Tuning- Züngel Weihrauch Rekord Abzug

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    • Tuning- Züngel Weihrauch Rekord Abzug

      Hier stelle ich einen Eigenbau eines Tuning- Abzugs- Züngel für den Weihrauch Rekord Abzug vor.

      Man benötigt für den Eigenbau ein 6mm Flachstück aus Aluminium oder Messing, eine Anreißnadel oder einen Stift, eine Säge, Halbrundfeile, 2mm und 3,5mm Bohrer, 2x Madenschraube 4mm, Gewindeschneider 4mm, etwas Schleifpapier und eine Polierscheibe mit Polierpaste.




      Als erstes zeichnet man das Züngel auf das Metall und schneidet es grob aus.
      Ich habe Messing genommen und es mit der Bandsäge ausgesägt.


      Als nächstes spannt man das augeschnittene Züngel in einen Schraubstock und bringt es mit der Halbrundfeile in Form.


      Zwischendurch kontrolliert man, ob alles richtig passt.


      Als nächstes nimmt man einen 3,5mm Bohrer und bohrt 2 Löcher, wo später ein 4mm Gewinde hinein geschnitten wird, damit man die 4mm Madenschrauben, zur Vorzugsweg und Druckpunktverstellung einschrauben kann.
      Ich habe dafür das Züngel in einen Schraubstock eingespannt und die Löcher mit einer Ständerbohrmaschine gebohrt.


      Wenn das Gewinde fertig ist, nimmt man die 4mm Madenschrauben, schleift die Kopfe rund, poliert diese und schraubt sie in das Züngel.
      Dann setzt man das Züngel in den Abzug, spannt alles in einen Schraubstock, damit nichts verrutscht, und bohrt mit dem 2mm Bohrer durch das Abzugs-Gehäuse und Züngel gleichzeitig das Loch für den Befestigungsstift.
      Dann entgratet man alles, entfernt Späne und Schmutz, poliert das Züngel, schmiert alles ein wenig und setzt das Züngel mit dem Stift ein.


      Fertig ist der Tuning- Abzug mit vorverlagerten Drehpunkt.
      Ich habe das Züngel so geformt, das es weiter zurückversetzt ist.
      Zusätzlich benötigt man dazu eine kürzere Madenschraube zur Abzugsgewicht- Verstellung, weil die Original- Schraube im Weg sitzen würde.
      Jetzt hat man insgesamt 4 Schrauben, mit dem man den Abzug nach seinen eigenen Geschmack sehr fein einstellen kann.

      Planlos geht mein Plan los.
    • Ich habe alle Abzugsklinken nun poliert und den Abzug eingestellt.
      Zusätzlich habe ich an dem Züngel noch auf auf beiden Seiten eine kleine Unterlegscheibe, bei dem Niet eingesetzt.
      Durch den nach vorne verlagerten Drehpunkt, ist der Abzug nun sehr leichtgängig und das Abzugsgewicht lässt sich extrem reduzieren.
      Einzig der Druckpunkt könnte noch ein wenig klarer sein.
      Vermutlich werde ich noch ein Züngel bauen, wo die Schrauben ein klein wenig weiter auseinander sind.
      Davon verspreche ich mir einen klareren Druckpunkt.
      Planlos geht mein Plan los.
    • Da mir der Druckpunkt von meinem selbstgebauten Abzug noch nicht gefiel, habe ich mir noch einen Abzug aus Aluminium gebaut und die Verstellschraube für den Druckpunkt, weiter nach hinten gesetzt.
      Jetzt ist der Druckpunkt sehr klar. Allerdings erhöht man dadurch auch wieder das Abzugsgewicht.
      Man muss also einen Kompromiss finden, zwischen klaren Druckpunkt, mit erhöhten Abzugsgewicht oder wenig Abzugsgewicht mit nicht ganz so klaren Druckpunkt.
      Ich werde den Abzug noch weiter optimieren, bis ich den besten Kompromiss gefunden habe.



      Übrigens sind Kommentare erlaubt! ;)
      Planlos geht mein Plan los.
    • ...Einfach...und doch praktisch gelöst :)
      Lach..wenn Du fertig getüftelt hast, kannst noch vom Idealen Züngel ein 1:1 Plan hier ablegen...dann können es alle nachbauen :)
      ...fürchte nicht den Wind...denn ich bin der Sturm...
    • MadKai wrote:

      ...Einfach...und doch praktisch gelöst :)
      Lach..wenn Du fertig getüftelt hast, kannst noch vom Idealen Züngel ein 1:1 Plan hier ablegen...dann können es alle nachbauen :)
      Ich denke bei meinem nächsten Züngel sollte alles passen.
      Ich werde das Züngel auch so bauen, das es mit der Verstellung, bündig zum Abzugsbügel ist.
      Dann bekommt noch ein befreundeter Schütze ein Muster von mir zur "Qualitäts- Kontrolle".

      Vielleicht setzte ich dann die Maße hier herein oder gehe selber in Serie. ;)
      Planlos geht mein Plan los.
    • Wenn da jetzt noch ne Fischhaut drin wäre.... ;) :D

      Im Ernst: Sieht gut aus das Aluzüngel. Bin ein wenig neidisch auf deine "Metallfähigkeiten". Die geschaffene Einstellmöglichkeit gefällt mir richtig gut.
      Optisch finde ich es noch etwas eckig, (also die vermutete Hapitk) wie fühlt es sich denn am Finger an?
      Schönen Gruß
      Michael

      Sommer ist solange die Pfütze nicht zufriert!
    • Schütze Benjamin wrote:

      Wenn da jetzt noch ne Fischhaut drin wäre.... ;) :D

      Im Ernst: Sieht gut aus das Aluzüngel. Bin ein wenig neidisch auf deine "Metallfähigkeiten". Die geschaffene Einstellmöglichkeit gefällt mir richtig gut.
      Optisch finde ich es noch etwas eckig, (also die vermutete Hapitk) wie fühlt es sich denn am Finger an?
      Dankeschön! :)

      Ich habe dem Abzugszüngel noch nicht den letzten Feinschliff gegeben, weil es ja noch wieder erneuert werden soll und es mehr oder weniger noch ein "Prototyp" ist. Aktuell bin ich ja noch in der Erprobungsphase, und habe bis jetzt 3 Züngel gebaut, die noch nicht optimal sind. Mit jedem Bau lernt man aber dazu. Ich musste erst einmal testen, welcher Abstand der Schrauben, zum Drehpunkt optimal ist, um einen leichtgängigen Abzug mit klaren Druckpunkt zu erhalten.

      Das 1. Züngel hatte ich zu klein gebaut.

      Dort hatte ich den Drehpunkt, bzw. die Bohrung für den Niet nicht weit genug nach vorne gesetzt.

      Beim 2. Abzug habe ich den Drehpunkt so weit nach vorne verlegt, wie es geht.
      Das 2. Züngel geht auch sehr leichtgängig! Man kann das Abzugsgewicht extrem damit reduzieren.
      Leider geht das geringe Abzugsgewicht auf lasten den Druckpunkt. Der war zwar noch deutlich zu spüren, fühlte sich aber etwas zu leichtgängig an.

      Deshalb habe ich beim 3. Züngel die hintere Verstellschraube, etwa 2- 3 mm weiter nach hinten gesetzt. Auch wollte ich ein gerades Züngel mal ausprobieren.


      Hier ist der Druckpunkt jetzt sehr klar aber etwas zu hart.
      Das Kräfteverhältnis zwischen Vorzugsweg und Druckpunkt gefällt mir nicht.


      Bei meinem geplanten 4. Züngel werde ich, die Schraube für den Druckpunkt also wieder etwas weiter nach vorne versetzen. Ebenfalls werde ich das Züngel so formen, das es mit dem Abzugsbügel oben abschließt und die Verstellung nicht in dem Schaft verschwindet.

      Das schwierige an dem Bau ist, die Verstellung so zu setzen, das ein leichtgängiger Abzug, mit klaren Druckpunkt entsteht, wo das Kräfteverhältnis zueinander passt und der Abzug nicht schwabbelig wird, wenn man nach betätigen des Vorzugsweg, das Züngel wieder lös lässt, ohne einen Schuss auszulösen. Der Abzug muss leichtgängig aber trotzdem sicher sein.
      Zu guter letzt muss die Optik noch passen und das Züngel sollte sich gut am Finger anfühlen.

      Wenn ich das Züngel so entwickelt habe, wie ich es mir Wünsche, werde ich ihm auch ein feines Finish verpassen.
      Planlos geht mein Plan los.
    • :thumbup: Ich bin mir sicher du findest da noch ein gutes Setup!!!
      Dein "MK III Prototyp" mit dem zurückversetzten, gerade nach unten verlaufenden Aluzüngel gefällt mir von der Formgebung bis jetzt am besten!
      Noch ein wenig schmaler und die Kanten beigeschliffen und er sieht perfekt aus!
      Dann nimmt er Konkurrenz auf mit dem V-Mach! ;)
      Viel Erfolg beim weiteren Testen!
      :thumbsup:

      Gruß
      Frederik

      :W: eihrauch, Fein :W: erkbau, :W: alther und :W: ..... Diana

      " It don't mean a thing if it ain't got a spring! " :thumbup:

      - Field-Target-Team Kölschhausen -
    • rosi-77 wrote:

      Du hast wohl deine Kalkulation fertig und weißt den VK vom Serienprodukt :thumbsup:
      Der V- Mach getunte Abzug kostet weit über 200 €!
      Link: waffen-schlottmann.de/1165930-…s-Abzugssystem-rechts.htm
      Das wäre dann allerdings das ganze Abzugssystem.

      Ein neuer Standard Rekord Abzug kostet komplett 80 €.
      Ein Züngel kostet an Material vielleicht 50 Cent.
      Dann aber die ganze Arbeit mit polieren der Klinken, anfertigen vom Züngel, alles auseinander und wieder zusammenbauen mit vernünftiger Fettung.
      Da sitzt man schnell 3 Stunden dabei und hat dann wahrscheinlich immer noch nicht das Ergebnis, was der V- Mach Abzug liefert.

      Wenn man so ein Züngel mit der Hand fertigt und da 2 Stunden bei sitzt, bis alles Top ist, ist es auch schon fast unbezahlbar.
      Günstiger wird es maschinell, in großen Stückzahlen gefertigt.
      Planlos geht mein Plan los.
    • Das nächste Züngel ist in Arbeit aber noch nicht fertig.

      Als erstes wieder einen Rohling ausgeschnitten.


      Dann grob in Form gebracht und schon mal das 2mm Loch für den Niet gebohrt und die 3,5mm Löcher für die Verstellschrauben.



      Dann weiter gefeilt und geschliffen.


      Dann Gewinde geschnitten und poliert.


      Die Bohrung von außen mit einem Körner leicht gestaucht, damit die Schrauben sich nicht von selber verstellen können.



      Passt aber noch nicht ganz. Muss das Züngel noch ein klein wenig kürzen und ein paar Kleinigkeiten nachbessern.
      Planlos geht mein Plan los.
    • Respekt!

      Ich hab mal versucht einen gebrochenen Abzug bei einer Diana nach zu fertigen, und hab dabei hoffnungslos versagt! ;(

      Dann hab ich den gebrochenen einfach provisorisch geflickt - Hat aber gut funktioniert.