Wölfe & Wildschweine - Thread (Fortsetzung)

  • Andererseits gibt es mittlerweile quasi schon einen Wolfstourismus und Hobby-Wildkamera-Fans, ... D.h. immer mehr Leute, die alles daran tun, um einen Wolf zu sichten. Jeder hat heutzutage ein Handy dabei. Der Wolf kann sich dem nicht entziehen. Schon gar nicht in einem Gelände mit wenig Wald.

    Wie schon gesagt. Der Wolf kann sich nicht unsichtbar machen.

    Gruß Play
    Feinwerkbau: (FWB600, FWB601,FWB602, FWB603, FWB300S, FWB65, FWB100), Anschütz SA 2001, Walther: (LGM2, LG90, LGR, WLA, P88), 850 Air Magnum, Weihrauch: (HW77, HW40, HW 75), Zoraki: (914, 918, R1), Colt (1911, M45 CQBP, Single Action Army), Umarex: (MP40, C96, HPP, SA177), Smith & Wesson: (586, Chiefs Spezial), GSG: (M11, CP1-M, CR600W, PR900W, P08), Crosman: (2240, 1377), Norconia: (P1, QB78d), Hatsan: (Hercules, Carnivores), Diana: (D75), Excalibur (Exomax, Matrix Mega405, Bulldog400).
  • Hallo,

    Hallo,

    ich zitiere einmal aus dem Post Nr. 2279 von Floppyk, der einen Artikel aus Focus Online bereit gestellt hat.


    „...
    Letzte Studie zu Wolfsangriffen aus dem Jahr 2002

    Die letzte europaweite Studie über Angriffe von Wölfen auf Menschen stammt aus dem Jahr 2002. Forscher des Norwegischen Instituts für Naturforschung listeten 59 Angriffe zwischen 1950 und 2000 auf. Wölfe töteten neun Menschen, darunter auch den dreijährigen Javier Iglesias Balbin aus Spanien. 1974 verschleppte ihn ein Wolf in einen Wald. Fünf Menschen wurden Opfer tollwütiger Tiere. ...“



    Hier steht also schwarz auf weis, dass zwischen den Jahren 1950 und 2000 insgesamt 59 Angriffe von Wölfen auf Menschen stattfanden.


    Hiervon wurden neun Menschen getötet.


    Ein Angriff von Wölfen auf Menschen ist bereits zuviel.

    Wer noch weiter behauptet, der Wolf sei kein Großraubtier, sondern ein Kuscheltier, muss blind, taub und ignorant sein.

    Gruß Viper1497
  • Halleluja. Alleine in einem der vielen Stadtviertel in Hamburg gibt es mehr Angriffe und Tötungen in 1 Jahr als von Wölfen in 50 Jahren (in Europa?, Norwegen?). Damit sind Wölfe die friedlichsten Tiere, die man überhaupt finden kann. Auch weniger Verletzte und Tote als durch Hirsche oder Wildschweine, Pferde, Kühe, ... in 1 Jahr.

    Man sollte nur noch und überall Wölfe ansiedeln.

    Gruß Play
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  • Viper1497 schrieb:

    Ein Angriff von Wölfen auf Menschen ist bereits zuviel.
    Vorsicht mit solchen Totschlagsargumenten.

    Nur ein Bürger mit einer Sportwaffe erschossen, rechtfertigt die Entwaffnung aller Sportschützen.
    Sportwaffen sind Mordwaffen. Das Argument kennen wir doch noch.


    Wie man an der rasant steigenden Zahl von Wolfsvorfällen in D sieht, scheint es doch wohl besser zu sein, sich den Nordländern anzuschliessen, die 40 Wölfe in ihrem Land für eine angemessene Population halten.
    Dann wird es, wenn überhaupt, nur noch sehr wenige Vorfälle geben.


    Gruß Udo
    Arroganz ist das Selbstbewusstsein des Minderwertigkeitskomplexes.


    Field Target im 1. DFTC 2000 e.V
  • Udo1865 schrieb:

    Viper1497 schrieb:

    Ein Angriff von Wölfen auf Menschen ist bereits zuviel.
    Vorsicht mit solchen Totschlagsargumenten.
    Nur ein Bürger mit einer Sportwaffe erschossen, rechtfertigt die Entwaffnung aller Sportschützen.
    Sportwaffen sind Mordwaffen. Das Argument kennen wir doch noch.


    Wie man an der rasant steigenden Zahl von Wolfsvorfällen in D sieht, scheint es doch wohl besser zu sein, sich den Nordländern anzuschliessen, die 40 Wölfe in ihrem Land für eine angemessene Population halten.


    Gruß Udo
    Und 40x Sportwaffen. ;) :D

    Gruß Play
    Feinwerkbau: (FWB600, FWB601,FWB602, FWB603, FWB300S, FWB65, FWB100), Anschütz SA 2001, Walther: (LGM2, LG90, LGR, WLA, P88), 850 Air Magnum, Weihrauch: (HW77, HW40, HW 75), Zoraki: (914, 918, R1), Colt (1911, M45 CQBP, Single Action Army), Umarex: (MP40, C96, HPP, SA177), Smith & Wesson: (586, Chiefs Spezial), GSG: (M11, CP1-M, CR600W, PR900W, P08), Crosman: (2240, 1377), Norconia: (P1, QB78d), Hatsan: (Hercules, Carnivores), Diana: (D75), Excalibur (Exomax, Matrix Mega405, Bulldog400).
  • Die Tendenz, die sich den Ländern zeigt, ist ja schon mal positiv.
    Aber die Geschwindigkeit könnte höher sein.
    Und ehrlich gesagt finde ich, der unterschwellige Ton schwingt in solchen Artikeln immer mit, dass die Jäger an der Wildschweinpopulation schuld sei. Der massenhafte Anstieg des Maisanbaus wird gar nicht beachtet. Laut Wikipedia ist die Anzahl der Biogasanlagen von knapp unter 1.000 im Jahr 2000 auf fast 8.000 in 2014 gestiegen, bei Leistungssteigerungen von gesamt ca. 100MW in 2000 auf über 3.500 MW in 2014. Energiemais macht zur Zeit etwa ein Drittel des gesamten Maisabaus aus. Zugleich ist die Schwarzwildstrecke von 345.000 im Jagdjahr 2000/2001 auf 611.000 in 2015/2016 gestiegen.
    Ob da kein deutlicher Zusammenhang besteht?
    In dem Revier, wo ich jage, wird in diesem Jahr auf zwei Feldern von zwei Bauern, die direkt nebeneinander liegen, Mais angebaut. Getrennt nur durch eine vielleicht 4-5m breite Treckerspur. Und ein Feld grenzt direkt an Wald. Da auch nur 3-4 Meter frei. Also kaum Chance auf Bejagung.
    Die Sauen können fast gefahrlos in den Mais einfallen. Wird spannend zu bejagen.
  • Neu

    Floppyk schrieb:

    Baden-Württemberg will 100.000 Wildschweine töten
    Sehr große Zahlen kommen in diesem Zusammenhang immer gut als Schlagzeile an.
    Nur die Machbarkeit müsste doch auch von unseren Politikern angezweifelt werden.
    Es müssen ja praktisch doppelt so viele Schwarzkittel erlegt werden wie vorher.
    Wie soll das gehen?

    Die Wildschweine sind sehr schlau. Wo heute ein Tier erlegt wurde, muss ich morgen den Stand umstellen, weil die Tiere sich den Vorgang merken. Wenn ich den Stand stehen lasse, gehe ich mind. zwei Wochen auf die Jagd und finde keine Schweine zum Schießen. Wenn ich mehr Wildschweine schießen will, muss ich wesentlich mehr Stunden im Wald verbringen. Es gibt auch Grenzen eines vernünftigen Handelns.

    Eine Steigerung ist von allen Seiten gewollt, aber gleich mit großen Zahlen tönen, finde ich übertrieben.

    Eine andere Frage ist, wer das ganze Schweinefleisch abnehmen soll. Der Preis ist bereits im Keller, also lege ich drauf, wenn ich ein Wildschwein schießen und vermarkten will. Zudem kommt noch Wildschweinfleisch vom Ausland nach Deutschland, das den Preis zusätzlich drückt.

    Esti schrieb:

    Die Tendenz, die sich den Ländern zeigt, ist ja schon mal positiv.
    Aber die Geschwindigkeit könnte höher sein.
    Und ehrlich gesagt finde ich, der unterschwellige Ton schwingt in solchen Artikeln immer mit, dass die Jäger an der Wildschweinpopulation schuld sei. Der massenhafte Anstieg des Maisanbaus wird gar nicht beachtet. Laut Wikipedia ist die Anzahl der Biogasanlagen von knapp unter 1.000 im Jahr 2000 auf fast 8.000 in 2014 gestiegen, bei Leistungssteigerungen von gesamt ca. 100MW in 2000 auf über 3.500 MW in 2014. Energiemais macht zur Zeit etwa ein Drittel des gesamten Maisabaus aus. Zugleich ist die Schwarzwildstrecke von 345.000 im Jagdjahr 2000/2001 auf 611.000 in 2015/2016 gestiegen.
    Ob da kein deutlicher Zusammenhang besteht?
    In dem Revier, wo ich jage, wird in diesem Jahr auf zwei Feldern von zwei Bauern, die direkt nebeneinander liegen, Mais angebaut. Getrennt nur durch eine vielleicht 4-5m breite Treckerspur. Und ein Feld grenzt direkt an Wald. Da auch nur 3-4 Meter frei. Also kaum Chance auf Bejagung.
    Die Sauen können fast gefahrlos in den Mais einfallen. Wird spannend zu bejagen.
    Ich vermute einmal, dass sich die Anzahl der Biogasanlagen in Zukunft noch wesentlich steigern wird. Die Energie muss irgendwo herkommen und im Moment sind die Biogasanlagen der Favorit.
    Alternativen zur Gewinnung von Strom gibt es wenige. Die Bevölkerung möchte nicht mehr Standorte für Windkraftanlagen haben. Als bleiben nur die Biogasanlagen.

    M.E. ist es egal, ob Mais angebaut wird für Biogasanlagen oder zur Verfütterung für Kühe. Es gibt keinen Unterschiede, solange der Mais auf dem Acker steht. Beachtlich ist nur, dass die Anbaufläche für Mais stark gestiegen ist.

    Zu obigem Problem der stark gestiegenen Anbauflächen für Mais kommt hinzu, dass sich die Schlagflächen stark vergrößert haben durch Flurbereinigung. Wo früher Parzellen waren mit 0,2500 ha waren sind heute Parzellen mit 2 ha und größer vorhanden. Stellenweise sind Flächen von 10 ha vorhanden. Früher waren zwischen den einzelnen Parzellen immer andere Feldfrüchte vorhanden, heute haben wir eine riesige Fläche mit nur einer Frucht.

    Es müsste hier mehr Absprache erfolgen zwischen Jägern und Landwirten, wie die Bejagung erfolgen kann und wie sie optimiert werden könnte.

    Eventuell müsste der Mais eingezäunt werden, damit die Wildschweine nicht in die Fläche eindringen können und so vor weiterem Verzehr gehindert werden.

    Eine weitere Forderung kann ab diesem Jahr einfacher bewerkstelligt werden, indem Quergassen in die Maisflächen angelegt werden, damit Jäger Einsicht haben in die gesamte Fläche. Wenn alle ca. 50 m eine solche Quergasse ohne Mais aber mit niedrigem Gras- oder Blühaufwuchs angelegt werden, kann der Jäger in jede solche Gasse einen beweglichen Ansitz stellen und hat eine optimale Übersicht. Um diesen Vorschlag zu realisieren, muss man aber erstens miteinander reden und zweitens sich darüber einigen, wie man es macht. Landwirte und Jäger müssen aufeinander zugehen und sich abstimmen. Es geht nicht, dass ein Jäger nach Feierabend zur Jagd geht und die Landwirte wissen überhaupt nicht, wer da draußen herum wuselt.

    edwin2 schrieb:

    dem blöden mais für den biosprit kannst du ruhig vom feld bomben, dann ist das schwein gleich mit hin.

    Millelalteredwin, Raps wird teilweise zu Biosprit verarbeitet, Mais noch nicht!

    Der Mais wird seit Abschaltung der AKW vermehrt in Biogasanlagen gefahren und dort verstromt.
    Die Bevölkerung benötigt Energie und die muss irgendwo herkommen, entweder müssen noch mehr Windräder gestellt werden oder halt mehr Biogasanlagen gebaut werden. Das Material für diese Anlagen kommt halt vom Feld in Form von Mais, der gehäckselt wird. Wir sind alle abhängig von elektrischer Energie.


    Gruß Viper1497
  • Neu

    Matchkugel schrieb:

    Viper1497 schrieb:

    Wenn alle ca. 50 m eine solche Quergasse ohne Mais aber mit niedrigem Gras- oder Blühaufwuchs angelegt werden.
    Wie schon angemerkt, müßten Jäger und Landwirte miteinander sprechen.Aber das passiert nicht. Jedenfalls nicht in meinem Info-Bereich.

    Hallo,

    Die Notwendigkeit miteinander zu reden besteht und m.E. geht es ohne eine Abstimmung nicht so weiter. Die Wildschweinpopulation wächst ständig und damit nehmen auch die Schäden in den Äckern zu.

    Das ist ein Kreislauf, der unbedingt und sofort durchbrochen werden muss. Es müssen dringend beide Seiten aufeinander zugehen und miteinander reden und die Sache abstimmen.

    Die Sache eilt.

    Gruß Viper1497
  • Neu

    Das blöde an den Schneisen ist, dass das Anlegen den Bauern richtig Geld kostet. Wenn er als Beispiel ein Feld von 150x200m hat, käme er auf 2 Schneisen. Bei 5m Breite, was zur Bejagung nicht viel ist, sind wir dan bei 2000 Quadratmeter Ertragsverlust.
    Bei 15-20Cent Ertrag pro Quadratmeter sind das 300-400€ Verlust für dieses Feld.
    Und die Fläche müssten die Sauen auch erst mal platt machen, damit sich das lohnt.
    Und selbst dann müsste der Jagdpächter den Ausfall zahlen.
  • Neu

    Esti schrieb:

    Das blöde an den Schneisen ist, dass das Anlegen den Bauern richtig Geld kostet. Wenn er als Beispiel ein Feld von 150x200m hat, käme er auf 2 Schneisen. Bei 5m Breite, was zur Bejagung nicht viel ist, sind wir dan bei 2000 Quadratmeter Ertragsverlust.
    Bei 15-20Cent Ertrag pro Quadratmeter sind das 300-400€ Verlust für dieses Feld.
    Und die Fläche müssten die Sauen auch erst mal platt machen, damit sich das lohnt.
    Und selbst dann müsste der Jagdpächter den Ausfall zahlen.

    Hallo,

    in diese Querschneisen kann ja etwas eingesät werden, das dann ebenfalls mit geerntet wird.
    Der Aufwuchs sollte nur kleiner sein als die Maispflanzen.

    Wie groß der Verlust dann tatsächlich wäre, müsste im einzelnen durchgerechnet werden.
    Ich meine hier wie viel TM er weniger zur Biogasanlage fahren kann.

    Wenn die Wildschäden noch größer werden, weil noch mehr Wildschweine da sind und graben oder Aufwuchs fressen können, dann muss der Schaden von irgendjemandem gezahlt werden. Wenn dem Jäger der Schaden zu groß wird, steigt er aus dem Vertrag aus oder geht keinen neuen Jagdpachtvertrag ein.

    Danach werden die Probleme nicht kleiner sondern größer. Wer schießt die Wildschweine, wenn kein Pächter da ist?

    Bei dem genannten Beispiel von 3 ha ist m.E. ein Schaden von 300 – 400 € noch an der unteren Grenze dessen, was bei uns auftritt. Insofern ist das Risiko überschaubar.

    Gruß Viper1497

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  • Neu

    Viper1497 schrieb:

    Wenn die Wildschäden noch größer werden, weil noch mehr Wildschweine da sind und graben oder Aufwuchs fressen können, dann muss der Schaden von irgendjemandem gezahlt werden
    Ja richtig , nur nicht vom Jäger , weil der ist dafür nicht verantwortlich weil es für
    eine Biogasanlage ist . ^^

    Erwin
    Wir machen unsere FT Ziele jetzt selber Selber oder bauen diese um Umbau
  • Neu

    bart schrieb:

    Viper1497 schrieb:

    Wenn die Wildschäden noch größer werden, weil noch mehr Wildschweine da sind und graben oder Aufwuchs fressen können, dann muss der Schaden von irgendjemandem gezahlt werden
    Ja richtig , nur nicht vom Jäger , weil der ist dafür nicht verantwortlich weil es füreine Biogasanlage ist . ^^

    Erwin

    Hallo,

    ob Jäger oder Jagdgenossenchaft ist am Ende egal. Es kommt darauf an, wie die Jagdpachtverträge gestaltet sind. Hier ist prinzipiell Vertragsfreiheit gegeben.

    Gruß Viper1497
  • Neu

    the_playstation schrieb:

    Halleluja. Alleine in einem der vielen Stadtviertel in Hamburg gibt es mehr Angriffe und Tötungen in 1 Jahr als von Wölfen in 50 Jahren (in Europa?, Norwegen?). Damit sind Wölfe die friedlichsten Tiere, die man überhaupt finden kann. Auch weniger Verletzte und Tote als durch Hirsche oder Wildschweine, Pferde, Kühe, ... in 1 Jahr.

    Man sollte nur noch und überall Wölfe ansiedeln.

    Gruß Play
    Das liegt vermutlich nicht an der Friedfertigkeit der Wölfe,sondern an der Vielzahl der Gewalttäter bei euch.So gesehen sind mir auch die Wölfe lieber.