Hartweizengrieß schädlich für den Lauf?

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    • Geladen hab ich 11 grain beim .36 und 16 beim .44.
      Vorgeschlagen wirds analog von Pedersoli und Artex mit 12 grain und 18 grain + Füllmittel.

      Gesetzt wird das Geschoss so tief, bis es leicht abschert. Diese Setztiefe mag natürlich von Hersteller zu Hersteller
      leicht unterschiedlich sein. Bei meinen Beiden ist vorne noch ein bischen Luft.
    • Pulvern, legen, setzen, fetten.
      Als Zwischenmittel lege ich nie Filz ein. Ich hätte zu große Bedenken,
      daß ich einen Lufteinschluss habe. Diese Bedenken können zwar
      unbegründet sein aber ich habe mein Wissen so übernommen, hatte
      noch keine Probleme damit und mache es weiterhin so.
      Gruß, Ralf
      Alt, aber bewaffnet. :thumbsup:

      Orbis non sufficit
    • Floppyk wrote:

      NC9210 wrote:

      Und wo steht daß die Kugel bündig mit der Trommel
      abschließen muss?
      Eigentlich ungeschriebenes Gesetz und das macht man aus zwei Gründen:1. Ein ungeführter langer Geschossweg ist der Präzision abträglich. Daher setzt man die Kugel so nah an das Laufprofil, wie möglich.
      2. Man fettet das Geschoss. Da man bei Revolver keine gefetten Langgeschosse und kein gefettetes Schusspflsater verwenden kann, schmiert man einen Fettring um den Kugelsitz. Das geht halt am besten, wenn die Kugel oben sitzt.
      Unabhängig davon sind Zwischenmittel vorgeschrieben.
      Die Kugel soll ja nicht in der Trommel versinken.
      2-3 Millimeter spielen wohl eher nicht die große Rolle,
      Da kann man auch noch gut fetten.
      Gefette Langgeschoße habe ich auch schon in Revolvern
      gesehen. OK, ist mehr Aufwand; aber es geht durchaus.

      2erlei wrote:

      Als Zwischenmittel lege ich nie Filz ein. Ich hätte zu große Bedenken,
      daß ich einen Lufteinschluss habe.
      Filz ist gut Luftdurchlässig.
      Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
      Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.
    • NC9210 wrote:

      Die Kugel soll ja nicht in der Trommel versinken.
      2-3 Millimeter spielen wohl eher nicht die große Rolle,
      Bei dem Wiederladen von Langwaffenpatronen geht es um 1/10 mm, die man dazu ausnutzt. Gerade die Ausnutzung der Patronengesamtlänge unter Berücksichtigung des Überganges zum Laufprofil birgt viel Präzisionsgewinn zur Fabrikpatrone. Aber dort ist der Einfluss auch größer, weil da auch ganz andere Gasdrücke und Geschwindigkeiten wirken
      Aber generell ist der Freiflug schon eine wichtige Größe.
    • Floppyk wrote:

      Aber generell ist der Freiflug schon eine wichtige Größe.
      Bring mir das bitte näher.
      Das Geschoss fliegt zwar einen Augenblick frei, wird dann aber
      unweigerlich im Lauf geführt, in Rotation versetzt und tritt dort
      aus, wo jedes Geschoss austritt. Was ändert sich bei längerem
      Freiflug?
      Gruß, Ralf
      Alt, aber bewaffnet. :thumbsup:

      Orbis non sufficit
    • 2erlei wrote:

      Was ändert sich bei längerem
      Freiflug?
      Gase überholen das Geschoss und stören den exakten Eintritt in das Laufprofil. Außerdem wird ein einmal schief in das Laufprofil eintretendes Geschoss nicht zentriert, wie man meinen könnte. Es kommt auch schief wieder raus.
    • Der Freiflug eines Langgeschoßes aus einer Patronenwaffe ist
      eine ganz andere Nummer. In der Kammer fliegt die Kugel ja
      nicht wirklich frei, schräg in die Züge gepresst werden kann Sie
      auch nicht. Gerade wenn ein Filz dahinter liegt überholen auch
      keine Gase die Kugel (passiert beim Schrot ja auch nicht).
      Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
      Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.
    • Bei zu langer Flugstrecke im Zylinder kommt die Kugel mit viel zu hoher Geschwindigkeit an den Zügen an und wird dadurch ruckartig in Rotation versetzt, wodurch erheblich Blei abgeschabt wird und sich in die Züge setzt. Für die Präzision der einezelnen Kugel ist das unerheblich, aber die Treffpunktlage ändert sich dadurch mit jedem Schuss.
      "Je mehr Regeln und Gesetze, desto mehr Diebe und Räuber." Lao Tse (6. Jh. v. Chr.)

      Wegbeschreibung zum: :D FT-Team :W: iesloch :D
    • Und jetzt noch die Definition von "zu lange Flugstrecke".
      Ab wann ist es relevant?
      Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
      Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.
    • Da reichen ein paar Millimeter. Wenn ich meine Trommel bündig stopfe, dann schießt mein Revolver mit jedem Schuss ungefähr dahin wo ich hinziehle. Lasse ich ca. 3-5mm Luft bis zur Trommelkante, dann verteilen sich die Kugeln auf der ganzen Scheibe.
      Man muss aber z.B. auch darauf achten, dass man die Ladung nicht zu fest komprimiert. Das hat auch einen Einfluss.
      Es grüßt der Ottokar :)
    • Meines Erachtens ist es viel wichtiger, das der Spalt zwischen Trommel und Lauf nicht zu groß ist und
      das die Trommelbohrungen auch mit dem Lauf fluchten ( übereinstimmen ), was durchaus nicht immer gegeben ist.
      Was ich da schon alles gesehen hab !
    • Ich komprimiere immer nach Gefühl. Ich stopfe also bis ich meine, daß alles gut fest ist.
      Da habe ich auch noch nicht gesehen, daß es jemand anders macht, als ich es mache.
      Das Kaffeegriessgemisch ist da auch recht genügsam. Das sitzt sofort und ich mache
      mir da auch keine Gedanken, daß es nicht fest wäre. Das ist so eine Gefühlssache wie
      Ventile einstellen. Macht Ihr das anders?
      Gruß, Ralf
      Alt, aber bewaffnet. :thumbsup:

      Orbis non sufficit
    • Ja, genau. Dann habe ich das Gefühl, daß alles fest ist.
      Ottokar sprach hier davon, es nicht zu fest zu stopfen.
      Ab wann beginnt "zu fest"?
      Gruß, Ralf
      Alt, aber bewaffnet. :thumbsup:

      Orbis non sufficit
    • Bei einem Revolver drücke ich den Ladehebel runter bis es fest ist.
      Wenn fest, dann fest.
      Bei Pistolen und Gewehren, setze ich es und klopfe zwei mal.
      Habe ich mir beides abgeschaut.
      Lernen durch Nachahmung.
      Gruß, Ralf
      Alt, aber bewaffnet. :thumbsup:

      Orbis non sufficit
    • Fest heißt bei mir immer mit ungefähr demselben Schwung am Ladehebel arbeiten. Erst brauchts etwas Druck bis die Kugel reinflutscht und dann weiter mit etwas mehr Gefühl. (Ist wie beim ... <3 :whistling: ) Man kann ja sehen, wie weit der Stempel reingeht. Da würde aber mit mehr Kraft bzgl. Setztiefe noch mehr gehen.
      Habe früher mit CH4 gearbeitet, dass ließ sich schön zusammenschieben. CH2 schon weniger.
      Ich kenne jemanden, der wirklich gute Ergebnisse mit dem Revolver holt und der empfiehlt Polenta Maisgrieß. Weil der sich eher komprimieren lässt als Grieß. Da können ganz genaue die Setztiefe ggf. noch etwas nachjustieren.
      Also: Haue ich die Ladepresse einfach im Akkord runter schaffe ich knapp über 100 Ringe. Mit ein bischen Obacht geladen 120. Reproduzierbar. Deshalb der Hinweis.
      Es grüßt der Ottokar :)