Indoor-Kugelfang für .43 cal Stahlkugeln -- gibt es da überhaupt brauchbare Kandidaten zu kaufen?

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    • Homer Morisson schrieb:

      Danke für das Feedback, auch ne gute Idee mit der Kiste + verstärktem Boden -- ich nehme dann an, daß Du die Kiste auf die Seite gekippt hast, die ehemalige Oberseite dann deine Öffnung ist und der verstärkte Boden entsprechend die Rückwand? Das wäre auch noch eine gute Möglichkeit, schön, hier doch einige interessante Bastel-Ideen zu bekommen!
      Genauso ist es ! :)

      Ich berichte wenn ich die Kunststoffgeschosse habe.

      Bedenke, klar ist der Preis nicht günstig, aber die Dinger lassen sich ja wie die Powerballs auch wiederverwenden.
      Hämmerli AirMagnum 850, Walther LGU Varmint, FWB 300s, Walther Lever Action "Duke", Walther Lever Action "Standard", Walther CP88 Competition, Crosman 2240, Colt SAA "NRA", Walther PPQ RAM, UMAREX RP5, GSG CP1-M, ASG Schofield 6" Aging Black
    • Also ich finde ja sowas irgendwie interessant.
      Kann man für -Waffen sicher etwas kleiner und mit weniger massiven Materialien (altes Bierfässchen?) herstellen.
      Und der neue Wettkampf besteht darin, dass derjenige gewinnt, dessen Stahlkugel länger als eine Minute in der Trommel (lautstark) die Runden dreht! :D

      Viel Spaß liebe Nachbarn!



      --- Ballistol ist das neue Chanel ---
    • Moin zusammen :) Die Thermoplastkugeln sind nicht immer wieder verwendbar. Es kommt darauf an, auf was geschossen wird. Bei mir sind schon welche bei Schüssen auf Konservendosen zersprungen; einige bekamen ziemliche Kerben und waren so auch nicht mehr zu gebrauchen. Meiner Meinung nach sind die blauen Hartgummikugeln der beste Kompromiss was Durchschlagkraft und Präzision betrifft. :) Grüße aus der Eifel.
    • Ich kopiere meinen Erfahrungsbericht hier auch einmal rein, falls noch jemand Hilfe bei der Kaufentscheidung braucht:

      Die PPQ M2 kam deutlich vor der Munition an (Munition mit Herpes versendet -.-), und "trocken" hat sie erstmal einen sehr enttäuschenden Eindruck gemacht -- Abzug total schwergängig, teils kehrte er nicht einmal von selbst in Ausgangsposition zurück (ließ sich nur durch Schlag gegen Magazinboden beheben), und generell ließ sich der Abzug nur dann halbwegs gut trocken auslösen, wenn man mit der anderen Hand Druck auf den Magazinboden (Richtung Verschluß) ausübte.
      Das ist allerdings, wie ich dann herausfand, konstruktionsbedingt, genauer liegt es daran, wie das Magazin konstruiert ist -- sobald man das Magazin entfernt, ergibt sich gleich eine ungleich bessere Abzugscharakteristik im trockenen Gebrauch.

      Heute kamen dann endlich die Präzisions-Stahlkugeln von Winnie, im 100% genauen Kaliber .43 gefertigt, bei mir an -- als Indoor-Behelfskugelfang, angeregt vom Feedback in meinem Thread, habe ich einen alten Monitorkarton genommen, in dem sich noch die insgesamt etwa 10 cm dicken Styropor-Transportelemente befanden; zunächst habe ich nur diese beiden Elemente so zusammengesteckt, daß sie eben mittig circa 10 cm Dicke aufwiesen, und habe mit einer frischen Kapsel aus ~5 Metern Entfernung das erste Magazin reingejagt.

      Die Stahlkugeln sind, trotz des hohen Gewichts von ~5,2 Gramm pro Kugel, mit ordentlicher Wucht aus der Waffe geschossen, und an dieser Stelle sei auch angemerkt, daß das Blowback-System hervorragend ist -- mehr Rückstoß als bei der 9mm PAK! -- und die Kugeln durchschlugen allesamt den Karton mit einem wunderbaren Einschlagskrater, durchschlugen alle das erste Styroporelement komplett und blieben im zweiten Styroporelement stecken, jeweils bei circa einer Gesamttiefe von 7 - 8 cm; hier könnte man mit weniger schweren Kugeln eventuell ein noch stärkeres Durchschuss-Ergebnis erzielen, allerdings sind meine Stahlkugeln dafür auch tatsächlich zu 100% wiederverwendbar, und das erstmal quasi unbegrenzt.

      Ich habe insgesamt 5 Magazine verschossen (dann war die 12 gr.-Kartusche praktisch vollständig entleert), und habe für diese fünf Magazine (à jeweils 8 Schuß) immer die selben 8 Kugeln benutzt... selbst nach dem fünften Durchlauf wiesen sie noch immer keinerlei Gebrauchsspuren auf und sahen noch zu 100% wie ihre jungfräulichen Kollegen im Beutel aus -- keine Kratzer, keine Grate, keine Dellen, auch nicht nach den letzten beiden Runden/Magazinen, bei denen ich das Styropor, mittlerweile baufällig durchlöchert, entfernt hatte, und stattdessen ein Reststück Arbeitsplatte mit einer alten Jeansstoff-Weste davor gespannt in den Pappkarten setze als Prallfläche -- hier haben die Stahlkugeln ordentliche Dellen in der Arbeitsplatten-Oberfläche hinterlassen beim vierten Magazin, selbst aber keinerlei Schaden genommen und auch keine Abnutzungsspuren erkennen lassen; beim fünften Magazin flogen sie zwar immer noch mit einem hörbaren Knall gegen die Platte, hatten dann aber längst nicht mehr genug Power, um wirklichen Schaden anzurichten.

      Und das Beste von allem:
      Sobald die Waffe unter Gas stand und scharf geschossen wurde, verhielt sich der Abzug traumhaft und voll erwartungsgemäß, eine hohe Schußkadenz bei gleichzeitig hoher Präzision war kein Problem auf diese Distanz, und das ist für mich vollkommen ausreichend -- wollte ich Langdistanz schießen, bräuchte ich erstens eh einen Schießstand und könnte das nicht daheim machen, und außerdem nutze ich dann eh eine Langwaffe und keine Pistole.

      Kurzum: Ich bin hochgradig zufrieden mit der PPQ M2 T4E .43 cal, hochgradig zufrieden mit der Stahlmunition und der Leistung der beiden Komponenten zusammen, und hatte mit der PPQ mit Abstand den meisten Spaß, den ich je mit freien Waffen hatte -- selbst mein Dan Wesson 715 .177 cal kann da nicht mithalten, weil die Diabolos nicht ansatzweise so eine Wirkung entfalten wie die .43 cal-Stahlkugeln, und vorallem nicht einen solchen Sound beim Einschlag, und ebenfalls natürlich weil der DW fast gar keinen Recoil hat, während die PPQ tatsächlich spürbar tritt.

      Umarex hat es hier definitiv geschafft, dem T4E-, also Training for Engagement-Anspruch gerecht zu werden ... auch wenn das Magazin konstruktionsbedingt natürlich nicht ansatzweise originalgetreu ist, und auch wenn man die Waffe nicht originalgetreu zerlegen kann (was bei der 9mm PAK zumindest teilweise geht), das Schußgefühl ist meines Erachtens extrem nahe am Gefühl einer scharfen Waffe, nur nicht ganz so laut und sicherlich immer noch mit einem etwas schwächeren Rückstoß.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Homer Morisson ()

    • m.h.mozart schrieb:

      Meiner Meinung nach sind die blauen Hartgummikugeln der beste Kompromiss was Durchschlagkraft und Präzision betrifft.
      Meinst du da jetzt die blauen 1,3 g Powerballs von Umarex oder die Blauen vom RAM-Shop, diese hier :

      ram-shop24.de/product_info.php…d---kein-spielzeug--.html

      Ist da ein signifikanter Unterschied zwischen den beiden, hat das schon jemand probiert ?
      Hämmerli AirMagnum 850, Walther LGU Varmint, FWB 300s, Walther Lever Action "Duke", Walther Lever Action "Standard", Walther CP88 Competition, Crosman 2240, Colt SAA "NRA", Walther PPQ RAM, UMAREX RP5, GSG CP1-M, ASG Schofield 6" Aging Black
    • Ich hab bislang wie gesagt nur die Stahlkugeln getestet, bin mit denen vollauf(!) zufrieden, und muß ganz ehrlich sagen, daß ich die Preise für die RAM-Shop-Kugeln aus Plaste echt lächerlich finde, im Vergleich.
      Bei den Stahlrundkugeln handelt es sich ebenfalls um eine hochpräzise Fertigung, die bei Stahl meines Erachtens deutlich aufwendiger ist als bei Hartgummi/Kunststoff; die Kugeln sind von sehr hoher Güte, auf exakt 10,850 mm geformt und auf Hochglanz poliert, was sie auch noch sehr wertig erscheinen lässt. Zuguterletzt sind sie 100% und quasi unbegrenzt wiederverwendbar, da die Chancen, daß man sie schlicht verliert, exponentiell höher sind, als daß man es schafft, sie bei normalem Gebrauch zu beschädigen, geschweigedenn zu zerstören.

      Und das alles gibt es für 9,99 € pro 100 Stück, während die Plastekugeln das zweieinhalbfache kosten und trotzdem noch, siehe m.h.mozart's Bildbeweis, kaputtgehen können.
      Klar, sie sind deutlich leichter, und dürften daher auch auf Distanz bessere Ergebnisse erzielen -- wer denn meint, daß er mit einer Großkaliber-Pistole unbedingt Distanzschießen betreiben will, bitte sehr; für mich und meine Verwendungszwecke stimmt da aber einfach die Preis/Leistung-Rechnung hinten und vorne nicht.

      Die Stahlkugeln sind quasi unzerstörbar bei sachgemäßem Gebrauch, wie diverse Videos auf Youtube zeigen, hat die PPQ M2 genug Power, um selbst mit den schweren Kugeln auf 6 Meter noch präzise Gruppen zu fabrizieren, und auf 5 Meter haben sie mehr als genug Durchschlagskraft, um selbst dickwandige Glasflaschen mit einem Schuß komplett zu zerstören -- was will man mehr?

      Der einzige Punkt, bei dem die Stahlkugeln wirklich gegen normale Gummikugeln verlieren, ist beim Force on Force-Training, wenn man also mit den Projektilen auch wirklich zu Übungszwecken auf andere Übungsteilnehmer schießen können will... da bergen die Stahlkugeln einfach ein viel zu massives Verletzungsrisiko, aber das trifft, sogar nach eigener Angabe des Händlers, auch auf diese exklusiven und extrateuren Plaste-Kugeln zu... und davon ab halte ich es ohnehin für eine äußerst hirnbefreite Idee, überhaupt jemals mit irgendeiner anderen Projektilart als Paintballs auf andere Menschen schießen zu wollen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Homer Morisson ()

    • Meikel schrieb:

      m.h.mozart schrieb:

      Meiner Meinung nach sind die blauen Hartgummikugeln der beste Kompromiss was Durchschlagkraft und Präzision betrifft.
      Meinst du da jetzt die blauen 1,3 g Powerballs von Umarex oder die Blauen vom RAM-Shop, diese hier :
      ram-shop24.de/product_info.php…d---kein-spielzeug--.html

      Ist da ein signifikanter Unterschied zwischen den beiden, hat das schon jemand probiert ?
      Die vom RAM Shop24. Mit denen bin ich wirklich sehr zufrieden; ob die sich von den Umarex unerscheiden kann ich nicht sagen (vielleich sind's auch die gleichen?)....sie sind auf jeden Fall besser als die schwarzen. ^^ Mal eine Frage zu den Stahlkugeln: Gibt es da nach häufigem schießen keine Spuren im Lauf?
    • m.h.mozart schrieb:

      Meikel schrieb:

      m.h.mozart schrieb:

      Meiner Meinung nach sind die blauen Hartgummikugeln der beste Kompromiss was Durchschlagkraft und Präzision betrifft.
      Meinst du da jetzt die blauen 1,3 g Powerballs von Umarex oder die Blauen vom RAM-Shop, diese hier :ram-shop24.de/product_info.php…d---kein-spielzeug--.html

      Ist da ein signifikanter Unterschied zwischen den beiden, hat das schon jemand probiert ?
      Die vom RAM Shop24. Mit denen bin ich wirklich sehr zufrieden; ob die sich von den Umarex unerscheiden kann ich nicht sagen (vielleich sind's auch die gleichen?)....sie sind auf jeden Fall besser als die schwarzen. ^^ Mal eine Frage zu den Stahlkugeln: Gibt es da nach häufigem schießen keine Spuren im Lauf?
      Ich habe sie noch nicht häufig verschossen, allerdings wüsste ich spontan nicht, weshalb das so ein großes Problem sein sollte... die Kugeln sind maßgefertig auf den Hundertstel-Millimeter genau, sie haben eine absolut ebene Oberfläche, keinerlei Grate, keinerlei Kanten, die irgendwie eine schleifende Wirkung entfalten könnten.
      Auch habe ich bei den 40 Schuß gestern nichts feststellen können, was mich darauf schließen ließe, daß die Kugeln sonstwie unsauber den Lauf verließen... keine komischen Geräusche, keine verreissenden Kugeln, alles lief erwartungsgemäß.

      Allerdings bin ich in Sachen RAM-Waffen auch noch Einsteiger, vielleicht übersehe ich also eine langfristige Geschichte?
      Für mich und meinen Kenntnisstand gibt es aktuell zumindest aber eben keinerlei Anzeichen dafür, daß diese Munition der Waffe in irgendeiner Weise schaden könnte.
    • m.h.mozart schrieb:

      Bin schon am überlegen, ob ich mir nicht auch welche zulege...mal sehe wie die in meiner HK416 funktionieren. :thumbsup:
      Ich hab sie gestern nochmal auf der Schießbahn im Garten getestet -- weiterhin auf 5 Meter voll akzeptable Leistung, präzise Gruppen möglich (hab sogar ein paar Loch-in-Loch)Treffer hingelegt), ab sechs Metern wird es dann aber in der Tat schon kritisch, da ist schon ein deutlicher Abfall zu verzeichnen, sodaß man selbst mit einer vollen Kartusche schon vor dem Schuß gegensteuern, ergo höher ansetzen muß.

      Wer also wirklich auf mehr als 5 Meter Distanz schießen will, regelmäßig, für den sind die Stahlkugeln aufgrund ihres Gewichts eher nicht geeignet (mit der PPQ), wer auf fünf Meter oder weniger unterwegs ist, der kann mit ihnen nicht nur plinken, sondern auch tatsächlich präzise schießen -- und die Langlebigkeit ist wirklich für mich immer noch ein riesiger Faktor!

      Habe gestern 7 Magazine (mit einer Kartusche, reife Leistung!) rausgehauen, auf fünf Meter, in einen Stahl-Kugelfang, den ich innen mit Stofflappen ausgekleidet hatte, um a) den Aufprall-Lärm zu dämpfen, vorallem aber, um b) zu verhinden, daß die Kugeln (trotz schräger Prallfläche) fast unvermindert schnell wieder in meine Richtung zurückgeschossen kamen -- 7 Magazine bedeuten dabei 56 Schuß, und dafür habe ich immer wieder die selben acht Kugeln verwendet; Magazin leergeschossen, Kugeln aus dem Kugelfang entnommen, mit den Fingern kurz von eventuellen Stoff-Flusen befreit, ins Magazin geladen und weiter ging's -- völlig ohne Probleme, und auch nach dem siebten Magazin sahen diese Kugeln noch exakt genauso aus wie die Kugeln im Beutel, die noch nicht ein einziges Mal verschossen worden waren.
    • m.h.mozart schrieb:

      Die vom RAM Shop24. Mit denen bin ich wirklich sehr zufrieden; ob die sich von den Umarex unerscheiden kann ich nicht sagen (vielleich sind's auch die gleichen?)....sie sind auf jeden Fall besser als die schwarzen
      Sind die Blauen vom RAM-Shop nachgiebig ?
      Hämmerli AirMagnum 850, Walther LGU Varmint, FWB 300s, Walther Lever Action "Duke", Walther Lever Action "Standard", Walther CP88 Competition, Crosman 2240, Colt SAA "NRA", Walther PPQ RAM, UMAREX RP5, GSG CP1-M, ASG Schofield 6" Aging Black
    • Ich meinte damit eher ob die etwas nachgeben wenn man sie zwischen die Finger nimmt und drückt :)
      Hämmerli AirMagnum 850, Walther LGU Varmint, FWB 300s, Walther Lever Action "Duke", Walther Lever Action "Standard", Walther CP88 Competition, Crosman 2240, Colt SAA "NRA", Walther PPQ RAM, UMAREX RP5, GSG CP1-M, ASG Schofield 6" Aging Black
    • m.h.mozart schrieb:

      Bin schon am überlegen, ob ich mir nicht auch welche zulege...mal sehe wie die in meiner HK416 funktionieren. :thumbsup:
      Dazu kann ich selbst noch nichts sagen, habe allerdings vom guten Doc auf YT gesehen, daß der mit der HK416 + Winnie's Stahlkugeln deutlich über 7, bis hin zu 9 Joule(!) im Chrony bekommen hat, was in den Kommentaren auch von einem anderen Nutzer bestätigt wurde.
      Auch sagte Doc, daß er in seiner regulären TM4 schon seit Jahren fast nur die Stahlkugeln von Winnie verschießt, und noch nie Probleme deswegen bekommen habe, sprich keine Schäden an Lauf oder Magazin.
    • Ich schiesse mit der HK416 auf 10m mit den Fastballs von Umarex. Auf meiner DIN A4 Zielscheibe erreiche ich damit Streukreise von durchschnittlich 5-10 cm. Wenn die Kugeln gut mit Silikonspray geölt wurden sind die dann recht präzise.
      Die Stahlkugeln wären mir zu schwer, auf nur 5 m zu schiessen ist mir dann doch zu wenig mit der Flinte.

      Interessieren würden mich auch Kunststoffkugeln, vielleicht sind die noch präziser als die Fastballs.
      Hat jemand damit Erfahrung?
      cheers..
    • Prowler schrieb:

      Ich schiesse mit der HK416 auf 10m mit den Fastballs von Umarex. Auf meiner DIN A4 Zielscheibe erreiche ich damit Streukreise von durchschnittlich 5-10 cm. Wenn die Kugeln gut mit Silikonspray geölt wurden sind die dann recht präzise.
      Die Stahlkugeln wären mir zu schwer, auf nur 5 m zu schiessen ist mir dann doch zu wenig mit der Flinte.

      Interessieren würden mich auch Kunststoffkugeln, vielleicht sind die noch präziser als die Fastballs.
      Hat jemand damit Erfahrung?
      Da die HK416 die Stahlkugeln mit bis zu 9 Joule rauszuhauen scheint, dürfte das eigentlich auch auf 10 Meter noch passen, würde ich fast behaupten... kann aber auch das nicht aus eigener Erfahrung nachvollziehen, bzw. kenne ich eben nur die Berichte vom Doc dahingehend, und der schießt ja auch meistens so auf 5 - 7 Meter.

      Mit Kunststoffkugeln habe ich keine Erfahrungen bislang, ich habe nur die besagten Stahlkugel und die schwarzen Teile, Power Balls glaube ich.
    • Ich hab dann mal ein Update, ein tolles sogar -- jedenfalls für mich! :thumbup:
      Zum Geburtstag konnte ich mir tatsächlich eine HK 416 ordern, die ich gestern auch endlich erhalten habe (DHL hat die Zustellung mehrfach versaut -.-), und heute dann mal in Ruhe testen konnte.
      In der Wohnung habe ich dabei einen provisorischen Kugelfang gebastelt, der bislang sowohl .177 Federdruck, .177 CO2, als auch .43 RAM aus der PPQ M2, sprich Pistole, wunderbar aufgefangen hat, und aus folgenden High Tech-Komponenten besteht:
      • Ein Monitorkarton aus etwas dickerer Pappe
      • Eine etwa 15 cm starke Styroporplatte
      • Eine alte Arbeitsweste aus schwerem Jeansstoff, welche die Styroporplatte verkleidet, also an erster Front den Einschlag abfängt
      Damit hat bislang auf circa 7 Meter in der Wohnung alles wunderbar funktioniert, tatsächlich wurden selbst die .43 RAM-Geschosse von der Weste an sich abgefangen und sind nicht einmal ins Styropor eingedrungen, sondern einfach nach unten auf den Kartonboden gefallen -- es gab also auch keine Abpraller, Quer- oder Rückschläger, was ich bei dieser simplen Lösung echt phantastisch finde.

      Naja, nun also Auftritt der HK416, out of the box, mit Winnie's .43 cal Stahlkugeln mit je über 5 Gramm Projektilgewicht, und erhöhter Distanz auf 9 Meter, immerhin handelt es sich ja um eine Langwaffe, (mehr gibt der Wohnungsschnitt leider nicht her in gerader Linie), und dann ab dafür.
      Und meine Fresse, hat die HK Dampf! 8o
      Der Rückstoß ist natürlich mit einer scharfen Waffe nicht ansatzweise zu vergleichen, aber immerhin spürt man überhaupt etwas in der Schulter, wobei ich persönlich grundsätzlich mit einem schwächeren Rückstoß besser leben kann, als mit schwächerer Schußleistung -- ist bei den CO2-Waffen ja immer ein gewisser Tradeoff.

      Nuja, weiter im Text -- die HK hat also einen zumindest spürbaren Rückstoß, und richtig, richtig Dampf auf dem Kessel bei der Mündungsenergie!
      Leider habe ich selbst keinen Chrony, aber gefühlt(!) kann ich die 9+ Joule, die Doc Snyder mit genau dieser Munition auf seinem Kanal gemessen hat, durchaus für realistisch befinden -- es gibt auch tatsächliche Anhaltspunkte dafür, namentlich die Wirkung, welche die Stahlkugeln aus der HK auf meinen Kugelfang... und ... die dahinterliegende Holztür entwickelt haben...
      Zunächst aber zum Schußverhalten der HK an sich: out of the box lief alles wunderbar, bis auf das Einsetzen des Magazins... das ist für meinen Geschmack etwas sehr hakelig, und leider kam es manchmal durch mir unerfindliche Gründe dazu, daß sich beim Einsetzen des Mags eine Kugel bereits von selbst aus dem Mag löst und dann lose im Inneren herumklappert -- das ist sehr ärgerlich in der Preisklasse, man muß das Magazin wieder entfernen, die Kugel wieder einlegen, und es nochmal versuchen... vielleicht liegt es an mir, allerdings habe ich bislang keinen ersichtlichen Grund für dieses manchmal auftretende Verhalten finden können.

      Wenn aber das Mag ordentlich sitzt und verriegelt ist, dann schießt die Waffe einfach traumhaft -- es ist eine durchaus ordentlich hohe Schußkadenz möglich, so man das denn möchte, und auf 9 Meter habe ich zum Teil (mit Red Dot, aber auch noch Out of the Box) Loch in Loch-Schüsse geschafft bei einer Kadenz von ungefähr 1-1,5 Schuß pro Sekunde; die Waffe verzieht also relativ wenig, auch wieder durch den nicht übermäßig starken Rückstoß, und zumindest auf die ~10 Meter-Distanz ist sie ausdrücklich präzise genug, um auch auf kleine Ziele wie Tonröhrchen, etc zu schießen und treffen zu können.

      Nun aber zur Wirkung auf den Kugelfang... die Kugeln sind mit deutlich mehr Wucht eingeschlagen, als es bei der PPQ M2 auf nur maximal 7 Meter der Fall war, und zwar mit soviel mehr Wucht, daß meistenteils die Jeansweste ins Styropor gestopft war, und die Kugel entsprechend im Einschlagskrater steckte, und damit nicht genug!
      Eine Kugel hatte es sogar geschafft, sowohl Jeansweste, als auch Styropor zu durchschlagen, und in der dahinterliegenden Holztür noch fast einen kompletten Durchschuß hinzulegen -- die Tür weist an der Einschlagsseite einen tiefen Krater bis etwa 2/3 der Tür-Stärke auf, und auf der Rückseite eine deutliche Auswölbung mit beginnender Zersplitterung. Hat also durchaus Eindruck hinterlassen.

      Alles in allem bin ich mit dem Ergebnis hochzufrieden was die Schußkraft angeht, allerdings kommt das natürlich auch mit einem Preis -- dem Gasverbrauch: nach drei Mags war bei mir Schluß, die 12 Gramm-Kartusche war beinahe vollständig entleert, bei Zimmertemperatur von 22° C, d.h. ich konnte insgesamt 3x14 Schuß abgeben.
      Möglicherweise hätte man mit einer geringeren Schußkadenz noch etwas mehr rausholen können, alles in allem ist das Ergebnis an sich aber gar nicht einmal so schlecht; aus der PPQ M2 bekomme ich in der Regel 6x8 Schuß mit einer Kartusche, d.h. der nominale Unterschied zwischen beiden Waffen ist gar nicht so erheblich (mag wohl daran liegen, daß das Blowback-System der PPQ den schweren Metallschlitten bewegen muß, während die HK nur den Bolzen anzutreiben hat).
      Allerdings muß man dazu sagen, daß man die 3x14 Schuß mit der HK sehr viel schneller abfeuern kann als mit der PPQ, auch, weil die HK selbst bei hoher Kadenz eben, wie erwähnt, sehr stabil bleibt.

      Das ist nun also mein Mix aus Bericht über meinen provisorischen Indoor-Kugelfang für .43 RAM, als auch über die HK416 mit Stahlkugeln.
    • Hallo,

      ein besserer Kugelfang könnte sein:

      Gummigranulat (fein) oder Sand in einen Behälter mit einer offenen Fläche. Darüber dann Stoff spannen, das der Inhalt nicht mehr rausfallen kann.
      Theoretisch gibt es dann keine Abpraller, da die Energie sehr gut aufgenommen wird.
      Ich würde für die Bespannung aber nicht gerade ein altes Spannbettlaken nehmen - könnte zu empfindlich sein.
      Jeansstoff ist da schon die richtige Wahl. Eventuell auch eine schwere Teichfolie oder LKW Plane.