolver mit der Mündung nach oben, ist nämlich der Trommelspalt dem Spiel entsprechend etwas breiter, aber immer noch kaum einen Millimeter groß. Die Energie der Kartuschen sollte hiermit, auch dank relativ "freier Bahn", ziemlich gut ausgenutzt werden können.

      Die Qualität und Verarbeitung ist für den Preis insgesamt absolut in Ordnung. Selbst an einen Stahlstoßboden wurde gedacht, siehe Bild unten.



      Alles in allem scheint der "Pocket" ein recht ordentlicher und strapazierfähiger Silvesterrevolver zu sein. Allzu viel darf man in dieser Preisklasse aber nicht erwarten. Wer einen etwas leichteren Abzug und mehr Stahlteile möchte, ist mit einem Weihrauch HW 37 sicher besser bedient.

      Mal sehen, was ein kleiner Test mit Pyromunition an Erkenntnissen bringen wird.

      Grüße

      sureshot

      The post was edited 1 time, last by sureshot ().