"Verfärbungen" an Klinge

    • Hallo,

      the_playstation schrieb:



      Natürlich kann man das feststellen. Und bei echtem Damast ist das gar nicht so einfach, die perfekt feuerzuverschweißen. Das ist nicht so einfach wie irgendwelche Waltundwiesen-Stahlsorten zusammenzukloppen, um eine Färbung zu erzielen.

      Wenn ich das nicht feststellen kann, wer dann? Ich mache darüber sogar mal einen Vortrag mit REM Bildern, ...

      Alles eine Sache der Übung Play.

      Wie viele Damastbleche hast du in deinem Leben schon verschweißt? Nennst du eine Esse oder diverse Essen, diverse Ambosse, diverse Schmiedehämmer und Zangen dein Eigen?

      Die Kombination der verschiedenen Stahlsorten ist eine Erfahrung, die man nur durch viel Übung erlernen kann.

      Wie erkennst du den Unterschied zwischen einem echten und einem unechten Damaststahl?

      Feld- Wald- und Wiesen Stahlsorten gibt es bei uns seit vielen Jahren nicht mehr. Sie haben allesamt einen Namen.

      Gruß Viper1497
    • Hatte ich das Alles nicht schon ausführlichst in anderen Threads geschrieben. Muß ich mich wirklich wiederholen. Wenn ich schmieden möchte, dann frage ich einen befreundeten Schmied, ob ich bei Ihm vorbeikommen kann.
      Ich war auf mind. 6x Schmiedetreffen. Denkst Du meine echten Damastschwerter wachsen an Bäumen?

      Da habe ich Alles, was ich brauche. Z.B. 3x große Maschienhämmer, 2x große Ambosse, eine große Esse und eine riesige Planschleifmaschine.

      Ich habe Tantomesser, Katana, Spatha, div. feststehende echte Damastmesser. Sogar Eines aus mehreren Lagen tordiertem Damast mit aufgesohlter Schneidleiste. Sogar ein Breitschwert aus 4x Bahnen abschnittstordiertem Damast mit aufgesohlter Damastschneidleiste.

      Im übrigen merkt man erst bei der Härtung, was Sache ist. Nicht beim Zusammenkloppen der Schichtpakete.

      Bitte erzähle mir nicht, was Damast ist. Ich habe mich damit hobbymässig mind. 15 Jahre beschäftigt und in meiner Sammlung sind Schwerter und Messer, die Du bestimmt so in der Qualität noch nicht gesehen hast.

      Ich war Moderator in zwei Schwertforen, die sich nur mit Originalschwertern und Topschwertern und Klingen auseinandergesetzt haben. Habe Originale auf Echtheit untersucht. Und ich rede jetzt nicht von 0815 Fabrikmessern wie im Messerforum.

      Gruß Play
      Feinwerkbau: (FWB600, FWB601,FWB602, FWB603, FWB300S, FWB65, FWB100), Anschütz SA 2001, Walther: (LGM2, LG90, LGR, WLA, P88), 850 Air Magnum, Weihrauch: (HW77, HW40, HW 75), Zoraki: (914, 918, R1), Colt (1911, M45 CQBP, Single Action Army), Umarex: (MP40, C96, HPP, SA177), Smith & Wesson: (586, Chiefs Spezial), GSG: (M11, CP1-M, CR600W, PR900W, P08), Crosman: (2240, 1377), Norconia: (P1, QB78d), Hatsan: (Hercules, Carnivores), Diana: (D75), Excalibur (Exomax, Matrix Mega405, Bulldog400).

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    • Hallo Play,

      du bist ein Theoretiker, du hast dir das Wissen angelesen.

      Wie viele Stunden hast du an einem Amboss auf diesen gedroschen?

      Ach ich vergaß du leihst dir ja einen Federhammer aus.

      Mit was oder wie härtest du?

      Normalisierst du vor dem Härten?

      Gruß Viper1497
    • Ich habe schon einige Messer geschmiedet. Ich habe sogar mal meinen eigenen Stahl aus Flußsand in einem kleinen, selbstgemachten Ofen verhüttet.

      Zum Härten:
      Je nach Stahl gibt es Lufthärter, Wasserhärter und Ölhärter. Man härtet in warmen Öl, damit Bläschen schnell vom Material weg können. Dann gibt es noch Cryohärtung und Vakuumhärtung und Stickstoffhärtung. Härtetemperatur z.B. 800 Grad. Einmal oder 2x Anlassen. Z.B. 2x 1 Std. bei 220 Grad. Je nach Stahlsorte.


      Ich glühe das Material z.B. eine Nacht in einem Härteofen. Ich schmiede so lange, bis ich mit der Form und Symetrie und Gradlinigkeit zufrieden bin. :D

      Und da wir gerade von Damast sprechen. Man sollte die Damastklinge tunlichst exakt von jeder Seite gleich schmieden und später schleifen. Feuerverschweißen mit dem Federhammer. Wird besser.

      Noch irgendwelche Fragen? Das einzig dumme. Wenn man richtig geile Klingen hat, interessieren einem die normalen nicht mehr so.

      Ich schmiede nicht mehr oder selten. Liegt daran, daß man A Zeit und B ich zur Schmiede hinfahren müßte. Glücklicherweise habe ich einen Vorrat für den Fall, daß ich mir was Neues machen will.

      Sowas bekommt man nicht im Messerkatalog. :)

      Gruß Play
      Feinwerkbau: (FWB600, FWB601,FWB602, FWB603, FWB300S, FWB65, FWB100), Anschütz SA 2001, Walther: (LGM2, LG90, LGR, WLA, P88), 850 Air Magnum, Weihrauch: (HW77, HW40, HW 75), Zoraki: (914, 918, R1), Colt (1911, M45 CQBP, Single Action Army), Umarex: (MP40, C96, HPP, SA177), Smith & Wesson: (586, Chiefs Spezial), GSG: (M11, CP1-M, CR600W, PR900W, P08), Crosman: (2240, 1377), Norconia: (P1, QB78d), Hatsan: (Hercules, Carnivores), Diana: (D75), Excalibur (Exomax, Matrix Mega405, Bulldog400).

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    • Zur Theorie (und Praxis):

      Solange ich praktisch 3 der 6 besten Schwerter auf dem Planeten besitze bin ich praktisch sowie theoretisch voll zufrieden. Vom Material her ist nur Jens Beinbeißer etwas besser. Dafür haben meine die bessere Geometrie.
      Die Damastkombination muß halt optimal zur Geometrie ausgewählt werden. Und da Jens Beinbeißer etwas schwerer und kürzer ist, eignete sich eine etwas andere Kombination besser. Bei meinen wäre Sie unmöglich bzw suboptimal gewesen. Sollte ich Rentner werden, baue ich mir ein noch etwas Besseres das noch etwas perfekter ist. :D Aber die Schleifarbeit wird der Horror. :(

      Praxis und Theorie sind hier Eins.
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    • Macht doch nicht so eine Panik mit dem Messer.

      Dass sich der Stahl da auflöst, ist gequirlte Kacke.

      Ich musste mal einen Tulwar aus echtem Damast aufarbeiten und habe die Oberfläche zum Schluß mit simpler Stahlwolle 000 und Öl schön gleichmäßig hinbekommen - fleckig war dann nichts mehr, halt sehr wenig heller im Ganzen.

      Dann das Messer gut einölen und in die Vitrine.

      An der Parierstange ist es eh besser, wenn dort der Stahl weicher ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Marechal ()

    • Yup. Einfach säubern und einölen. Z.B. mit Balistol (leicht basisch). Das neutralisiert eventuelle Säurereste.
      Ansonsten so lassen. Denn es ist zu bezweifeln, ob man / wer eine neue, gleichmässige Färbung bzw Neuätzung, ... hinbekommt. Für mich steht das Wohl des Stahls an erster Stelle. Die gleichmässige Optik wäre mir nicht so relevant.

      Gruß Play
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