Saloon - Cowboys "Small Talk" Place

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    • flupp... wrote:

      Ich denke daß da entweder eine Verunreinigung im Guß war, oder ein großer Lunker, der mit Zinn ausgefüllt wurde. Mußt mal mit Magnet testen, oder Fingernagel, ob das Zeug weich wie Zinn ist.
      ...ist weder magnetisch noch weich...kam durch das Drüberschleifen der Patronen im Laufe der vielen Jahre zum Vorschein...
    • Seltsam, ist vielleicht ´ne Messingauflage, und die haben die Hülsen jetzt geschafft an der Stelle ;)



      Hier zur Illustration mal ein paar Bildchen von der Ausstoßergeschichte:

      Ausgangslage, ganz normal, 2 wunderschöne Colts...



      ...vorn ausgeschnappt, soweit es die Feder herausdrückt...



      ...die Ausstoßer herausgezogen, die Feder ist auf den letzten 2 Windungen innen geweitet, damit sie in der Hebelbohrung klemmt und nicht verlorengeht...



      ...Größenvergleich: der alte Rebellennavy erlaubt mehr Länge als der Army...



      ...reicht aber trotzdem, Hauptsache was, und man braucht es nicht erst irgendwo herauskramen.



      Damit einem das Ding nicht versehentlich nachts aus dem Hebel irgendwo in die Botanik schnippt, ist innen ein Stück Silikonschlauch eingeklemmt, der die ersten paar mm beim Herausziehen hemmt. Die Feder arretiert trotzdem straff und sicher.
    • Ist das so besonders? Muß man sicher nicht mehr groß brainstormen, die sind eigentlich nahezu ausgereift, denke ich mal. Das einzige wäre vielleicht der Silikonschlauch, den man durch ein Federelement aus Metall ersetzen könnte, und das Kunststoffrohr dahinter aus Metall, aber da ist sowieso nichts originalentsprechend.
      Das wie und womit kann ich Dir auch verraten.
    • Danke, Magnum, ich hab mir schon den Kopf zerrührt, wo da ein Langloch hingehört, Synapsen...

      @Sunset Sam würde das aus der Hüfte mit ´nem Akkuschrauber reindrehen, das kann aber schnell seitlich auswandern und ins Auge...
      Macht man eigentlich mit ´ner Drehbank, möglichst einer großen und ´nem großen Bakenfutter, das den Ladehebel mit der Nase dran noch innen hinter den Backen aufnehmen kann. Der Hebel muß sich drehen, damit der stehende Bohrer nicht seitlich auswandert. Bohrer mit Überlänge, D 3,5-4mm paßt gut.
      Ebenso muß die Verschlußklinke am besten mit einem Futter im Futter aufgenommen werden, um dort das 2mm Loch für den Ausstoßerdraht zu bohren.

      Metall ist auch nur Holz, nur viel einfacher, weil homogener (kaum Maserung).
    • Ich würde das anders machen, ich würde seitlich einen Entladestab ansetzen wie bei der original Richards Conversion oder der Long Cylinder Conversion, das würde dann genau zur Waffe passen. Ich hab da mal einen kennen gelernt, der hat solche Revolver genau so umgebaut....
      BDS-Western #2970
      FROCS #44
      Red River Trail Crew e. V. 1968


      Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)
    • Die Richards ist relativ klobig, genau das will ich nicht an einem - naja - Pseudo-VL.
      Eine richtige Conversion ist das ja auch nicht, höchstens backwood-blacksmith-alike.
      Ist das die Long-Cylinder-Conversion? Kenne ich noch gar nicht...
      Neumann hat das mal mit Ausstoßer angeboten, aber die waren deutlich teurer und deshalb sehr selten. Die Ausstoßer waren auch schmaler als der von Richards.
      Und bei den jüngeren Neumann-PTBs mit verstifteten Trommelmündungen (der Army oben ist soeiner) funktioniert das gar nicht mehr, die sind zu eng für eine regulär dicke Ausstoßerstange und der lineare Durchgang zu weit unten.

      Am liebsten wäre mir die Trommel hinten abgerundet, so daß gerade die Hülsenränder freiliegen, damit man sie einfach mit dem Fingernagel ausziehen kann.
      Wenn Du einen Büma kennst, der das macht und neu beschießt, würde ich alle so umbauen lassen.
      (und natürlich einen als richtige Navy-Conversion, außerdem Thuer, Richards und Richards-Mason, der Vollständigkeit halber, aber ob das meine Lieblinge wären, wage ich zu bezweifeln)
    • Ich würde einfach so einen Ausstosser konstrieren und anbringen...

      vanceoutdoors.com/products2.cf…volver-with-8-inch-barrel


      könnte z.B. über die Keilaufnahme fixiert und über ein Schräubchen auf der anderen Seite im Keil gesichert werden.
      So ein Umbau ist gesetzeskonform, da nichts an den ursprünglichen Teilen verändert werden muss, Der neue Ausst0sser ist ja ein Zubehörteil...

      geht aber nur bei den zerlegbaren Modellen
      BDS-Western #2970
      FROCS #44
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      Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)
    • Fürchterlich, wer möchte mit sowas rumrennen ;)

      Aber hast recht, so könnte das bei den zerlegbaren aussehen, zumindest beinahe.
      Bei den Conversions wurde eine Kehle seitlich in den Lauf gefräst, um dem Ausstoßer eine Führung zu geben, damit man ihn mit nur einer Schraube fixieren konnte. Nebenbei brachte das den Ausstoßer näher zur Trommelachse, und er konnte gerade noch über dem Keil montiert werden.
      So gesehen braucht man dafür doch wieder den Büma, oder muß ihn schmaler und laufseitig flachgefräst/offen bauen.

      Der Link zeigt ja auch eine Werksconversion, also ein Revolver, der ursprünglich als Patronenwaffe gebaut wurde, und nicht nachträglich verändert aus einem VL. Ähnlich dem Open Top.
      Auch dieser hier stellt eine Werksconversion aus noch verfügbaren Rohteilen des 1851er Navy dar, ihm fehlt die Ladegrube vor der Trommel und der Schlitz und die Bohrung für den Ladehebel.

      Die VL-Umbauten bekamen Adapterstücke, die genau in die Aushöhlungen der entfernten Ladepresse am Rahmen paßten, und sich darin selbst zentrierten. Daran war dann der eigentliche Ausstoßer befestigt, und es gnügte eine Schraube, um das ganze Gestrüpp zu fixieren. Dafür verzichtete man auf die Ladepresse, was ich überhaupt nicht will, weil gerade die den romantischen Reiz der VL ausmacht.
      Es gab nämlich Conversions, die jederzeit rückbaubar ausgelegt waren. Allein durch Wechsel der Trommel und Abziehen der aufgesteckten Conversionsplatte hinter der Trommel konnte man aus einem Patronencolt wieder einen VL machen. Das war mitunter im Grenzgebiet oder totalem outback hilfreich, wo es nicht an jeder Ecke passende Patronen zu kaufen gab.

      Sicher könnte man sich ein abenteuerliches Teil zusammenlöten, was statt der Presse in die Rahmenaussparungen paßt und mit der Ladehebelschraube fixiert wird, zumindest beim 1851er.
      Der Army hat kein Schraubenloch und kann nur geklebt oder gespreizdübelt werden, oder von hinten durch die Pressenführung verschraubt wäre eine freie Möglichkeit.
    • Nee, mach einfach in den Keilansatz ein Gewinde M2 und sichere damit den Ausstosser. Es muss ja eigentlich nichts halten, sondern nur das Lockerwerden des Keils verhindern...
      BDS-Western #2970
      FROCS #44
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      Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)
    • Des Keils? Ich denke, Du meinst eher das Verdrehen des Ausstoßers. Kann man machen, aber den Zweck erfüllt eigentlich genauso ein Anschlagwinkel vorne am Laufansatz. Den Keil würde ich nicht mit soeiner Verschraubung festsetzen, er dient ja dem schnellen Zerlegen und Beheben von Funktionsstörungen im Feld. (z.B. halb rausgedrückte Zündhütchen, verhaspelte Arretiermechanik, im Siff klemmende Trommel... - okay, letzteres geht nicht beim Hege...)