AR20 Forest Hunter - Tagebuch vom Umbau

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    • Guten morgen zusammen.
      Eins vorab, ich habe hier mehrere Holzarbeiten an meinem Gewehr geplant, die ich zukünftig in verschiedenen Teilabschnitten vorstellen mag.

      Teil 1: Der Holzschaft
      Viele die mich persönlich kennen, wissen dass ich mich von Anfang an nicht mit diesem Plastik Schaft der AR20 zufrieden geben konnte.
      Er ist unästhetisch, die Schaftbacke wackelt und im Allgemeinen macht er einfach keine stabile Figur.

      Und daher stand für mich von Anfang an fest dass die AR20 auf kurz oder lang einen Holzschaft bekommen wird.

      Die Frage war nur wie setze ich das am sinnvollsten und am einfachsten um?
      - lasse ich mir einen Schaft anfertigen?
      - baue ich mir meinen eigenen Schaft aus einem Stück Holz?
      - nehme ich etwas fertiges, vorhandenes und baue diesen um?

      Einen Schaft anfertigen zu lassen ist unter Umständen und je nach sonderwünschen recht teuer und kann mitunter zu Kommunikationsschwierigkeiten führen, da die bekanntesten Anbieter aus dem Ausland kommen. Des Weiteren hatte ich keine Lust und monatelang auf einen Schaft zu warten. von daher fiel diese Option weg.

      Einen Schaft selber herstellen - > dafür halte ich mich für zu blöd und ungeschickt, sodass ich auch auf diese Optionen lieber verzichtet habe.

      Bei der Suche nach einem passenden Schaft vielmehr immer wieder dieser Steyr Hunting Schaft ins Auge, der auf Anhieb mit nur wenig Aufwand zu passen scheint.

      Doch wo bekomme ich einen her schließlich kosten die Neu um die 600 € und gebraucht wird wohl kaum jemand einfach irgendwelche Holzschäfte für eine Steyr rumliegen haben...

      Und doch tatsächlich meldete sich jemand im Field Target Forum auf meinem Aufruf und bot mir seinen Steyr hunting Schaft an und das für nen schmalen Taler. <3 <3 :love:



      (Fortsetzung folgt)

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    • so jetzt aber mal genug gequatscht, kommen wir mal zur Umsetzung:



      Als Werkzeuge wird benötigt:
      • Eine kleine Schraubzwinge
      • EineSchieblehre
      • Einen Beitel hier 12mm
      • Einen Hammer
      • Einen Dremel
      • Einen kleinen 80er Rundschleifkopf oder kleinen 80er Fächerkopf für den Dremel
      • Eine Trennscheibe (R: ~32mm) für den Dremel
      • Einen Bohraufsatz für den Dremel
      • Schraubenschlüssel für den Dremel

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    • Am Anfang hat der Schaft der Steyr einen rechteckigen Block zur Aufnahme mit dem System sowie vor dem Block eine schwarze Inbus Schraube eingelassen.



      Als erstes spannen wir den Schaft mittels Schraubzwinge auf den Tisch und entfernen mit dem 3er Inbusschlüssel vorab die Schraube.

      Die AR20 hat zur Verbindung zwischen Schaft und System einen rechteckigen Block, der wie ein Stift in den Plastik Schaft eingeführt und von unten mit einer Schraube durch den Griff hindurch arretiert wird. Mehr Magie steckt da schon gar nicht hinter!

      Ziel ist es nun diesen Block in den Holzschaft einzulassen, sodass er befestigt werden kann. Mit der Schieblehre messe ich aus dass dieser Block eine Dicke von ungefähr 18 mm hat und und dass dieser für die richtige Höhe auf der Schaft Holz-Grundplatte oben wirklich plan aufliegen muss auf.
      Sprich der Holzblock oben auf dem Schaft ist zu hoch und muss ausgehöhlt werden .
      die Dicke des Holz Blocks beträgt 30 mm. Im Idealfall sollte demnach der systemblock zur Stabilisierung von zwei Holzwangen umfasst sein.
      30 mm - 18 mm entsprechen 12 mm Fleisch. Das heißt wir haben links und rechts eine dicke von 6mm übrig. Diese zeichne ich links und rechts ein.

      Jetzt habe ich überlegt wie ich diese beiden Wangen am sinnvollsten ausschneiden kann und welches Werkzeug dafür am besten geeignet wäre.

      Idealerweise hat die Trennscheibe für den Dremel ein Tiefgang womit ich genau bis zur Grundplatte runter komme, ohne dass ich zu tief ins Fleisch schneide.

      Weiterer Vorteil: dadurch dass ich den Trennscheibenaufsatz auf den Holzblock auflegen kann, kann ich einen komplett geraden Schnitt machen.



      Anschließend nehme ich den Beitel und Hammer, lege diese komplett plan auf die Grundplatte auf und trenne durch leichtes hämmern das Holzstück vom Block.



      Hier geht's weiter! (Kommentare überspringen)

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    • JoHannes89 wrote:

      Interessant wäre auch mal eine Kostenaufstellung was du alles so investiert hast. Dann könnte man mal vergleichen Kosten und Trefferbild zu einer Steyr Challenge Hunting.
      Dann wär die Welt aber ziemlich langweilig, wenn keiner mehr unnötig Geld für Hobby/Emotion/Irrationalität ausgibt...
      Niemand baut mehr Hayabusamotoren in Kleinwagen oder kauft veraltete Prellertechnik für den Preis eines günstigen PCPs!!!
      :W: eihrauch - Always on the Target!

      " It don't mean a thing if it ain't got a spring! " :thumbup:

      - Field-Target-Team Kölschhausen -
    • JoHannes89 wrote:

      Interessant wäre auch mal eine Kostenaufstellung was du alles so investiert hast. Dann könnte man mal vergleichen Kosten und Trefferbild zu einer Steyr Challenge Hunting.
      Hmmm was genau soll das (vor allem dir) bringen?
      Wie und warum will/sollte man auch Äpfel mit Birnen vergleichen?
      Was genau soll die Steyr Challenge Hunting mit meinem Umbau zu tun haben?
      Ich glaube nicht, dass ich diesen Thread "Wie baue ich mir ne Steyr aus einer AR20?" nannte :S

      Wie eingangs beschrieben geht es hier vor allem um ästhetische Optimierungen
      und diese sind vor allem eins: persönliche Geschmackssache.

      Ist es eine funktionelle Verbesserung? Hmm eher weniger.
      Natürlich könnte ich auch den Plastikschaft verbaut lassen oder anstatt des Holz-Parallaxenrades eine billigere Plastik-Variante wählen (oder was auch immer) funktionieren tut alles und eine technische Verbesserung ist die Wahl des Materials auch nicht.

      Aber es soll ja auch Leute geben, die für ein hässlich grünen Schichtholz Unterschaft (ja hier spricht der Geschmack ;) ) inkl. Befestigungsmaterial ~80€ (ca ein viertel des Preises der Freizetplempe an der es verbaut wird) ausgeben obwohl alles erdenklich andere auch funktioniert hätte ;)

      Genauso könnte man @Unfallchirurg fragen warum er aus seiner HW 30 ein HW98 Mini-Klon (sehr umfangreich) baute.
      Warum @Ferrobell seine Tell 220 Galaxy Compact oder seine HW30 umgestaltet hat.
      Oder @Brecht seine Schäfte selber baut...

      Wegen Trefferbilder oder Kostenvergleiche? :laugh:

      Ich denke jeder hat so seine Wunsch-Vorstellung von seinem Gewehr und versucht diese so gut wie möglich umzusetzen.
      Ist daran was verwerfliches? Hmm ich denke nicht...
    • Renew wrote:

      JoHannes89 wrote:

      Interessant wäre auch mal eine Kostenaufstellung was du alles so investiert hast. Dann könnte man mal vergleichen Kosten und Trefferbild zu einer Steyr Challenge Hunting.
      Hmmm was genau soll das (vor allem dir) bringen?Wie und warum will/sollte man auch Äpfel mit Birnen vergleichen?
      Was genau soll die Steyr Challenge Hunting mit meinem Umbau zu tun haben?
      Ich glaube nicht, dass ich diesen Thread "Wie baue ich mir ne Steyr aus einer AR20?" nannte

      Hi Rene,

      also erstmal, geiles Projekt :thumbup: . Bin schon gespannt, wann du das erste Mal mit deiner fertigen Steyerli AR20 Hunting an den Lanes startest ;)

      Trotzdem ist Johannes Frage doch OK. Einige werden sich mit Sicherheit überlegen :whistling: , ein ähnliches Projekt zu starten und da schadet es ja nicht, mal nen Kosten/Nutzenverhältniss zu haben. Ich weiss noch aus Moped Umbauzeiten, das bei solchen Projekten geile Teile entstehen, die aber oftmals teurer werden, als gedacht und man sich auch im Nachhinein direkt ne fettere Maschine davon hätte kaufen können. Die aber dann halt "nur" von der Stange kommt! Also ruhig Blut und viel Erfolg weiterhin...

      LG Alex
    • Ihr Lieben.

      JoHannes89 wrote:

      Es schreibt ja sonst auch jeder dabei was er wofür investiert hat... spätestens dann wenn es Verkauft werden soll.
      Ich denke unser Renew macht das schon, bin gespannt. Den Schaft hat er ja eher per Zufall bekommen. Ob man das Glück je wieder hat, steht in den Sternen. Somit ist dessen Kurs für mich vollkommen belanglos. Freut mich für ihn, dass er das Glück hatte.

      Was er hier macht ist ja eher so "Pimp my Gun" und keine Produktbeschreibung auf EGUN, um Käufer anzufixen.

      Liebe Grüße Udo
      Die friedlichsten Menschen,
      die mir bis jetzt begegneten,
      waren bewaffnet!
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