Was denn nun? Revolver oder Pistole zur SV?

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  • Was denn nun? Revolver oder Pistole zur SV?

    Hallo Forum,

    unsere SV-Gruppe diskutiert heftig.

    Wir versuchen heraus zu finden, was, bei Anwendung von SSW, für die Selbstverteidigung gescheiter ist: Revolver oder Pistole. Zunächst mal nur theoretisch, wir versuchen, eine geeignete Location für Schußtests zu finden, was im waffenablehnenden Deutschland nicht eibfach ist...

    Es geht nicht um Marken oder Hersteller, sondern nur um die Technik der SSW bei Anwendung von Pfeffer-Munition.

    Verlieren Revolver tatsächlich soviel Wirkstoff durch den Trommelspalt, daß der Schütze auch was ab bekommt, und sei es auf die Hände? Oder ist dies irrelevant, weil beim Revolver die Wirkstoffladung stärker ist und daher, auch aufgrund stärkerer Treibladung, weiter reicht?

    Stimmt es, daß Pistolen diesen (vermeintlichen) Mangel des Revolvers nicht nur nicht haben, sondern auch höhere Munitionskapazität, dafür aber die Treibladung schwächer ist, weil ja der Schlitten (Verschluß) repetiert werden muß?

    Fragen, Fragen, Fragen - mit Bitte um kluge Antworten ohne Streit. Danke!
  • FerencG schrieb:

    Verlieren Revolver tatsächlich soviel Wirkstoff durch den Trommelspalt
    Schau dir in Ruhe die Videos an, dann komst du selbst drauf -
    oder wie wäre es mit einem Selbsttest. Abfeuern und nach 30 Minuten die Augen reiben.

    Zum Gasdruck einfach mal bei die Muzzle-Seite besuchen. Rev. zu Pis. = 250 zu 400.
    Deine gezogenen Schlüsse hauen also imho nicht ganz hin.
    Einziger Vorteil eines Revolvers wäre der relativ freie Lauf.

    Zum Abschluss eine einfache Frage:
    Warum tragen Behörden und Militärs weltweit überwiegend Pistolen und keine Revolver ? 8)
  • Immer diese Kleinigkeiten...

    Vergleiche:

    Revolver
    youtu.be/LwF1rjk5vk0?t=1m28s

    Pistole
    youtu.be/LwF1rjk5vk0?t=46s

    Und der RG89 ist nicht gerade für den kleinsten Trommelspalt bekannt. In dem Video wird auch ersichtlich, was leichter Wind anrichten kann... Die "Waffe" kann dann nahezu wirkungslos werden oder man richtet sie so gesehen gegen sich selber. Kommt ganz auf den Wettergott an.

    Was ist effektiver? Revolver oder Pistole? Kommt darauf an womit man härter zuschlagen kann. *lol*

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von mistermister ()

  • mistermister, der Wettergott kann mich mal, seitdem ich mir einen Wetterhahn auf den Lauf meines HW88 geklebt habe. Damit finde ich im Nahkampf bei jedem Wetter die beste Abschussposition.

    Besten Gruß vom tumben
    Trompeter
    "Es gibt Diebe, die nicht bestraft werden und dem Menschen doch das Kostbarste stehlen: Die Zeit."(Napoleon Bonaparte)
  • @all:

    Besten Dank für Euren Input, natürlich auch alles Kritische.

    Denn ich bin in diesem Thread hier eigentlich eher ein wir, denn wenn ich im Forum was schreibe, ist das mal auf eigenem Mist gewachsen, mal auf dem der Gruppe. Dieser Thread ist hier einer, den unsere Gruppe haben wollte.

    Natürlich blättern wir hier im Forum. Und wir sind uns übers Thema Wetter und Wind und Windräder, Windhosen und Wettergötter sowie Wetterhähne, Stürme, Hurrikans, Torndos, Blizzards und und und voll im Klaren, wenns darum geht, daß einen eine satte Salve Pfeffer bei Wind und Wetter auch genüßlich selbst umsäbeln kann. :D

    Aber was willst machen? Erst die Wange und dann die Backe hinhalten, wenn einer draufhauen will? Oder doch scharf bewaffnen und damit de jure kein Stück besser zu sein, als die Kriminellen, gegen die wir uns wehren wollen? Wir haben bei uns in der Gruppe jemanden, dem sehr weh getan wurde, und der lange Zeit brauchte, um wieder zu genesen. Der ist so furchtbar, wirklich extrem wütend, daß er sich wohl (illegal) scharf bewaffnen wird und aufs geltende Recht einen warmen Haufen setzt. Ich sage dazu, daß das nicht geht, denn es ist verboten. Er antwortet, daß es auch verboten war, ihm den Schädel einzutreten. Also was machen?

    Vielleicht frag ich Euch ja auch zuviel. Unser Problem ist aber, daß wir hier in der Gegend nirgends testschießen können, ohne daß da jemand sofort nach der Polizei schreit, oder aber der Förster mit der Flinte anrückt. Der Bau einer Schießbox ist zwar erfolgt, aber gescheitert, weil wir was falsch gemacht haben, das Ding dämpft den Schußlärm kein bischen - und Pfeffer kann man damit ja eh nicht testen.

    Trommelspalte sind also ein weiteres Problem, das kapieren wir jetzt auch langsam, aber sicher.

    Bliebe zu überlegen, sich doch noch Pistolen zuzulegen und die Revolver irgendwann zu verkaufen. Am Gelde hängt es dabei glücklicherweise nicht. Wenigstens etwas.

    Die Videos kannten wir, und sind halt nun am besprechen, inwieweit der Revolver einfacher zu bedienen ist im Notfall, als die Pistole.

    Wenn ich selbst mir aber so den Pistolenmarkt im SSW-Bereich angucke, ist da nicht viel, was mich begeistert.

    Euch allen schönen Dank, soll ich hiermit mal ausrichten.
  • Grad trudelten die bestellten Blattlehren ein.

    Mein Umarex S&W Chiefs Special hat 0,25mm Trommelspalt. Die Trommel ist fest.

    Mein 2. Wahl Zoraki R1 Titan hat 0,40mm Trommelspalt bei etwas zurück gezogener Trommel. Leider hat der R1 Trommelspiel sowohl vertikal, als auch horizontal.

    Morgen werd ich bei den Händlern mal schauen, was der Zoraki R2 für Trommelspalt hat, und was der Röhm RG89.

    Heut abend messen wir mal in der Gruppe die Trommelspalte der anderen Revolver, die wir beisammen haben.

    Obwohl ich mich an die Videos aus Ungarn vom Gabor Vass erinnere, die dort Walther Pfeffer mit Röhm RG89 verschießen, und von dem Revolver angetan sind...
  • Wieso wird sich so sehr auf den Trommelspalt konzentriert? Wenn der Abstand zur Trommel und Stoßboden/Schlabo nicht stimmig ist, wird es viel mehr Probleme geben, wie rausgeblasene Zündhütchen, nicht zündende Kartuschen oder eine verklemmte Trommel.

    Und noch eins, ihr könnt so viel messen und machen usw. aber am Ende hilft nur eins. Eigene Waffe mit der vorhandenen Munition überprüfen. Auf alles andere kann man sich nicht verlassen.

    Beispiel:


    Der Röhm RG59 macht Probleme. Der HW37 läuft super. Kann bei den nächsten Modellen andersrum sein.

    Und vergesst nicht, dass heutzutage SSW wie Spielzeuge gebaut werden. Das ist alles nur noch Zinkschrott der eine gewisse Zeit hält und dann im A*sch ist, damit man sich für nächstes Silvester eine neue Plempe kauft. Diese ganzen emotionalen Bindungen zu diesem Zinkmüll kann ich nicht verstehen.

    Kauft euch einen HW37 oder besser HW88. Dazu 10 Schuss Pfeffer oder CS am besten von Umarex (besten Abwehrkartuschen mit der dicksten Wolke) und verschießt von den 10 Schuss fünf. Dann die restlichen fünf ab in die Trommel und das Ding ist für die nächsten 10 Jahre einsatzbereit. Diese ganze Spielerei mit all dem anderen Quark würde ich gar nicht machen. Wo ist da der Wert dieses Aufwands?

    Noch ein Vorteil von HW37/88 ist der J-Frame. Alle scharfen J-Frame Holster UND Griffstücke sind kompatibel. Man hat also eine riesen Auswahl an Zubehör. Und einen schweren Trümmer tragen? Wer tut sich das ganz ehrlich an? Würde ich nicht.

    Macht's euch einfach. Und wie gesagt, funktioniert bei einem das Modell gut, wird bei dem anderen genau das gleiche Modell vielleicht versagen. Also an einem Selbstversuch wird man NIE drumherum kommen, wenn man wirklich sicher gehen will.

    Tipp: Wer kein Bock auf Spielzeug, testen und sinnlos Geld verpulvern hat, kauft sich ein Spray und damit ist die Geschichte gegessen.
    Jede SV Situation ist so unterschiedlich wie die Auswahl an SSW und Muni. Am Ende muss man sich auf die Situation einlassen. Da hilft auch nicht die tausendste sinnlose Diskussion im Netz.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von mistermister ()

  • FerencG schrieb:

    Denn ich bin in diesem Thread hier eigentlich eher ein wir, denn wenn ich im Forum was schreibe, ist das mal auf eigenem Mist gewachsen, mal auf dem der Gruppe. Dieser Thread ist hier einer, den unsere Gruppe haben wollte.
    Ich krieg da immer ein gaaaanz komisches Kopfkino, wenn Du von Deiner Gruppe schreibst. Sowas wie "Sieben Zwerge - Männer (mit ihren SSW) alleine im Wald". :whistling:

    Wenn sich die anderen auch noch hier anmelden würden, könnten sie direkt selbst fragen und wir hätten hier noch mehr Leben in der Bude. :thumbsup:
    "Es gibt Diebe, die nicht bestraft werden und dem Menschen doch das Kostbarste stehlen: Die Zeit."(Napoleon Bonaparte)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von TumberTrompeter ()

  • FerencG schrieb:

    Natürlich blättern wir hier im Forum. Und wir sind uns übers Thema Wetter und Wind und Windräder, Windhosen und Wettergötter sowie Wetterhähne, Stürme, Hurrikans, Torndos, Blizzards und und und voll im Klaren, wenns darum geht, daß einen eine satte Salve Pfeffer bei Wind und Wetter auch genüßlich selbst umsäbeln kann. :D

    Für mich ist die SSW halt besser als nichts. Wenn's gut geht, hat es was gebracht, und sonst hätte man eh was auf die Fresse bekommen, da ist es dann auch schon egal.

    Der ist so furchtbar, wirklich extrem wütend, daß er sich wohl (illegal) scharf bewaffnen wird und aufs geltende Recht einen warmen Haufen setzt. Ich sage dazu, daß das nicht geht, denn es ist verboten. Er antwortet, daß es auch verboten war, ihm den Schädel einzutreten. Also was machen?
    Das kann ich durchaus verstehen. Das Problem ist halt, dass du mit illegalen Waffen nicht nur dann Ärger kriegst, wenn du sie einsetzt, sondern auch bei beliebigen anderen Gelegenheiten. Das wäre es mir nicht wert.

    Vielleicht frag ich Euch ja auch zuviel. Unser Problem ist aber, daß wir hier in der Gegend nirgends testschießen können, ohne daß da jemand sofort nach der Polizei schreit, oder aber der Förster mit der Flinte anrückt.
    Silvester ist ja bald ;)

    Wenn ich selbst mir aber so den Pistolenmarkt im SSW-Bereich angucke, ist da nicht viel, was mich begeistert.
    Nein, da gibt es nur die Möglichkeit sich das kleinste Übel auszusuchen. (Für mich: P22Q)

    Für eine ordentliche SSW-Glock 17 oder PPQ (mit allen Sicherheitsfeatures) würde ich echt Geld hinlegen. Will aber wohl niemand haben.
  • Wenn man ordentlich auf die Fresse bekommt, kann das alle möglichen Identitätstörungen auslösen.

    Das sagte jedenfalls die Psychologin, die mit meiner Partnerin und unser einen Tochter Psychoptherapie gemacht hat, nachdem sie überfallen, schwer verprügelt und fast vergewaltigt worden waren.

    Ich kann jede/n verstehen, der oder die sowas selbst noch nie erlebt hat, und sich daher wundert über uns.

    Als ich damals von der Polizei und einem psychologischen Betreuer abgeholt wurde, um ins Krankenhaus zu den beiden zu kommen, und dann sah, was da mit den Menschen gemacht worden war, die ich liebe, war ich so voller Haß und Wut auf die Täter, daß ich wochenlang nicht schlafen konnte. Unsere zweite Tochter sprach wochenlang kein Wort. Sie war verschont geblieben, aber das Entsetzen über diese Tat ließ sie verstummen. Sie spricht wieder, und schlafen kann ich auch wieder, aber der Haß und die Wut sind in uns allen geblieben - und stehen im ständigen Widerhall zu meiner an sich friedliebende Lebenseinstellung.

    Daß wir eine Gruppe gegründet haben, die lernt, sich zu wehren, also zu kämpfen, ist unter dem Eindruck der Ereignisse entstanden. Daß das im Gedankengut vieler Deutscher völlig absurd ist, ist uns allen klar. Manche in der Gruppe finden es gut, daß ich nach wie vor mit der Gewalt hadere, andere nicht. Aber wir alle wissen, auch, weil wir uns vielfältig erkundigt haben, daß das alles noch viel schlimmer wird, als es schon ist. Deutschland ist nicht mehr sicher.

    Daß nur ich hier schreibe, liegt daran, daß ich den meisten erstmal das Internet und solche Foren nahebringen mußte.

    Facebook und Twitter kennen einige, Foren eher gar nicht.

    Schreiben will hier aus der Gruppe aber niemand.
  • für mich persönlich widerspricht sich das Funktionsprinzip einer Schreckschuss - Pistole etwas mit dem Ansatz, Reizstoffmunition verschießen zu wollen, nämlich dass das Repetieren auch mit Hilfe von Staudruck aufgrund eines etwas verbauten Laufes erreicht werden muss ... (bei scharfen Waffen sind ja ganz andere Rückstoß-Energien im Spiel, außerdem wirkt da das Projektil anfangs wie ein "Stopfen" im Lauf ...)

    wenn ich von vorne z.B. auf eine Zoraki 917 drauf gucke, weiß ich Bescheid ...

    von daher ist meine persönliche Wahl da klar, (ältere) Revolver ...

    aber wegen der "Munitionsproblematik" Testen mit der geplanten Abwehrmunition unerlässlich, auch wieder ein Unterschied zu den "Scharfen" ...

    (und Behörden und Militärs setzen deshalb auf Pistolen, weil sie eben keine Pfeffer-Mun. verschießen (müssen) ... ;) und auch eine höhere Magazinkapazität damit haben)

    andererseits ... macht aber eine Schreckschusspistole schon wirklich einen absolut enormen "Schlag" (Knalltraumagefahr, jedenfalls bei "normal guter" Knall-Munition), so dass ich persönlich mir nicht vorstellen kann, dass das Angreifer ganz "unbeeindruckt" lässt (auch ohne "Reizstoff") ... :thumbup:

    Walther Pfeffer-Mun. in der Pistole wollte ich erst diesen Silvester mal testen, aufschlussreich war aber der Thread hier kürzlich über die schlechtere Verarbeitungsqualität der Kartuschen ... wird man dann sehen, obs Störungen gibt oder obs in der Praxis doch keine Auswirkungen hat und alles reibungslos funktioniert ... Lautstärke erwarte ich aber ein Stück geringer als bei PAK Knall-Munition ...
  • Ich lese hier immer was von Pfeffermunition.
    Macht euch doch einen Traumarevolver.

    Beschafft euch Schwarzpulver Munition und nehmt die anstelle von dem Pfeffergedöns.

    Beim Angreifer gibt's dann auch wildes Augenreiben und dazu noch ne ordentliche Dröhnung.

    ;)
    Wer Sorgen hat, der hat auch Likör.
  • Bei dem genannten Hintergrund ist das Interesse an SSW absolut verständlich
    Jedoch solltet ihr das Thema Spray und Tierabwehrmittel nicht ausser Acht lassen und euch intensiv damit beschäftigen (da gibts auch sehr unterschiedliche "Darreichungsformen".)
    Vor der Frage Pistole oder Revolver zur SV steht erstmal das Problem des Handling mit Schusswaffen überhaupt. Nützt ja nix, wenn man sich was schönes ausgesucht hat und dieses dann nicht dabei hat oder nicht rankommt usw.
    Dreimal ist Bremer Recht