Pickup als LKW - wer kennt sich aus?

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    • Pickup als LKW - wer kennt sich aus?

      Ist es möglich einen Mitsubishi als LKW zuzulassen? Wenn geht das sicherlich nur bei der kurzen Kabine und langer Ladefläche.
      Muss ausschließlich gewerbliche Nutzung vorliegen?
      Würde dann die Schadstoffplakette bezüglich Fahrverbote in Innenstädten egal sein, weil diese ja nur für PKW gelten wird/sollte?
    • Lieber Klaus.

      Floppyk schrieb:

      Würde dann die Schadstoffplakette bezüglich Fahrverbote in Innenstädten egal sein, weil diese ja nur für PKW gelten wird/sollte?
      Ich denke nicht. Auch unsere Brummis haben eine Schadstoffplakette. Es mussten auch schon LKW getauscht werden in ihren Umläufen, führte die Tour in eine Umweltzone.

      Ich habe mir 1997 einen Toyota HILUX gekauft. Seinerzeit musste ich lernen, dass es egal ist was im KFZ Schein steht, es liegt im Ermessen des zuständigen Finanzamts. Ich musste sogar mit dem Ding dahin und die haben ein Polaroyd davon gemacht (mit Notsitzen hinten).

      Was oder ob sich irgendwas geändert hat, seit die Bescheide zentral aus Münster kommen, kann ich Dir leider nicht sagen.

      Zwei Kollegen von mir fahren einen 5,7 L Dodge RAM. Der aus Bonn zahlt um die 200 € LKW-Steuer, der hier aus meinem Kreis wird abgewimmelt. Maßgeblich sind wohl die Maße, d.h. die Ladefläche muss länger sein als das Personenabteil.

      Das ist zwar beim RAM gegeben und trotzdem stellte unser Finanzamt sich quer: "Den Bescheid anzufechten per Klage ist ja ihr gutes Recht!" Klasse oder? Nun ist für den Kollegen aus Bonn auch noch nicht die Kuh vom Eis. Die können den jederzeit anders versteuern, z.B. als PKW und das - meines Wissens nach - für die letzten drei Jahre!!!

      Was wäre sonst noch wichtig:
      Sonn - und Feiertags ab 0:00 Uhr bis 22:00 Uhr darfst Du keinen Anhänger mehr ziehen, denn das fällt unter das LKW Fahrverbot (LKW über 7,5 t oder LKW mit Anhänger).

      Der Hilux war seinerzeit für 35 000 € ein billiger Offroader und mit der LKW Steuer unschlagbar günstig im Unterhalt. Als ich ihn verkaufte mit über 100 TKM habe sich die Gebrauchtwagenhändler vor meiner Tür fast geprügelt - hoch im Kurs für Export. Ich hatte zum Schluss so ein Hardtop auf der Ladefläche. Nach heutigem Wissen würde ich mir keinen mehr kaufen, höchstens als Handwerker.

      Moment: Mit der Versicherung war auch noch was. Puh, ist lange her. Ich meine die gingen nicht unter 50 % SFR und nach Möglichkeit auf unter 1 t Nutzlast achten.

      Wenn er jedoch mehr als jagdliches Nutzfahrzeug verwendet werden soll, gibt es noch folgende Gesetzeslücke mit H-Kennzeichen:
      horsepowerparts.de/us-milit%C3%A4rfahrzeuge/
      morlock-motors.de/index.php?cat=2

      Liebe Grüße Udo
      Wir unterscheiden Waffen nach künätischer E, E,... Dingens in:
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von BMP I ()

    • Danke euch Beiden.
      Ein Oldtimer mit H-Kennz. kommt ohnehin nicht in Frage. Ich habe kein Platz für das nötige Bastelkram und Halle zum basteln, den man bei Oldtimer eigentlich braucht. Zudem bin ich nicht der Autobastler.
      Es wird zwar wegen meiner Regierung nicht klappen, aber ich wollte schon den Mitsubishi L200 neu kaufen. Angeblich kann der mit der kurzen Kabine als LKW zugelassen werden. Allerdings haben die keine Add-Blue Einspritzung und somit wäre die kommende Schadstoffklasse Euro 6d verwehrt und somit möglicherweise von evtl. Fahrverboten betroffen.
      Überhaupt scheint es momentan noch sinnvoll zu sein zuerst die neuen Regelungen in Sachen Diesel abzuwarten, bevor man sich so ein Ei ins Nest legt.
    • Ich habe in den 80er Jahren einige Kit-Cars, Buggys und Umbauten auf die Strasse gebracht.
      Der Ablauf war immer der gleiche. Genau formuliert was gemacht werden soll, Mustergutachten
      von bereits zugelassenen KFZ beigefügt, damit zu den diversen TÜV-Stellen getigert
      und von den Ingenieuren beraten und absegnen lassen.
      Fertige Arbeitsschritte wurden immer wieder zwischendurch eingetragen , bis hin zur Endabnahme.
      An einem Projekt waren bis zu vier TÜV-Stellen beteiligt . . . 8)
    • Ganz einfach.
      Soviel ich weiß kann man fast jedes Fahrzeug als LKW zulassen,einige Umbauten vorausgesetzt.
      Gehe mit deinem Umbauwunsch zum TÜV, suche dir den ansässigen Spezialisten,
      trage dein Anliegen vor und lasse dich beraten. Spart später Ärger und Geld.
      So schwer zu verstehen ist das nun auch nicht.
      PS:
      Für den nachträglichen Einbau einer Add-Blue-Einspritzung gibt es auch schon Anbieter 8)
    • Lieber Klaus.

      Floppyk schrieb:

      Ein Oldtimer mit H-Kennz. kommt ohnehin nicht in Frage. Ich habe kein Platz für das nötige Bastelkram und Halle zum basteln, den man bei Oldtimer eigentlich braucht. Zudem bin ich nicht der Autobastler.
      Übrigens brauchen H-Kennzeichen auch keine Umweltplakette. Und betrachtet man jetzt sowas hier:

      horsepowerparts.de/mercedes-g-wolf-puch/

      kann ich Dir versprechen, das Du in unserer Republik mehr Werkstätten findest, die den wieder hin bekommen, als den erwähnten Mitsubishi.

      Natürlich sind das eher Spaßfahrzeuge, die keinesfalls vergleichbar mit dem Standard heutiger Alltagsfahrzeuge sind. Dafür habe sie keinen "Tingel Tangel" und Software gibt es nur am Handgelenk oder im Smartphone des Fahrers. Ein Vorteil, der nicht zu unterschätzen ist...

      L.G. Udo
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    • Hallo Kollegen,
      vor etwa 5 Jahren habe ich von einer Tankfirma vom Flugplatz Hannover-Langenhagen meinen
      Ford Transit gekauft, einen ehemaligen Mannschaftsbus von der Bundeswehr. Um dieses Fahrzeug
      als LKW zugelassen zu bekommen, musste ein Teil der Seitenscheiben vollständig verkleidet
      werden,(die an der Seitentür und die Heckscheibe durfte wegen des besseren Rundumblickes offen bleiben)
      eine Trennwand musste eingebaut werden, hier bestand der TÜV nicht auf einer Trennwand über die gesamte Innenhöhe, ca. 1 m Höhe war ausreichend. Die Sitze und die Sicherheitsgurte mussten komplett entfernt und die
      Schraublöcher der Sitzhalterungen und der Gurte mussten verschweißt werden.

      Das Fahrzeug wurde dann als LKW, geschlossener Kasten, 2-Sitzer zugelassen. Trotz dieser ganzen
      Umbauten, die ja vom TÜV bescheinigt waren, erhielt ich vom Finanzamt die Aufforderung dort vorzu-
      fahren um zu beweisen, dass das Fahrzeug tatsächlich nur noch zum Gütertransport nutzbar war.

      Der Knabe vom TÜV hatte mir noch erklärt, dass die Bestimmungen für den Umtrag eines PKW zum LKW
      so seien, dass der Abstand vom Gaspedal bis zum Ende des Sitzabteils (auch beim Doppelkabiner) kürzer
      sein müsse als die Ladefläche.

      Nutze das Fahrzeug noch immer (hat erst 135.000 km), zahle 176 € Steuer und versuche, es die nächsten
      10 Jahre zu erhalten. Da im Fahrzeug keinerlei Elektronik verbaut ist, kann ich als (in grauer Vorzeit) gelernter
      KFZ-Mechaniker vom Scheibenwischer über den Zahnriemen bis zum Auspuffendrohr alle Reparaturen
      selbst ausführen, billiger kann man kein Auto unterhalten und da ich ausschließlich hier im ländlichen Raum
      zwischen Flensburg und Eckernförde unterwegs bin, gehen mir die Umweltzonen (noch) voll am Steert vorbei.

      Herzliche Grüße
      Kurt
    • Hi.

      seniorgunner schrieb:

      dass der Abstand vom Gaspedal bis zum Ende des Sitzabteils (auch beim Doppelkabiner) kürzer
      sein müsse als die Ladefläche.
      Das deckt sich ja mit meinen Erfahrungen aus dem 3. Beitrag.

      Von Deinem beschriebenen Umbau zum LKW mit geschlossenem Kasten erzählte mir damals mein Toyotahändler am Beispiel eines HD 100. Gerade einmal 2 Jahre war der LKW, dann änderte die Finanzverwaltung ihre Ansichten zum Fahrzeug...

      So bleibt die ganze Chose ein Lotteriespiel. Das Ding war versaut! Ein Rückbau kaum noch möglich, dem entsprechend gut zu verkaufen, auch als Export...

      L.G. Udo
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    • Ein Bekannter von mir hatte das "Spielchen" vor 2 Jahren mit seinem neuen Dogde (4 Sitze und kurze Ladefläche)
      Auch bei ihm wurden alle Register gezogen um das Teil als PKW einzustufen. LKW nur für Gewerbe, usw...
      Nachdem er die Sache seinem Anwalt übergeben hat, war der Dodge innerhalb von 3 Tagen ein LKW. :D

      Die wichtigste Versicherung ist heut zu Tage nicht die Haftpflicht, oder Lebensversicherung, sondern
      die Rechtsschutzversicherung. :saint:
    • Hi.

      JvB schrieb:

      Auch bei ihm wurden alle Register gezogen um das Teil als PKW einzustufen.
      Ich hatte einen Hyundai Galopper, den ich als LKW zulassen konnte, da der über 2,8 t hatte. Dann gab VW die Sau mit dem Touareg 10 Zylinder ab: "Wen interessieren die Schadstoffausstöße! Der wird ja eh nach dem Gesamtgewicht versteuert!"

      Die rot/grüne Regierung änderte unter Umweltminister Tretin kurz die Gesetze und ich bekam einen neuen Steuerbescheid. Hätte ich einen Hut auf gehabt, er wäre durch die Decke geflogen. Statt 174 € jetzt 850 € - einschließlich der Nachzahlung seit Gesetzesänderung.

      Aber Hand aufs Herz: Steuern sollten schon gerecht und auch für jeden gleich sein. Unter dem Aspekt.....

      L.G. Udo
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    • Ich denke es ist besser abzuwarten, was aus der ganzen Dieselmiserie wird. Jeden den ich frage rät mir in Sachen Diesel abzuwarten, weil es auch noch keine neuen Gesetze diesbezüglich gibt. Sicher ist nur, es wird sich da wohl einiges ändern und der Diesel wird zunehmend unattraktiver. Für einen großen Geländewagen bzw. Pickup gibt es aber wohl auch keine Alternative als Antrieb. Ich habe nun keine Not unbedingt so ein Auto kaufen zu müssen, zumal ich erst einen Anhänger für meine mir wichtige Sache angeschafft habe.
    • Floppyk schrieb:

      Jeden den ich frage rät mir in Sachen Diesel abzuwarten,
      Lieber Klaus.
      Ich denke auch, dass sich vor der Wahl keiner von denen die Schnauze an der heißen Kartoffel verbrennen wird. Und danach gilt der Grundsatz: "Wer bezahlen kann, dem verzeiht man vieles..."

      L.G. Udo
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