Bewerbungsfrust. . .allgemeiner Frust

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    • Bewerbungsfrust. . .allgemeiner Frust

      Moin Moin

      Ich bin/war jetzt schon ne Weile selbständig, es ist nicht immer einfach und oft sehr schwer, da man dem Geld häufig hinterher rennt. . .
      deswegen schaue ich von Zeit zu Zeit nach einer Festanstellung! Regelmäßig Geld auf das Konnto zu bekommen ist einfach cool 8)

      Leider möchte mich niemand einstellen, trotz super Zeugnissen (Berufsfachschule Metalltechnik) und Diplomabschluss (Kunst, Design und Grafik)
      Vor dem Studium wurde ich vom Land Baden-Würtenberg durch die Mangel gedreht, um zu prüfen ob ich studientauglich bin (ohne Abitur).
      Ergebnis : Mehr als tauglich, mein IQ wurde mit 141 festgestellt!

      Ich hatte vor einigen Tagen ein Gespräch beim Berater, dort habe ich das mal angesprochen es ist wohl so :
      Es ist leider so, dass die Chefs Leute, die mit Inovationen und viel Kreativität um die Ecke kommen, nicht gut leiden können!
      Noch schlimmer wird es, wenn der Chef im Bewerbungsgespräch merkt, dass das Gegenüber mehr auf dem Kasten hat als er selbst!
      Ich passe wohl leider nicht in das System. . .mit meinem Können erschrecke ich wohl etwas die Leute :S
      Aber ich kann mir schlecht das Hirn wegsaufen :/

      Weiter meinte der Berater: Es werden im Prinzip fast nur noch dumme Befehlsempfänger gesucht !

      Einige hier im Forum wissen, was ich baue: Modellflieger, bei denen man fast selbst mitfliegen kann inklusive Pneumatik-Fahrwerk an Dreh- und Fräßmaschine!

      Eigentlich dachte ich, ich hätte alles richtig gemacht mit meinem Bildungsweg. . .nur ist dem wohl nicht mehr so ;(
      "The right of the people to keep and bear Arms, shall not be infringed"
    • Ja das ist das "Geiz ist geil"-Syndrom.

      Chef zu den Angestellten: "Ihr habt zwar Gewinn gemacht aber nicht genug"!
      Es gibt einen Chef, der seiner Jahrespraktikantin verbietet den Backofen in der Küche zu benutzen für einen Nudelauflauf,
      weil es zu viel Strom kosten würde. Aber selbst mehrere dicke Spritschlucker fahren!


      @NC9210Habe ich hier bisher leider nicht so empfunden , wie ist das in der Schweiz? Vieleicht sollte ich auswandern ^^
      "The right of the people to keep and bear Arms, shall not be infringed"
    • TV-Bericht, späte 90er:
      Eine Buchhalterin mit 20 oder so Jahren Berufserfahrung suchte einen Job.
      Sie hätte auch Akten gestapelt oder einfache Büroarbeiten gemacht, auch für das kleine Geld, was man für sowas bekommt.
      Sie wollte nur irgendeinen Job in dem Metier, irgendwas.

      In ihrer Gegend leider unvermittelbar weil überqualifiziert!

      Dabei hätte jeder Chef gewusst, dass man ihr kaum was hättte zweimal erklären müssen und so auch für den Standardlohn Top-Qualität bekommen hätte.


      Traurig, was so abgeht!


      Stefan
    • . moin. gibt in vielen firmen die sogenannte herschaft der idiotie
      ich ha das selber ein leben lang erlebt. das sich dumme chefs, meist ältere die in den 70zigern jahren schnelle kariieresprünge machen konnten mangels menschen, sich in der heutigen hzeit durchaus im klaren sind, das sie heutzutage eine solche position nie bekommen würden....

      die haben angst vor zu intelligentem nachwuchs, denn , das könnte sie mittelfristig ihren posten kosten. also werden lieber dümerre, billige und vor allem bequemere mitsarbeiter eingestellt.

      ich kenn das selber aus der druckerei, da hatten abiturienten keine chance, und zwar mit der begründung des cehs, die bringen mir nur die belegschaft durcheinander mit ihrem gestänkere.

      ich denke , wie das in einem laden wirklich läuft, das hängt nur vom personalbüro und chef ab , wie intelligent, flexibel und arbeitsfreudig der selber ist.

      natiürlich gibt es ein zunehmendes problem mit den ganzewn gut gebildeten
      ich war 32 jahre an der uni und in der zeit hat sich der anteil der abiturienten, die meinten studieren zu müssen von 45% auf gut 57% erhöht.
      nur gibt es dafür gar nicht genug arbekitsplätze.
      dafür fehlen facharbeiter....
      manch einer hätte lieber facharbeiter werden sollen, anstatt umsonst nach den sternen zu greifen.
      die ganze hochausbildung junger menschen an hochschulen und unis hat eh schattenseiten....

      etwas 20 % übernehmen sich damit und sind nicht studierfähig, etwa 25 % stehen ständig unter leistungsstärkeden mitteln , bis sie abklappen.
      die abbrecherquote liegt auch inzwischen knapp unter 30 %
      und für allö diese menschen wäre es besser gewesen, eine nummer kleiner einzusteigen und facharbeiter zu werden..
      ich hab e jedesjahr erlebt wie studis im studentenheim abgeholt werden in richztung klapsmühle.

      für mich läuft da längst gaaanz viel verkehrt...

      sorry das war jetzt mal völlig unnett und ungeschminkt von mir.

      gruß edwin

      gruß
      INVICTUS
    • für einen jungen motivierten menschen, einen den man eigentlich sucht. ist es wahnsinnig schlimm, wenn er wie ich nie richtig fuß fäßt jahrelang beruflich , sich deswegen nichts aufbauen kann un d immer mit angst im genick lebt, wieder arbeitslos zu werden.
      natürlich gibt es in den verschiedenen bundesländern verschieden starlke wirtschaft und daurch verschieden große nachfrage an mitarbeitern.
      da wird ja immer davon geredet die jungen müssen flexibel sein und wie ei9n nomade zur arbeit hin reisen .
      im prinzip richtig, wenn aber nur mit zeitverträgen gearbeitet wird, soll der dann immer mal durch die brd reisen für den nächsten zwitvertrag ?

      wo bleibt da dessen planunfgssicherheit für eine familie....?

      unser system ist ziemlich im eimer.

      gruß edwin
      INVICTUS
    • NC9210 schrieb:

      Ich sehe das genaue Gegenteil.
      Ich sehe, dass sich in diesem Forum auffällig viele Hochintelligente tummeln. :rolleyes:

      Jahrelange Selbstständigkeit kann schon mal disqualifizierend wirken. Einzelkämpfer (die zudem noch ihr eigener Chef waren) sind wie Querköpfe nicht gerne gesehen, weil schlecht integrierbar.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von TumberTambour ()

    • Ich bin derzeit in einer ähnlichen Situation. Abschlusszeugnis Realschulabschluss 10B mit Qualifikation, 2.0er schnitt, dann krank geworden, dann bis letztes jahr die Großeltern gepflegt und seit 2015 über 200 Bewerbungen rausgeschickt, ein Bruchteil davon überhaupt beantwortet. Einladungen zu Vorstellungsgesprächen nur 3, alle absagen

      dann das beste: bei einem dieser Vorstellungsgespräche wurde ich dann direkt bei dem Gespräch dazu eingeladen, für 2 Wochen (was schon viel zu viel ist, dazu später) zum probearbeiten zu kommen, denn man möchte unbedingt allen Bewerbern die gleiche Chance geben. Anfang 17 Tage nach dem Gespräch direkt am Montag. ich hab natürlich zugesagt und alles soweit vorbereitet, dann kam am Donnerstag davor um 16:30 der Anruf "sie brauchen nicht zu kommen am Montag, wir haben unseren Azubi"
      der Gleiche Nachname wie die Zippe von Leitung Personalwesen-danke, ihr mich auch.

      derzeit bin ich deswegen teilnehmer bei einer Maßnahme, die individuell dabei hilft, bestmögliche Bewerbungen zu erstellen und dann auch zu vermitteln, mit Training für Bewerbungsgespräche und alles drum und dran. ich warte noch auf Antwort von mehreren Stellen, aktuell sind 5 Bewerbungen raus und unbeantwortet bis auf das standart "Bewerbung erhalten, Auswahlverfahren läuft noch, dauert also bis etwa Februar oder so, warte also einfach"


      aber am witzigsten sind die telefonbewerbungen, vor allem wenn einem dann ein rückruf versprochen wird, der nie kommt, man selbst nochmal anruft, vertröstet wird, das ganze mehrere wochen so läuft und man dann einfach keine Lust mehr hat.

      aber es findet sich immer was, einfach durchhalten...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tizzandor ()

    • wenn ich mal ganz oldschool was dazu schreiben , darf , ich habe mich bei dutzenden firmen auch vorgestellt, die grade gar niem,and suchten, und diese 5 mal wo ich arbeitlos war habe ich dadurch immer einewn neuen zeitjob bekommen......

      nie übers arbeitsamt...

      die fanden wohl meine selbstinitiztive gut , denk ich.

      gruß edwin
      INVICTUS
    • Je mehr Bewerbungen um so mehr Chancen. Man sollte sich vorher über den Betrieb informieren und Ihn auch entsprechend ansprechen.

      Unternehmen suchen hochqualifizierte Angestellte (am liebsten zum Lohn eines Ungelernten). ;) Je besser man ist und um je weniger man kostet um so besser. Böse aber wahr. Ein Unternehmen will mit einem Kohle machen.

      Wenn man was kann, kann man auch höher Pokern. Glücklicherweise muß ich mich nicht mehr bewerben.

      Gruß Play
      Feinwerkbau: (FWB 600, 601,602, 603, 300S, 65, 100, 150), Steyr 110, Anschütz SA 2001, Walther: (LGM2, LG90, LGR, WLA, P88), AR20, Air Magnum, Single, Weihrauch: (HW77, HW40, HW 75), Zoraki: (914, 918, R1), Colt (1911, M45 CQBP, SAA), Umarex: (MP40, C96, HPP, SA177), Smith & Wesson: (586, Chiefs Spezial), GSG: (M11, CP1-M, CR600W, PR900W, P08), Crosman: (2240, 1377), Norconia: (P1, QB78d), Hatsan: (Hercules, Carnivores), Diana: (D75, Chaser), Excalibur (Exomax, Matrix Mega405, Bulldog400).
    • Nicht zu vergessen, das gute, alte "Vitamin B" - wie Beziehung.

      Bei uns in der Firma läuft es eigentlich genau auf der Basis, wenn mal jemand aufhört, was selten genug vorkommt, dann sucht unser Chef erst einmal im Kreise seiner Angestellten nach dem Motto "Wer von euch kennt einen zuverlässigen Mann / Frau mit wenigstens 5 Jahren Berufserfahrung".

      Somit sind Berufseinsteiger, egal wie gut ihre Qualifikation auch ist, schon mal Chancenlos.
      Traurig aber wahr.

      Also vielleicht mal im Bekanntenkreis fragen, ob in deren Firmen nach Leuten gesucht wird.
      Muss nicht klappen, aber kann . . .
      "Welche Regierung würde es wagen, die politische Freiheit anzutasten, wenn jeder Bürger ein Gewehr und fünfzig scharfe Patronen zu Hause liegen hat?"
      Friedrich Engels MEW [Marx-Engels-Werke] Bd. 21, S. 345.).
    • Guten Morgen,

      Ich hatte vor kurzer Zeit das Vergnügen, auf der anderen seite vom Tisch zu sitzen.
      Wir hatten 5 Monteur Stellen ausgeschrieben und ich guter Dinge.
      Doch die Ernüchterung kam sofort.
      Da gab es Bewerber mit gehaltsvorstellungen von 80.000 Euro und mehr im Jahr.
      Zur Erinnerung..wir suchten Monteure.
      Andere forderten einen Firmenwagen Audi a4, Mercedes c Klasse....etc.
      Wir suchten noch immer lediglich Monteure ...
      Im persönlichen Gespräch kam oftmals eine gestörte fremd.- und eigenwahrnehmung zum Vorschein:-( viele Bewerbungen waren verziert mit Dingen, die sie angeblich können. Beim hinterfragen platzte dies wie eine Seifenblase. Und das oftmals schon bei der Abfrage der 5 sicherheitsregeln.
      Obwohl im anforderungsprofil sehr detailliert die Aufgaben beschrieben wurden...u.a. Montagetatigkeiten Freileitung , waren wieder einige überrascht, dass sie im Freien arbeiten sollten...und dass nicht immer nur bei Sonnenscheingarantie.
      Die meisten waren einfach wirklich schlecht vorbereitet, haben sich grenzenlos überschätzt und Unwahrheiten in der Bewerbung angegeben.
      Und so blieben von über 100 Bewerbern lediglich 2 übrig :(
      Hatte ich mir so auch nicht vorgestellt.
      Ein interessanter Eindruck, beide Seiten kennenzulernen.

      Schöne Grüße, Kai
      ...fürchte nicht den Wind...denn ich bin der Sturm...
    • Also wenn man sich bewirbt -besser davor- sollte man alle Informationsmöglichkeiten nutzen, und davon gibt es heutzutage viele. Eingestellt wird nämlich der, der sich am besten bewerben kann, und nicht der, der am besten zu der Stelle paßt.

      Ein cooler Typ mit leicht arroganten Anflügen ist Heiko Mell, der macht sowas wie eine Karriereberatung für Ingenieure. Das meiste ist aber auf viele andere Berufe übertragbar und m.M. auch für Nicht-studierte hilfreich. Links dazu hier und hier. Aber Vorsicht: Der Mann neigt zu Sarkasmus und deutlichen Worten, die am Amüsantesten sind, wenn man nicht selbst betroffen ist. Das kann manchmal wehtun, wenn das eigene Weltbild dann doch ein anderes ist. Oft hat man sich über Jahre seine Sichtweise aufgebaut, ohne daß man das ernsthaft auf allgemeine Gültigkeit überprüfen könnte. Man sollte sich -im eigenen Interesse- immer fragen, ob an dem Gesagten vielleicht doch etwas Wahres dran sein könnte.

      Aus der Lektüre dieser wöchentlichen Kolumne über die letzten 20 Jahre habe ich so ein grobes Verständnis der Mechanismen entwickelt. Ein wirklicher Experte bin ich in dem Feld zwar nicht, möchte aber einige Sätze anfügen, die dem einen oder anderen vielleicht doch weiterhelfen.

      Grundsätzlich ist wohl das Haupthindernis bei einer Einstellung, daß man bereits arbeitslos ist (über ein Jahr). Das sollte man also unbedingt vermeiden und nie selbst kündigen, ohne eine neue Stelle sicher zu haben. Man muß sich dazu nur in die Position des Einstellenden versetzen. Wenn jemand lange arbeitslos ist, geht der davon aus, der Bewerber hat alles versucht, einen Job zu kriegen, aber keiner wollte den haben. Warum sollte er den dann einstellen; vielleicht gibt es auch noch Gründe, die er gar nicht kennt, warum es bisher nicht geklappt hat. Und wenn der länger krank war, passiert das bestimmt wieder. Nein, das ist ihm dann doch zu riskant. Und nach einer gewissen Zeit möchte der Bewerber vielleicht lieber morgens fernsehen als früh aufzustehen und hat den Rhythmus verloren. Nochmal, hier geht es nicht um Vorurteile, sondern um -nicht öffentlich kommunizierte- Gründe, warum es nicht klappt. Wenn man die kennt, kann man das ggf. im Gespräch nutzen und solchen unausgesprochenen Vorbehalten aktiv entgegenwirken und ggf. solche Bedenken selbst ansprechen.

      Bei der Bewerbung ist mit wenigen Ausnahmen erstmal wichtig, daß man 'so ist wie die Anderen', d.h. daß man von seiner Art und dem Auftreten, Kleidung usw. zu der angestrebten Zielgruppe paßt. Wenn man Banker werden will, kommt man anders daher als wenn man sich für ein Handwerk bewerben will. Das minimiert das Risiko für den Einstellenden, daß es in der Zukunft zu Problemen in der Gruppe aufgrund von 'Nicht-passen' kommt. Das ist wie wenn man eine Schraube aus der Packung nimmt, da nimmt man auch nicht eine besonders lange oder krumme. Und der Einstellende, sofern er nicht der Eigentümer eines Betriebes ist, möchte sich ja auch keinen Fehler nachweisen lassen und daher absichern. Seine besonders außergewöhnlichen Fähigkeiten kann man noch genug zeigen, wenn man erst einmal eingestellt wurde.

      Außerdem hilft es, wenn man sich über den Arbeitgeber und die Stelle vorher informiert und beim Anschreiben und/oder Bewerbungsgespräch -so es denn zustande kommt- an geeigneter Stelle (!) dieses Wissen anbringt. Das machen wohl nur sehr wenige und ist mit geringem Aufwand möglich !

      Abschließend noch ein anderes Thema. Ein großes Hemmnis bei Einstellungen sind oft die bürokratischen verwaltungsrechtlichen Hürden. So schön die tariflichen Eingruppierungen auch sind, sie helfen vor allem denen, die bereits eine Beschäftigung haben. Bei Neueinstellungen ist das aber oft ein Riesenproblem, je nach Alter und Berufsjahren (s. den Fall der Sekretärin in einem Post weiter oben). Ganz freigeben kann man die Gehälter aber auch nicht, dann würde es von den Unternehmen natürlich ausgenutzt. Dazu kommen noch die ganzen politischen Vorgaben wie die Bevorzugung von Behinderten, Frauenförderung, Befristungsregelungen usw., die inzwischen auch solche Blüten getrieben haben, daß in bestimmten Bereichen quasi ein Einstellungsstop für Männer besteht (natürlich nicht offiziell) und damit nicht die qualifizierteste Person eingestellt wird.

      Ich wünsche allen, die sich gerade bewerben (müssen), viel Erfolg und Ausdauer, und natürlich ein trotzdem schönes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr.
    • Tachle,
      habe vor fast 20 jahren das Ingenieursdasein an den Nagel gehängt (trotz guter, unbefristeter Verträge) und bin in die Ausbildung gegangen- Nochmal studieren, Referendariat, etc....
      Überlegts Euch- Lohnt sich.... Hab jetzt zwar weniger Geld wie mit Anfang 30 aber SICHERHEIT bis an das Lensende. Die Ausbildungseinrichtungen suchen (gute) Leute.

      Fachkräfte: Ich prüfe seit 10 Jahren für IHK und seit etwa 6 Jahren für die HWK, in dieser Zeit etwa 100 Gesellenbriefe vergeben. 95 haben Arbeit in den Berufen, zu ordentlichem Geld und ordentlichen Verträgen. Ob der Norden die Insel der Glückseligen ist? Manchmal glaub ichs fast selber. Die zufriedensten Menschen leben hier..... Grad laufen wieder Prüfungen, die 22 Gesellen sind schon weg vom Markt, obwohl nicht die hellsten Kerzen am Baum....
      Die Betriebe rufen schon bei mir an, ob ich noch Leute hab....
      Muss jetzt zur Arbeit, Greetz
      Thomas
      Leinöl- Was sonst..... :love:
    • 500 m weg von hier eine Schlosserei/Stahlbau. Draußen ein riesen Schild: "Suchen Mitarbeiter/Auszubildende".
      Enkel bewirbt sich. Keine Reaktion.
      Enkel besucht die Firma. "Chef hat jetzt keine Zeit".
      Enkel besucht wieder die Firma: "Chef ist nicht da..."

      Enkel lernt jetzt dank Vitamin B woanders.

      Aber in der Zeitung riesen Artikel, dass tausende Lehrstellen (angeblich) nicht besetzt werden konnten, da es keine Jugendlichen Interessenten gibt.
      Wie schade, dass so wenig Raum ist zwischen der Zeit, wo man zu jung, und der wo man zu alt ist.
      [Charles-Louis Secondat)
    • Wenn ich mir überlege wer sich in der Vergangenheit schon alles auf freie Stellen bei mir/uns beworben hat...

      Die Bewerbungsunterlagen unvollständig und/oder vollgesifft, zig Rechtschreibfehler, inhaltlich fragwürdig. Wenn es dann doch zu einem Gespräch gekommen ist taten sich manchmal Abgründe auf.
      Die Antwort eines Bewerbers auf die Frage warum er Elektriker werden will: "Da interessiere ich mich für. Ich habe schon immer gerne was mit Computern gemacht. Spiele wie World of Warcraft z.B."

      Ein anderer wollte vorab schon mal wissen "was man denn so verdient" .

      Befragt nach seinen Beweggründen für seine Bewerbung aus einer Festanstellung auf die bei uns ausgeschriebene Stelle als Elektriker antwortete vor zwei Jahren jemand:
      "Ich war während meines Zivildienstes bei der Städtereinigung. Würde jetzt gerne wieder in den öffentlichen Dienst. In meinem aktuellen Job muss ich soviel arbeiten und das ist alles so anstrengend."



      Solchen Leuten soll ich nen Job geben? Eher nicht.
      Schönen Gruß
      Michael

      Sommer ist solange die Pfütze nicht zufriert!