Steinholzfussboden / Magnesitestrich / Magnesiaestrich - Asbest?

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    • Steinholzfussboden / Magnesitestrich / Magnesiaestrich - Asbest?

      Hallo,

      kennt sich evtl. jemand mit solchen Estricharten aus? Ich habe noch 2 Zimmer zum Renovieren und dort ist der Bodenaufbau über den Dielen mit solchem Steinholz.

      Das Haus ist von Ende 1890 und auch der Steinholzbelag ist wohl noch vor der DDR eingebaut worden. Was ich im Netz so gelesen habe, wurde sowas mit Asbest erst in der Nachkriegszeit, den 50ern verwendet.

      Die untere Schicht enthält Holzfasern was man so an der Bruchkante erkennen kann.

      Kennt sich jemand evtl. beruflich mit sowas aus? In einem anderen Raum wurde ebenfalls solcher Belag vor einigen Jahren auf Grund eines Wasserschadens / Versicherungsfall entfernt. Die Arbeiter damals haben das einfach so herausgerissen. Aber darauf möchte ich mich natürlich nicht verlassen.

      Auf dem Bild: ganz oben Kleberückstände vom Veloursbelag, dann das Steinholz und unten diese Schicht mit den Holzfasern. Das ganze direkt auf den Dielen mit Ochsenblutfarbe.
      Bilder
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    • Hallo,

      ich kann nicht ganz heraus lesen aus deinen Worten, wo dein Kernproblem liegt.
      Ich vermute einmal es ist das Asbest.
      Es wurde irgendwann einmal begonnen mit Asbest Sachen zu veredeln, wie man damals sagt. Es wird dir vermutlich niemand genau sagen können wann damit begonnen wurde. Asbest wurde in Putzen und in Beton hinzugegeben und verarbeitet. Damals sagte man, dass Asbest das Reissen des Putzes auf dem Untergrund verhindern würde bzw. der Putz oder Beton sich leichter verarbeiten lässt.
      Was möchtest du machen?
      Wenn du den Untergrund heraus nehmen möchtest kaufe dir eine Atemmaske mit Schraubfilter. Die Zulassung sollte für Asbest gültig sein.

      Gruß Viper1497
    • Sorry das Steinholz soll natürlich raus. Dielen freilegen und dann abschleifen....

      Vermutlich wurde der Belag zwischen den Weltkriegen aufgebracht oder früher noch.

      Möchte die Dielen natürlich auch dabei so wenig wie möglich beschädigen. Von oben mit nem Meißelhammer bringt nur sehr bescheiden etwas. Wollte jetzt mit einer Handkreissäge das ganze anschneiden und in Quadrate aufteilen um dann evtl. mit nem Stemmeisen vorsichtig drunter zu gehen und raus hebeln.

      Maske etc. habe ich aber da ich auch in der Wohnung lebe, gefällt mir das dennoch nicht wirklich - sollte überhaupt Asbest drin sein. Die Stäube verteilen sich ja überall, selbst wenn man absaugt.
    • Da kann ich dir helfen bzw. mein Bruder, der ist Bauingenieur und kennt sich mit sowas bestens aus, ich habe ihn mal eben angeschrieben und er hat mir das für dich geschickt:

      geschichten-gips.de/de/typische-ddr-untergrunde/

      Seiner Meinung nach ist das zu 100% ein Leunit-Estrich nach TGL 35 909 / 04, das Zeug ist nicht gefährlich, normale Staubschutzmaske reicht aus.

      Hoffe dein Problem ist geklärt - Gruß Uli
      "Welche Regierung würde es wagen, die politische Freiheit anzutasten, wenn jeder Bürger ein Gewehr und fünfzig scharfe Patronen zu Hause liegen hat?"
      Friedrich Engels MEW [Marx-Engels-Werke] Bd. 21, S. 345.).
    • Hallo,

      ohne Staub wird bei einer Renovierung nichts gehen, ich hoffe du weist das.
      Selbst Staub aus SiO² ist sehr ungesund und lungengängig. Das ist Feinstaub pur. Du müsstest mit einem Staubsauger absaugen, der entsprechende Klassifizierung hat und diesen noch zusätzlich draussen aufstellen. So habe ich das gemacht bei der Renovierung.

      Ich habe von der Firma Fein so eine oszillierende Maschine, damit habe ich den PVC Boden samt Ausgleichsmasse gelöst. Es gibt diverse Aufsätze zum Schneiden von Fugen in Fliesen etc. Es gibt auch eine Art Spachtel mit der man unter das Material fährt und die Vibrationen lösen den Verbund auf. Bei mir war auch ein uralter Holzfussboden (Parkett) darunter, den ich erhalten habe.

      Wenn du an einem Haus renovierst gehe sicherheitshalber davon aus, dass Asbest verbaut wurde. Trage Masken und sauge effektiv von draussen ab.

      In den alten Häusern wurde im Laufe der Zeit mehrfach renoviert und repariert. An einem Haus ist ständig Arbeit vorhanden.

      Gruß Viper1497
    • Vielen Dank für die bisherigen Antworten.

      Deswegen hab ich auch nicht viel Lust auf das ansägen. Muss ich mal schauen nochmal mit dem Meißelhammer. Wäre zwar mühseliger aber dabei würde weit weniger Staub entstehen und nebenbei löst sich der Belag gleich von den Dielen durch die Vibrationen.
    • Hallo,

      das Teil von der Firma Fein nennt sich Multimaster. Bei meinem Gerät kann man zusätzlich direkt am Gerät absaugen. Die Absaugung ist sehr effektiv.
      Bei diesem Fein Mulitmaster wird die Oberfläche aus Holz nicht zerstört, weil diese weicher ist als das mineralische Material, das aufgebracht worden war.
      Gibt es bei dir nicht die Möglichkeit solche Teile zu leihen. Die Maschinen kosten nämlich sehr viel Geld und du benötigst diese vielleicht maximal eine Woche.

      Gruß Viper1497
    • DIE_HARD schrieb:

      Viper1497 schrieb:

      Hallo,

      das Teil von der Firma Fein nennt sich Multimaster. Bei meinem Gerät kann man zusätzlich direkt am Gerät absaugen.

      Gruß Viper1497
      Sowas in der Art hab ich bereits - ebenfalls mit Absaugung. Welchen Aufsatz hast Du da genommen? Nur diese einfachen, halbrunden glatten Schaber?
      Stelle ich mir allerdings extrem zeitaufwändig jetzt vor damit ganze Räume :/
      Ist auch der einzige Schaber von Fein und das geht nicht grad flott.

      Bosch hat für knapp 100.- einen Elektroschaber, der schabt wirklich, anstatt wie Fein (nur) zu oszillieren.

      Z. B. hat Hilti für den Schlaghammer einen 100 mm breiten Schaber, da geht dann schon richtig was ab,
      muß man aber auch aufpassen, die Dielen nicht zu sehr zu verkratzen.

      Wenn Du nen guten Elektrohammer hast, nimm den breitesten Meisel und leg los.

      Asbest seh ich da keins - sei froh, dass kein Asphalt drin ist!
    • Hallo,

      ja.
      Ich habe damit rund 100 m² Fussboden von einem Belag befreit, der in den 60er Jahre aufgebracht worden war, weil dieses PVC damals unglaublich gut und pflegeleicht war. Die Maschine hat den Belag los vibriert und ich musste kaum Kraft aufwenden. Trotzdem bleibt es eine Arbeit und kein Spiel.

      Gruß Viper1497
    • Kratzer auf den Dielen / Ochsenblut wären erstmal nicht das Problem aber auf keinen Fall dürfen tiefere Kerben rein. Wird ja ehh noch abgeschliffen. Selbst leichte bis mittlere Kerben bekommt man im Notfall wie bei nem Schaft mit dem Bügeleisen noch raus. Da hab ich in den anderen Räumen schon genug durch ;)
    • DIE_HARD schrieb:

      Kratzer auf den Dielen / Ochsenblut wären erstmal nicht das Problem aber auf keinen Fall dürfen tiefere Kerben rein. Wird ja ehh noch abgeschliffen. Selbst leichte bis mittlere Kerben bekommt man im Notfall wie bei nem Schaft mit dem Bügeleisen noch raus. Da hab ich in den anderen Räumen schon genug durch
      Habe mich noch bei meinem Bruder erkundigt wie man das am besten entfernen kann, sein Tip(p).

      ebay.de/itm/Fliesenmeisel-SDS-…92f870:g:zVUAAOSwjmFakEsR

      Das würde wohl am besten funktionieren und wenn man den Meißel nicht zu steil stellt, würde das für den Untergrund fast ohne größere Beschädigungen gehen.
      (Ich gehe mal davon aus das du einen SDS-Bohrhammer hast.)
      "Welche Regierung würde es wagen, die politische Freiheit anzutasten, wenn jeder Bürger ein Gewehr und fünfzig scharfe Patronen zu Hause liegen hat?"
      Friedrich Engels MEW [Marx-Engels-Werke] Bd. 21, S. 345.).
    • nimbus0 schrieb:

      DIE_HARD schrieb:

      . Selbst leichte bis mittlere Kerben bekommt man im Notfall wie bei nem Schaft mit dem Bügeleisen noch raus. Da hab ich in den anderen Räumen schon genug durch ;)
      ???
      Nachdem ich in den anderen Räumen die Dielen geschliffen hatte, bin ich dummerweise mit einer Leiter drauf gegangen, wo so ein Schutz unten fehlte und hab daher ein paar Abdrücke ins Holz gemacht.

      Wenns nicht zu tief und krass ist, bekommt man das wieder raus, in dem die Stelle befeuchtet wird und dann kurz mit einem Bügeleisen drauf halten. Das eben so lang wiederholen, bis durch das sich ausdehnende Wasser alles wieder raus gekommen ist. Zum Schluss nochmal Schleifen.
    • So hab das Zeug jetzt ab. Hab es zu erst mit der Handkreissäge eingeschnitten. In einem Nebenraum ging es super und ziemlich einfach mit Stemmeisen / Hammer ganze Flächen heraus zu hebeln aber im Flur klebte es regelrecht am Holz. Ich denke dort war die Dielenfarbe schon ziemlich runter und man hat dann dort das Zeug drauf gegossen. Jedenfalls ging es dort nur in kleinen Stücken und mit Meißelhammer. Dabei hat es dann auch immer Teile der Oberfläche mit abgerissen, die unten an den Platten klebten.

      Ob ich das noch brauchbar wieder hinbekomme muss ich nach der Beräumung mal in Augenschein nehmen. Sehr ärgerlich. In dem anderen Raum ist die Ochenblutfarbe noch einwandfrei drunter gewesen und wohl daher nichts rausgerissen.
    • Vor der Frage der Aufbereitung stand ich auch, Ochsenblut, Fugen zugedreckt, geschüsselt kaum schleifbar...

      Neue zu 17.- € / m² 33 mm Dielen, 23 - 32 cm breit, da hat sich die Frage, ob rumpfriemeln erledigt.
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    • Naja was früher als Bodenbelag verlegt und mit Ochsenblutfarbe gestrichen wurde ist ja eigentlich was anderes als was wir uns heute unter Dielen vorstellen. Das sind im Prinzip nur Baubohlen aneinander gelegt. Dort hat man dann eben mal ne breitere oder eben ne engere Fuge. Alles auskratzen....Argh.

      Hab aber auch bei YT schon nen Video gesehen wo jemand diese Fugen weiter ausschneidet und mit einer anderen Holzart dann auffüllt. Das schaut nach dem Schleifen auch genial aus.

      In den anderen Räumen waren die auch dicke mit Farbe, duchgebogen, Ofenecken ausgeschnitten gewesen und und und aber das schaut jetzt alles wieder super aus. Natürlich rustikaler als wirklich neu gelegte Dielen. Macht natürlich sehr viel Arbeit mit den ganzen Nebenarbeiten wie eben Fugen kratzen, Nägel tiefer einschlagen, nachher alles zuspachteln ....etc....aber ich finde das Ergebnis gut.

      Nachfolgend mal ein Bild vorher und dann fertig abgeschliffen aber noch nicht geölt gewesen.
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    • Hallo,

      die früheren Dielen waren nur besäumt und hatten keine Nut- und Feder wie in jüngerer Zeit. Weiterhin waren die Bretter nur geschabt und nicht gehobelt.

      Ich hatte bei mir mühsam die alten Dielen wieder frei gelegt, gesäubert, geschliffen und lackiert. Nochmals würde ich das allerdings nicht mehr machen. Nach wenigen Monaten fingen einige Bretter an zu knarzen. Ich versuchte Nägel ein zu schlagen um die Befestigung zu erhöhen. Teilweise hatte ich Erfolg. Allerdings stellte ich auch fest, dass die Nägel keinen Halt mehr fanden, weil die Balken darunter wohl morsch waren. Dann stelle sich heraus, das einzelne Bretter wohl Holzwürmer hatten und sich auflösten. Also Brett auslösen, neues Brett zuschneiden und nageln, sodann schaben, damit die Höhe stimmt. Bei den morschen Balken als Unterlage kommt nur eine Totalop infrage. Steht noch bei mir aus.

      Gruß Viper1497
    • Ich hab jeden Nagel - allein schon wegen dem abschleifen - mit einem Dorn richtig versenkt. Hier und da wo Nägel waren, die mir zu leicht rein gingen hab ich gleich daneben noch einen neuen gesetzt. Das alles dann mit feinstem Schleifstaub angemixtem Oberflächenlack zu einer Spachtelmasse gerührt und jedes Nagelloch gespachtelt vor dem letzten Schliff. Fällt auch jetzt kaum noch auf hat sich gut alles angeglichen farblich.

      Zu 100% wird man auch nicht jegliche Geräusche vermeiden können. Es ist eben ein Fussboden der irgendwo arbeitet.
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