Reperatur einer "brustschwachen" Haenel mod. 28 Luftpistole

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    • Reperatur einer "brustschwachen" Haenel mod. 28 Luftpistole

      Grüß Gott, Haenel-Freunde! Ich bin dabei, meine sehr "brustschwache" Haenel Mod. 28 LuPi auf Vordermann zu bringen. Die Feder ist ENORM stark (beim probeweise Wiederzusammenbau ist mir die Feder samt Verschlussdeckel 3 mal um die Ohren geflogen - Schutzbrille tragen ist hier gar keine so schlechte Idee) - deswegen wird wohl die Dichtung hin sein. Es ist eine Vorkriegspistole, so ist das nicht weiter verwunderlich ... ich bin mir ziemlich sicher, dass die Dichtung wohl aus Leder ist. Sie ist ziemlich knatschig und "zerfällt". Womit kann ich diese Dichtung ersetzen? Hat jemand von euch Erfahrung mit dieser wirklich klassischen LuPi? Leider finde ich im Netz und auf UTube nix hilfreiches ... würde mich freuen, wenn jemand von euch mir einen Tipp geben kann! :) Dank und Gruß aus Wien!
    • toxx schrieb:

      Grüß Gott, Haenel-Freunde! Ich bin dabei, meine sehr "brustschwache" Haenel Mod. 28 LuPi auf Vordermann zu bringen. Die Feder ist ENORM stark (beim probeweise Wiederzusammenbau ist mir die Feder samt Verschlussdeckel 3 mal um die Ohren geflogen - Schutzbrille tragen ist hier gar keine so schlechte Idee) - deswegen wird wohl die Dichtung hin sein. Es ist eine Vorkriegspistole, so ist das nicht weiter verwunderlich ... ich bin mir ziemlich sicher, dass die Dichtung wohl aus Leder ist. Sie ist ziemlich knatschig und "zerfällt". Womit kann ich diese Dichtung ersetzen? Hat jemand von euch Erfahrung mit dieser wirklich klassischen LuPi? Leider finde ich im Netz und auf UTube nix hilfreiches ... würde mich freuen, wenn jemand von euch mir einen Tipp geben kann! :) Dank und Gruß aus Wien!

      Hallo,

      ich befürchte bei so einem antiken Modell kommst du um das Basteln nicht drum herum.

      Vermutlich benötigt du neben einer Lederdichtung noch eine Stützscheibe sowie eine passende Schraube zum Befestigen. Leder wird gern ein dickes Ledermaterial z. B Arbeitsgürtel oder Internet genommen, das mind. 24 Stunden gewässert wird. Entweder aus Holz oder Stahl kann man sich eine Welle und eine Nabe anfertigen, mit der man das Ledermaterial im Schraubstock in Form presst und dort trocknen lässt. Je nach Maschinen und Geschick kann man sich die Werkzeuge hierzu selbst herstellen oder herstellen lassen.

      Das Problem ist der passende Durchmesser nachdem das Leder getrocknet und mit ÖL vollgesogen ist, der stimmen muss.

      Gruß Viper1497
    • Hallo, LuPi-Freunde! Ein sehr freundlicher Herr bei Waffencenter-Gotha hat mich per email exzellent beraten - und ich habe die entsprechende Ledermanschettendichtung auch schon bestellt. Die des Haenel-Repetierers 49 muss passen. Eine Frage hätte ich: Womit das Leder ölen? Ich weiss schon - das ist eine Wissenschaft für sich. Ich bin ein Hobby-Modell-Dampfmaschinen Betreiber. Diese Maschinen werden mit einem "Dampföl" geschmiert, das viskos ist, aber nicht übermäßig, und es ist harz- und säurefrei. Natürlich ist es auch heavy-duty: Diese Maschinchen entwickeln enorme Kräfte. Würde sich dieses Öl zur Schmierung der neuen Lederdichtung für meine Haenel 28 eignen? Was meint ihr?
      Danke und Gruß aus Wien!
      Thomas :)
    • Hallo,

      die Frage tauchte hier schon mehrfach auf. Viele Leute hier verwenden Motorenöl, in die sie die Lederdichtung eine Nacht lang einlegen und dann abtupfen.

      Allerdings gibt es heute mineralisches, halb synthetisches und vollsynthetisches Motorenöl. Dann muss man sich wohl entscheiden. Die Lederdichtung wird wahrscheinlich von dem synthetischen Öl, auf Dauer, angegriffen.

      Früher nahm man mineralische Fette und wenn es besser sein sollte mineralisches Kugellagerfett. Diese Fette sind verestert und verharzen deshalb nicht.

      Gruß Viper1497
    • Ich nehme für meine Haenels immer vollsynthetisches 0W40-Motorenöl, bisher ohne Probleme. Warum sollte das wegen seiner "Nichtmineraligkeit" die Dichtung angreifen?
      If W is the number of weapons you currently own and N the number of weapons you would need, then: N = W + 1
    • zyx schrieb:

      Ich nehme für meine Haenels immer vollsynthetisches 0W40-Motorenöl, bisher ohne Probleme. Warum sollte das wegen seiner "Nichtmineraligkeit" die Dichtung angreifen?

      Hallo,

      neue vollsynthetische Motorenöle enthalten ja noch wesentlich mehr als nur künstlich hergestellte Paraffinketten. Es sind Tenside enthalten und andere Stoffe, die eine Reinigung des Motors vornehmen. Wenn man diese neuen Öle in einen älteren Motor kippt gehen die Dichtungen halt früher kaputt weil diese angegriffen werden. Ob dieses Angreifen hier bei den Lederdichtungen ebenfalls in merkbarer Zeit statt findet kann ich nicht sagen, weil die Temperaturen in etwa bei 20°C liegen und nicht wie im Motor bei 120°C. Ich wollte es nur erwähnt haben.

      Gruß Viper1497
    • Hallo, liebe Haenel-Freunde!

      Heute kam aus Gotha meine Ersatz-Lederdichtung an. Ich musste sie ein wenig bearbeiten, bis sie ohne gröbere Gewalt passte, aber jetzt dürfte es gehen. Meine (hoffentlich ;) ) letzte Frage zu diesem Thema: Wie lange soll ich die Dichtung im Ölbad weichen lassen, bis ich sie endgültig einbaue?

      Vielen Dank für eure Tipps!

      TomGunn
    • Die neuen Dichtungen sind oftmals recht hart und starr.
      Ich lasse sie so lang in Motorenoel liegen, bis sie spürbar
      weicher und schmiegsam sind.

      Dann gut abtropfen lassen und auf Küchenpapier legen,
      damit überschüssiges Oel aufgesaugt wird.
      Danach kurz mit Küchenpapier abreiben und einbauen.
      Wird anfangs noch bissle dieseln, gibt sich aber rasch.

      So gehe ich vor und es hat immer gut geklappt.

      liebe Grüsse ... Patrick
      Tom O'Toole said: 'Don't complicate your life!'
      __________

      ¡ No ahorcar Galgos !
    • verodog schrieb:

      Die neuen Dichtungen sind oftmals recht hart und starr.
      Ich lasse sie so lang in Motorenoel liegen, bis sie spürbar
      weicher und schmiegsam sind.

      Dann gut abtropfen lassen und auf Küchenpapier legen,
      damit überschüssiges Oel aufgesaugt wird.
      Danach kurz mit Küchenpapier abreiben und einbauen.
      Wird anfangs noch bissle dieseln, gibt sich aber rasch.

      So gehe ich vor und es hat immer gut geklappt.

      liebe Grüsse ... Patrick

      Hallo,

      das „Dieseln“ ist der Grund warum neue oder mit neuen Kolbendichtungen versehene Luftbüchsen eine „unerklärliche“ Schussablage haben.

      Nach etwa 500 Murmel sollte die Ablage sich auf hohem Niveau eingependelt haben.

      Gruß Viper1497
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