"Verfärbungen" an Klinge

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    • "Verfärbungen" an Klinge

      Hallo Leute,

      ich bräuchte einmal Rat von den Metallspezialisten.
      Die Klinge eines meiner Messer hat direkt über dem Parierelement eine andere Farbe als der Rest der Klinge. Ob die Stelle heller oder dunkler ist kann man noch nichtmal sagen. Je nach Licht schimmert es mal heller oder mal dunkler als der Rest der Klinge. Es ist schwer zu erklären. Schaut einfach die Fotos an. Hoffe man kann es ein halbwegs erkennen.
      Kann mit jemand den Grund dafür nennen und ob es problematisch ist?

      Viele Grüße
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    • Hallo,

      danke für deine Antwort. Den Punkt meine ich nicht. Das scheint Lötzinn zu sein, ja. Stört mich allerdings auch :D
      Die Klingehat auf der ganzen Breite eine andere Färbung. Ist auf den Fotos blöd zu erkennen. Aber in der Realität je nach Lichteinfach deutlich zu sehen.
      Parierstange ist aus Bronze und angelötet.

      Viele Grüße
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    • Hallo,

      MS heißt Messing.

      Egal, ob MS oder Bronze. Im jedem Fall ist in der Legierung Kupfer drinnen. Ich vermute, dass das Kupfer die Nachbarschaft angegriffen hat.

      Die dunkel verfärbte Stelle dürfte auch unter einer starken Lupe rauer sein als die Stelle davor.

      Abhilfe ist polieren aber bitte mit Vorsicht.

      Wenn du wissen willst, wie die dunkel verfärbe Stelle zustande kommt, frage nochmals an.

      Gruß Viper1497
    • Jo, mit der Flamme gelötet

      Viper1497 schrieb:

      Stimmt es, dass die Parierstange aus MS und angelötet wurde mit Weichlot?

      Das wäre dann eine Erklärung für die Verfärbung deines Stahls.

      Maverick14 schrieb:

      Ähm was ist MS?

      Ob es nun Messing oder Bronze ist, ist nicht soo wichtig.
      Entscheidend scheint zu sein das hier mit der Flamme gelötet wurde.
      Dazu wurde entfettet und Flußmittel verwendet, das hat zu den
      Abweichungen geführt.
      Sollte aber nur ein Ästhetisches Phänomen sein.
    • Hallo,

      Konntest du mit einer Lupe die dunklen Stellen ansehen?

      Vermutlich sind diese rauer als die vordere Stelle.

      Irgendwie hat sich von deinem 1.000 fach gefaltetem Material etwas aufgelöst.

      Es kann sein, das das Flussmittel die Ursache in Verbindung mit der Wärme war. Hierzu wird verdünnte HCl mit Stücken, die verlötet werden sollen, verwendet.

      Denkbar wäre auch weil das Kupfer edler ist als Eisen, dass sich Eisen aufgelöst hat durch Oxidation. Deine Klinge ist nicht homogen. Es sind Kohlenstoffeinlagerungen enthalten.

      Mit Polieren wird die dunkle Stelle wieder glatter und damit auch heller werden.

      Gruß Viper1497
    • Vielen Dank für eure Antworten
      Meine Sorge wäre halt, dass die Klinge an der Stelle, warum auch immer, instabiler (Material aufgelöst...lässt schon sämtliche Alarmglocken bei mit läuten) ist. Bei einem Vitrinenobjekt theoooretisch egal. Aber nur sehr theoretisch :D
      Mit der Luppe kann ich Morgen schauen. Aber auf den ersten Blick würde ich sagen, dass es schon sein kann, dass es dort etwas rauer ist.
    • Hallo,

      Nehme mal eine starke Lupe und sehe nach.

      Die Stelle sieht geätzt aus.

      Die Klinge hat an dieser Stelle nicht mehr die Festigkeit wie ohne diese Verfärbung.

      Ich würde die Klinge mal polieren, ob du das weg bekommst. (Polierpaste gibt es zu kaufen)

      Fatal wäre, wenn sich durch die Ätzung die tiefen Kristalle herausgelöst hätten und dann eine Kerbwirkung eintreten würde.

      Aber das Teil liegt ja nur in deiner Vitrine.

      Gruß Viper1497
    • Ob sich der Aufwand lohnt? Die sauberste Methode wäre eine komplette Behandlung. Aber ob man das genau so gut hinbekommt, ist fraglich. Man kann da mehr vermurksen, als man gewinnt. Mußt Du natürlich selbst wissen. Mir sieht die Klinge tiefgeätzt aus. Also nicht nur, um eine Verfärbung zu erreichen, sondern auch eine Reliefstucktur zu erzeugen. Die Behandlung nach dieser Ätzung hat an der Stelle anders gewirkt.

      Gruß Play
      Feinwerkbau: (FWB600, FWB601,FWB602, FWB603, FWB300S, FWB65, FWB100), Anschütz SA 2001, Walther: (LGM2, LG90, LGR, WLA, P88), 850 Air Magnum, Weihrauch: (HW77, HW40, HW 75), Zoraki: (914, 918, R1), Colt (1911, M45 CQBP, Single Action Army), Umarex: (MP40, C96, HPP, SA177), Smith & Wesson: (586, Chiefs Spezial), GSG: (M11, CP1-M, CR600W, PR900W, P08), Crosman: (2240, 1377), Norconia: (P1, QB78d), Hatsan: (Hercules, Carnivores), Diana: (D75), Excalibur (Exomax, Matrix Mega405, Bulldog400).
    • Die Klinge hat max. 300 Schichten. 1,2,4,8,16,32,64,128,256,512 Also ca. 8-9x feuerverschweißt (gefaltet) ;) . Nicht gefaltet!
      Falten ist zwar auch Feuerverschweißen. Aber der Sinn und Zweck ein völlig anderer!

      Ich würde da auf keinen Fall polieren. Dann muß man neu ätzen und neu nachbehandeln. Das sieht dann eventuell nicht mehr so schön aus. ;) Man wird es kaum wieder so hinbekommen.

      Daher reinigen und dann nachbehandeln. Aber halt die ganze Klinge. Nix schleifen und nix ätzen!

      Gruß Play
      Feinwerkbau: (FWB600, FWB601,FWB602, FWB603, FWB300S, FWB65, FWB100), Anschütz SA 2001, Walther: (LGM2, LG90, LGR, WLA, P88), 850 Air Magnum, Weihrauch: (HW77, HW40, HW 75), Zoraki: (914, 918, R1), Colt (1911, M45 CQBP, Single Action Army), Umarex: (MP40, C96, HPP, SA177), Smith & Wesson: (586, Chiefs Spezial), GSG: (M11, CP1-M, CR600W, PR900W, P08), Crosman: (2240, 1377), Norconia: (P1, QB78d), Hatsan: (Hercules, Carnivores), Diana: (D75), Excalibur (Exomax, Matrix Mega405, Bulldog400).

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von the_playstation ()

    • the_playstation schrieb:

      Die Klinge hat max. 300 Schichten. 1,2,4,8,16,32,64,128,256,512 Also ca. 8-9x feuerverschweißt (gefaltet) ;) . Nicht gefaltet!
      Falten ist zwar auch Feuerverschweißen. Aber der Sinn und Zweck ein völlig anderer!


      Gruß Play

      Hallo Play,

      deinen letzten Post solltest du nochmals lesen und ggf. korrigieren. Du hast m.E. einen Dreher da drinnen.


      "feuerverschweißt (gefaltet) . Nicht gefaltet!"
      "Falten ist zwar auch Feuerverschweißen"

      Du widersprichst dir selbst.

      Gruß Viper1497

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Viper1497 ()

    • Die Zahlen? Ich hoffe aber, das Prinzip ist klar. Beim Falten homogenisiert man unterschiedliche Stahlsorten durch die Difusion vom Kohlenstoff zwischen den Schichten. Beim Damast (sofern richtiger) versucht man, die Stahleigenschaften der unterschiedlichen Lagen getrennt zu halten und keine Vermischung zuzulassen. Auch wenn bei beiden Arten plattgehauen und "gefaltet" ;) wird.

      Der Sinn und Zweck ist quasi gegensätzlich.

      Gruß Play
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    • Wenn mit dem Brenner gelötet wurde, ist das Metall (Stahl) doch an der Parierstange jetzt weich?

      Bei einer so dicken Klinge muss ganz schön Temperatur gegeben werden, bis die Verlötung eintritt.

      Die Aufhellung - da ist wohl die Lötstelle versäubert worden, bzw. ist die durch das Flußmittel verursacht worden.