Deutschland vs. Finland & Frankreich: unterschiedliches Preisniveau bei US Markenprodukten

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    • Deutschland vs. Finland & Frankreich: unterschiedliches Preisniveau bei US Markenprodukten

      Im Vergleich zu Ländern wie Finland oder Frankreich erscheint das Preisniveau bei Messern in Deutschland gerade bei diversen US Markenprodukten (Tops Knives, Benchmade etc) auffallend hoch zu liegen.

      Beispiel 1: DESERT NOMAD von Tops Knives

      Deutschland: 273,90€
      Finland: 206,33€
      Frankreich: 174,99€

      Beipiel 2: Infidel fixed von Benchmade

      Deutschland: 294,90€
      Frankreich: 217,06€

      Gibt es hierfür – abgesehen von der von Anbieterseite individuell erhofften Gewinnmarge - eures Wissens auch sachliche Gründe?
    • Ich kaufe meine TOPS Messer immer aus Frankreich, weil der Versand hier schneller ist als Eigenimport und ich mir ggf. je nach Angebot den Extra Weg / Zeit zum Zoll spare.

      Importiert man es selbst z.B. über eBay von in US ansässigen Händlern und es kommt Versandkosten, sowie alle Einfuhrabgaben hinzu, dann lande ich in etwa beim gleichen Preis wie über Frankreich. Die Differenz liegt innerhalb von +10€ bzw. eher etwas weniger sogar. Und das ist mir der schnellere Versand wert.

      Würde bei keinem deutschen Shop derartige Preise zahlen.
    • Der Zoll für Messer aus den USA beträgt 8,5%

      MwSt. in Frankreich = 20%
      MwSt. in Finnland = 24%

      Ich denke mal, die Deutschen sind bereit für gute Messer etwas mehr auszugeben und das lässt man sich nicht entgehen. :D

      Ich importiere i.d.R. selbst.


      Andreas
      "Schusswaffen sind gefährlich. Doch in den richtigen Händen sind sie ein Quell ständiger Freude und Erbauung." Sledge Hammer
    • Ich erinnere mich vage an an das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Damit lassen sich problemlos die herrschenden Preisunterschiede erklären.

      Wenn ihr jetzt alle in Frankreich einkauft, dann werden die Messer dort auch teurer, wegen der erhöhten Nachfrage. Die Franzosen werden es euch nicht danken.
      "Je mehr Regeln und Gesetze, desto mehr Diebe und Räuber." Lao Tse (6. Jh. v. Chr.)

      Wegbeschreibung zum: :D FT-Team :W: iesloch :D
    • Markus30S schrieb:

      Ich erinnere mich vage an an das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Damit lassen sich problemlos die herrschenden Preisunterschiede erklären.

      Wenn ihr jetzt alle in Frankreich einkauft, dann werden die Messer dort auch teurer, wegen der erhöhten Nachfrage. Die Franzosen werden es euch nicht danken.
      Wollte es nicht sagen und dennoch absolut zutreffend.
      Über solch eine Publicity bekommt man jede Quelle klein, bzw. teuer.
      Doch das versteht man Online einfach nicht.
      Einerseits genießt jeder (eingeschlossen mir) nützliche Tipps, andererseits rächt sich das jedesmal aufs neue.
      Beispiele? Bitte:
      Bei Frankonia hat das recht lange geklappt mit Fake E-Mail Adressen zum mehrfachen Erhalt des Newsletter Abo Bonus
      und dies wurde natürlich auch vollmundig überall herumgeplappert. Konsequenz: Der Hahn wurde zugedreht.
      Die HW37 Griffschalen aus Thailand waren -auch hier- eine Zeitlang der letzte Schrei, es wurde bestellt, manche direkt 3-4 Bestellungen (1x Behalten den Rest teuer und ganz schlau bei egun verscherbeln) geplappert natürlich sowieso.
      Konsequenz: Die Preise wurden direkt angezogen, manche haben sich verdoppelt.
      usw....
      Sowas kann man im kleinen Kreis diskutieren, sobald das an die große Glocke kommt hat das eine Auswirkung.
    • Markus30S schrieb:

      Wenn ihr jetzt alle in Frankreich einkauft, dann werden die Messer dort auch teurer, wegen der erhöhten Nachfrage. Die Franzosen werden es euch nicht danken.
      Sehe ich hier vollkommen anders. Wir sprechen doch nicht über eine verknappte, begrenzte oder limitierte Ware, welche daher immer weiter im Preis steigt.

      Die deutschen Händler sind einfach nur unverschämte Wucherer, welche vielleicht kaum 3 solcher Messer im Monat dieser Marken verkaufen und daher auch keine gescheiten Preise machen können als zum Teil 100% gegenüber dem US Verkaufspreis wie z.B das Tops Messer des Threadstarters.

      Bleiben wir bei dem Beispiel: über eBay von den meisten US Händlern der reine Artikelpreis grob 135€. Kauft man das Messer dort samt Einfuhrabgaben und Versand macht das grob 184,-€. Also in etwa genau wie ich sagte mit dem Frankreich Preis. Denn dort kommt ja auch nochmal so 10-15€ Versand hinzu.

      Viele DE Händler haben die Messer zudem gar nicht auf Lager und geben Lieferzeiten von mehreren Wochen an ergo müssen selbst erst das jeweilige Einzelstück aus USA ranholen. Das lässt man sich bezahlen und nix anderes.

      So blöd kann man garnicht sein, unter diesen Umständen hier zu kaufen. Würde es in Frankreich teurer werden, könnte man noch immer direkt in US bestellen. Sehe dafür aber absolut keine Anzeichen. Dort wo ich es in FR kaufe, die haben massenhaft immer im Angebot an Stückzahlen und das erklärt auch die guten Preise.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von DIE_HARD ()

    • Naja der Preis wird halt so gestaltet wie der Kunde max. bereit ist zu zahlen.
      So gut mir viele US Messer auch gefallen, aber beim Kauf habe ich ein schlechtes Gefühl. Das von dir genannte Tops kostet in de USA 160 Dollar. Je nach Bundesstaat dann ggf. noch ein paar % Steuern drauf. Aber irgendwie hat man dann ein schlechtes Gefühl wenn man was für 270 Euro kauft was in den USA für 160 Dollar über die Ladentheke geht. Andersrum ist es übrigens nicht so extrem. Böker z.B. ist in den USA zwar etwas teurer als in Deutschland, aber lange nicht so extrem wie US Messer in Deutschland.
      Ja, die deutschen Händler müssen auch leben, aber was die drauf schlagen ist einfach zuviel. Ich erinnere mich da an ein Messer der höheren Preiskategorie was ich mir vor einiger Zeit mal anschaute. Hätte ich es direkt vom Hersteller in den USA gekauft, hätte es mich mit allen Steuern und Zoll 1700 Euro gekostet. In Deutschland kostete das Messer bei einem bekannten Händler 2300 Euro.
      :thumbsup:

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Maverick14 ()

    • die hard . du hast ja recht, bis trump und eu mit zöllen anfangen gegenseitig.....

      deutschland in in ganz vielem einfach überteuert, weil die menschen mehr verdienen.....

      kann ja nicht sein das man in der türkei die deutschen kopfschmerztzabletten für die hälfte bekommt zum. beispiel....

      das ist alles absicht zum abmelken.

      andreseits kann ich keine china oder indienpreise als masstab dagegensetzten, wo dort dann in der herstellung die arbeiter ausgebeutet werden, um so billig zu sein.
      wenn wir die eu nicht hätten würden die preise noch häßlich doller auseinanderdriften mit verschiedenen zöllen also 2 mal verzollen usa und frankreich deutschland.

      gruß edwin
      INVICTUS
    • Wo in anderen Ländern die Lebensmittel oder generell Lebenshaltungskosten deutlich teurer sind als hier, wird meist auch wieder mehr verdient. Hier sind die Preise eher dort angesiedelt, dass auch jemand mit dem Mindestlohn möglichst nicht verhungert, was natürlich höheren Einkommen zu Gute kommt und sich dann "günstig" anfühlt.

      Bei den US Messern sprechen wir denke ich über einen Nischenmarkt....dort hätte ich keine Bedenken, dass jetzt alle nen Run drauf machen werden wie beim Sonderangebot im Aldi wo sich die Rentner drum kloppen.

      Zombieapokalypse ist im Moment auch nicht abzuwehren wo der Bedarf steigen würde.....wobei .....naja lassen wir "dieses Thema" lieber ;)

      Der Normalbürger oder die breite Masse kauft sowas denke ich in der Regel nicht sodass es knapp werden würde. Selbst wenn mal ein Modell aus ist, es sind ja meist keine limitierten Editionen und man wartet eben 2-3 Wochen bis nachproduziert ist den neuen Liefertermin ab. Meist werden die Vorjahresmodelle ja dann auch zum Teil noch "verramscht". Knappheit erkenne ich da keine.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von DIE_HARD ()

    • Preisbildung im generellen ist eine Wissenschaft für sich. Da gilt es vieles zu beachten.
      Zunächst mal ist es ja Sinn und Zweck eines Unternehmens, Gewinne zu erwirtschaften.
      Dazu muss ich ja auf die Selbstkosten eine Gewinnmarge aufschlagen. Die Selbstkosten sind von Land zu Land und auch von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich, also auch die Ausgangsbasis für einen konkurrenzfähigen Preis.
      Der Aufschlag für den Gewinn ist von x Faktoren abhängig.
      Auf der einen Seite ist es der Marktpreis, aber da sind noch einige Faktoren mehr.
      Es gibt eine sogenannte Preiselastizität der Nachfrage. Das heisst, es gibt einen Bereich in dem ich den Preis varieren kann, ohne dass sich an meinem Gewinn etwas ändert.
      Bepreise ich höher, sinkt der Absatz etwas, gehe ich im Preis runter, steigt der Absatz, aber der Preissturz oder - anstieg gleicht sich mit der Nachfrage aus, so dass ich immer etwa den gleichen Gewinn übers Jahr mit dem Produkt mache.
      Wenn ich es aber in eine Richtung übertreibe, mache ich weniger Gewinn.
      Dann ist die Frage, wo sehe ich mich mit meinem Unternehmen.
      Will ich über günstige Preise viele Kunden locken, biete aber vielleicht keinen Service an?
      Oder bin ich eher teuer aber dafür mit Extras, die für Kunden interessant sind, etwa Expressversand, Zusatzgarantie, kostenlose Serviceleistungen...
      Dann ist das Produkt relevant. Habe ich etwa den Exklusivvertrieb für ein Produkt? Verkaufe ich Massenware, die jeder anbietet?
      Wie hoch ist das Preisniveau bei einem Produkt? Bei einem Zubehörteil, das 1,20€ im Einkauf kostet, kann ich meist gut draufschlagen, denn in dem Preisbereich machen sich Leute oft kaum die Mühe zu vergleichen. Das wird beim Hauptprodukt einfach mitbestellt.
      Hau ich den selben Prozentsatz auf ein Teil für 2000€ drauf, verstaubts im Lager.
      Dann kommt es auch auf den Markt, bzw. Kundenkreis an.
      Bei Liebhaberprodukten kann ich mehr draufschlagen als bei Nutzdingen.
      In den USA sind Repetiergewehren Massenartikel, die viele einfach als Mittel zum Zweck kaufen. Die müssen billig sein.
      In Deutschland ist die Verfügbarkeit kleiner, wer einen Repetierer kauft, muss Hürden überwinden. Wer das tut, ist auch bereit mehr zu zahlen.
      Franzosen legen viel Wert auf gutes Essen und investieren dementsprechend viel darin.
      Hier ist das nicht so der Fall.
      Und manchmal hat man auch Dinge im Angebot, weil sie zum Gesamtportfolio eines Lieferanten gehören, auch wenn man damit nicht viel am Hut hat.
      Oder weil man dem Kunden zeigt, dass man quasi die gesamte Breite der Möglichkeiten anbietet. Wenn man da weiss, dass man die eh kaum verkauft nimmt man einen etwas höheren Preis und freut sich, wenn man per Zufall mal eines verkauft.
      Und manchmal haben die Leute, die den Preis festlegen auch einfach keine Ahnung pder sind zu gierig!
    • gibt es denn Finnen die amerikanische Messer kaufen?
      Die haben doch eine der besten Messerindustrien weltweit. Naja o.k.. Ich fahre ja als Deutscher auch einen Dacia.
      Hört mich, meine Häuptlinge! Ich bin müde. Mein Herz ist krank und traurig. Vom jetzigen Stand der Sonne an will ich nie mehr kämpfen – für immer.(Chief Joseph )
    • dann bräuchten deutsche auch keine amimesser kaufen, solingen baut schon über 1000 jahre qualitätsschwerter und messer....

      das können amis auch nicht besser....egal ob einzelstück oder serienmesser.

      stahl gibts heute überall , der super ist...

      wenn das der masstab wäre könnten usa abstinken...

      gruß edwin
      INVICTUS