Kauf erster KW

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Kauf erster KW

      Moin Leute,

      bis ich mein Bedürfnis in der Tasche habe is zwar noch bis ende Juni (zzgl. Bearbeitungszeiten im Verband+Amt), aber so meine Gedanken mach ich mir natürlich jetzt schon (auch wegen der zum Teil gruseligen Lieferzeiten)...

      Ich bin auf der Suche nach einer 9mm Pistole, mit der hauptsächlich die BDMP Disziplinen PP1, NPA und Fallplatte geschossen werden sollen. Sowohl bei der PP1 als auch bei der NPA gibt es einen recht relevanten Präzisionsteil (12 Schuss auf 25m in 120s und 6 Schuss auf 25m in 15s respektive) aber auch dynamische Anteile (2 Schuss auf 10m in 2s, bzw 6 Schuss auf 10m in 6s). Im Verein habe ich bis jetzt hauptsächlich P210, S&W Target Champion (5'') und Glock 17 geschossen. Von Schützenkollegen hab ich mir dann noch kurz HK Mk23 und P8, P226 X-Six, S&W 1911 und Beretta 92FS ausgeliegen. Fazit dabei war, dass ich ne Sportwaffe und keine Dienstwaffe haben will (zumindest von dem, was ich bei der Beretta, Glock und HKs so getroffen hab), mir die Target Champion zu fett ist, mir die P210, Glock und 1911 sehr schön in der Hand liegen, ich aber mit der P210 nichts treffe (liegt aber vielleicht auch an der kleinen Visierung).

      Damit (und mit meinem engem Budget im Hinterkopf) habe ich mir ne kleine Liste erstellt von Waffen, die in frage kämen und die ich gerne ausprobieren würde:
      • Grand Power X-Calibur
      • P226 LDC
      • CZ75 Shadow 2
      • P210 (Höchstens gebraucht, wenn ich eine finde mit der ich treffe)
      • STI Europe Spartan 5.0
      • USP Expert (oder Custom Sport, ja, irgendwie mag ich die USPs, auch wenns nicht so die reinrassigen Sportler sind)
      • PPQ 5'' (Wobei ich mir bei den Striker gaaar nicht so sicher bin, wie toll das ist...)
      Vom BDMP gibts keine wirklichen beschränkungen in der Sportordnung, muss halt mindestens 9mm sein und darf keine Ergo-Griffe haben. Nice to have, aber nicht kriegsentscheidend, wäre wenn die Masse unter den 1300g (oder?) bleiben würde, damit ich auch beim BDS wildern kann(Mehrdistanz, Speed). Schon ist es auch, wenn die Visierung einstellbar ist, und man sich nicht erst für 100€ im Zubehör einkaufen muss...

      Und nu kommt ihr :)
      Mir ist schon klar, dass ihr mir das in-die-Hand-nehmen-und-ausprobieren nicht abnehmen könnt, ich freue mich aber über weitere Tipps, Bedenken, Gedanken, Erfahrungen, Bauchgefühle, Hörensagen,...
      Friendly fire - isn't
    • Hm, das ist wirklich schwierig zu sagen. Du hast Dir ja schon eine Menge Gedanken gemacht.

      Zur CZ 75 kann ich nur allgemein sagen, dass bei meiner zwei Mal die Schlossmechanik defekt war - sehr enttäuschend. Man konnte den Abzug bei DA so durchziehen und der Hammer wurde nicht bewegt. Ich hatte sie 2007 neu bei Frankonia gekauft. Leider ging da auch nichts mehr auf Kulanz und so habe ich kurz nacheinander recht viel Geld dafür zahlen müssen. Die Präzision der normalen CZ 75B, die ich habe, würde ich als deutlich unterdurchschnittlich bezeichnen. Gut, es war ein Lustkauf. Eventuell investiere ich noch mal in einen Wechsellauf mit 6 Zoll.

      Die Sportversionen der CZ sind da sicherlich besser und auch die neue Shadow ist wohl ein feines Teilchen. Aber ich persönlich würde nie wieder eine CZ kaufen. Lediglich mit dem .22er-Kadet-System läuft die Waffe bei mir sehr präzise.

      Eine 1911er ist halt ein geiler Klassiker und du bekommst - oft für kleines Geld - sehr viele Tuning- und Ersatzteile. Auch die Wechselsysteme in .22 z. B. kosten oft nicht so viel wie die für eine H&K oder andere. Meine läuft sehr zuverlässig mit allen Munitionssorten und das seit vielen Jahren. Du scheinst mit einer 1911er ja auch gut zurecht zu kommen. Die Auswahl ist groß, wobei die Teile wohl mittlerweile auch im Mittelklassesegment ziemlich teuer geworden sind und es ist zudem längst nicht alles lieferbar aus USA.

      Schau mal, wie sie guckt: :love:



      Die P-210 gilt wohl zu Recht als eine sehr präzise Pistole, die sind aber auch relativ teuer. Wäre auch ein toller Klassiker, den man wahrscheinlich ohne großen Wertverlust wieder verkaufen könnte, wenn man muss!

      P-226 - Tolle Qualität, ich mag aber das Design der ganzen SIGs überhaupt nicht, das ist meist irgendwie klobig. Geschmackssache. Präzision ist bei den meisten wohl überm Durchschnitt, aber auch alles nicht gerade günstig.

      PPQ - Da würde ich VORHER den Abzug mal genau checken, ob der was für Dich ist.

      Eine einstellbare Visierung wäre für mich übrigens ein totales MUSS! Versuchen würde ich auch, die genannten irgendwie zu schießen, zumindest mal zu befummeln (Handlage, Abzug). Ich habe neulich mit einer neuen Glock 23 geschossen und fand den Abzug unterirdisch. Damit treffe ich kaum was. Kurzum: Ein guter oder leicht tunbarer Abzug und eine verstellbare Visierung wären für mich erst mal wichtig, wenn es auch ums genaue Treffen geht. Eine Ausbaubarkeit im Sinne von Kaliberwechsel und Tuning finde ich auch nicht unwichtig, wenn früher oder später fängt man an, an den Dingern zu fummeln, weil man etwas optimieren möchte oder einen was stört. Da ist man mit einer CZ 75 oder 1911 auf der sicheren Seite.

      Single Stack oder Double Stack wäre mir egal, spielt sportlich außer bei IPSC vielleicht so keine Rolle. Plastik, also H&K und die PPQ sowie die genannte Kroatin, sind nicht so mein Ding, stehe eher auf Old School und Stahl. Aber das ist bei jedem anders.

      Auf waffen-online.de findest Du auch viele Tipps, kennst Du bestimmt schon.

      Viel Spaß beim Shoppen! :D

      Jens
      Bilder
      • SA Trophy Match .45 ACP (102) - Kopie.JPG

        128,47 kB, 640×425, 285 mal angesehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von Flammpanzer ()

    • Dass ich bevor ich irgendetwas kaufe erstmal damit schieße ist eigentlich selbstredend :)

      Eine Schützenkollegin hat die Shadow 2, werde ich wohl noch recht ausgiebig testen, ein Kumpel hat ne USP Expert, leider nur in .45, die X-Calibur werde ich wohl beim Importeur ausprobieren (das ist mal Kundenservice...). Bei allen anderen werde ich noch leute suchen müssen, die sowas haben... Dann werde ich noch einen Bekannten besuchen, der grad aus Altersgründen seine Sammlung schrumpft, vielleicht finde ich da ja auch noch was interessantes.

      Die verstellbare Visierung ist auch für mich ein muss, wenn sie aber gut nachrüstbar ist, könnte ich bei ner Neuwaffe erstmal drauf verzichten, um es dann nachzurüsten...

      Ich hab mir tatsächlich schon viel Gedanken drüber gemacht, aber Input is halt immer gut, auch wenn viel in Onlineforen mehr Meinung als Fakt ist :)
      Letztenendes kann ich ja immer alle Vorschläge ignorieren und einfach das Kaufen, worauf ich bock hab...

      Flammpanzer schrieb:

      Auf waffen-online.de findest Du auch viele Tipps, kennst Du bestimmt schon.
      Ja, kenne ich, lese ich auch ab und zu mal mit. Aber hier bin ich nun seit Jahren unterwegs und meine, die üblichen Verdächtigen zu kennen. So fällt es mir leichter, die Meinungen und Vorschläge einzuordnen :)
      Friendly fire - isn't

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nashorn ()

    • P210 ( ist doch Sig ?) :
      Ich habe ein paar mal mit der alten (Schweizer Armee) geschossen. Sie hat mir zwei mal in die Hand gebissen. Ist mir vorher und hinterher noch nie passiert.
      Bei der neuen und der alten empfinde ich die Magazinkapazität mit 8 Schuss als zu gering. 10-er Serie ohne Nachladen wäre schon schön.
      Ansonsten eine Top Pistole.
    • Jupp, P210 ist SIG. Die, die ich schieße, ist ne "Alte" aus Schweizer Produktion, aber ne Sportversion mit verlängertem Beavertail, da zwickt nichts. Aber du hast recht, wenn ich mir ne gebrauchte anschaue, muss ich da drauf achten... Bei der Magazinkapazität brauche ich entweder 6+ oder 12+, weil die BDMP Disziplinen meistens (auch) auf Revolver ausgelegt sind. Bei unter 12 Schuss im magazin muss ich dann eh nachladen...
      Friendly fire - isn't
    • Sooo, weil es doof ist, wenn so Threads im Sande verlaufen, noch ein kleines abschließendes Update von mir (vielleicht hilfts ja wen mit ner ähnlichen Frage):

      Über die Zeit bin immer mehr auf den Trichter gekommen, ne 6 Zoll 1911 zu brauchen. Nachdem STI die Target Master aber eingestellt hat und die einzigen, die ich mir sonst hätte leisten können, veredelte Armscor Pusten wären, bin ich über Umwege zur CZ75 Shadow Viper gekommen. Keine 1911, liegt aber auch ganz nett in der Hand... Und vielleicht kommt ja irgendwann in ein paar Jahren dann ne TM vom Prommersberger oder ne LesBaer dazu, der Schrank is ja groß genug...

      Jetzt müssen se nur noch beim LKA mit meinen Papieren mal zur Potte kommen, dann kanns losgehen :)
      Friendly fire - isn't
    • Mit der Antwort habe ich gerechnet. Das ist aber zu kurz gedacht, zumindest wenn man fleißig trainiert. Denn dann wirst du irgendwann deine Mun ohnehin selbst bauen. Dann ist es egal, ob man 9 Para oder .45 ACP baut. Da tut sich nicht viel.
      Aber wenn du eine 45 eingetragen hast, darfst Wechselsystem(e) im kleineren Kaliber bedürfnisfrei dazu kaufen.
      Was das Wiederladen betrifft, so hat die dicke 45 Pille erhebliche Vorteile gegenüber der 9 Para. Schon alleine weil in der 45'er Bleigeschosse ohne Mantel problemlos sind, schont das die Waffe und ist billiger.Zudem ist die größere Hülse unproblematischer beim Wiederladen, weil wegen der größeren Volumens und des etwa halben Gasdrucks sich Fehler nicht so gravierend in der Präzision auswirken.
      Letztlich kostet die Waffe immer das Gleiche, egal welches Kaliber.
    • Ansonsten von mir noch ein ganz allgemeiner Tipp zur Frage: Welche erste erlaubnispflichtige Kurzwaffe?
      Wenn irgendwo im Hinterkopf auch noch das Bedürfnis besteht mal mit ´ner reinrassigen .22er Sportpistole entsprechende Disziplinen zu schießen, diese kaufen bevor man sich ein .22er Wechselsystem für seine Großkaliberpistole zulegt.
      Sonst läuft man Gefahr, dass einem der Sachbearbeiter bei der Behörde oder schon der Verband bei der Bedürfnisbeantragung sagt: "Wieso noch ´ne .22er? Haste doch schon."
      Später ein WS kann man dann ohne neues Bedürfnis kaufen.

      Daraus folgt dann auch: Wenn man z.B. nicht so eilig hat und darauf hofft mal ein Schnäppchen, vielleicht gebraucht, z.B. CZ75 in 9x19 inklusive Kadet .22er WS zu ergattern, ... dann lieber eine .22er-SpoPi als erste KW kaufen.



      --- Ballistol ist das neue Chanel ---
    • Floppyk schrieb:

      Mit der Antwort habe ich gerechnet. Das ist aber zu kurz gedacht, zumindest wenn man fleißig trainiert. Denn dann wirst du irgendwann deine Mun ohnehin selbst bauen. Dann ist es egal, ob man 9 Para oder .45 ACP baut. Da tut sich nicht viel.
      Aber wenn du eine 45 eingetragen hast, darfst Wechselsystem(e) im kleineren Kaliber bedürfnisfrei dazu kaufen.
      Da hast du natürlich Recht. Allerdings wohne ich grad in einer WG und habe schlicht keinen Platz zum Wiederladen. Das wird sich vermutlich in den nächsten zwei Jahren auch nicht ändern, dann wird vermutlich Jobsuche, Umzug, usw. anstehen. Und wenn sich dann der Staub etwas gelegt hat, mach ich meinen WL Schein und dann kommt mir auch ne .45 ins Haus. Dann vielleicht auch nicht grad irgendeine, die auf dem Markt liegt, sondern die Wunschwaffe mit nem Jahr Lieferzeit oder so. Bis dahin wird halt 9mm Fabrikmun verpustet, und zwar die schönen billigen 124gr Geco FMJ. Ich bin eh zu schlecht, als dass man da jetzt den großen Unterschied bemerken würde :)

      Letztenendes ändert auch das Kaliber nicht allzuviel an der Verfügbarkeitsproblematik, STI hat anscheinend alle 6-Zöller eingestellt und da bleiben in meiner Preisklasse nur veredelte Armscor Pusten über (oder gebrauchte Peters Stahl, für die mutigen). Da kaufe ich mir jetzt lieber was wertstabiles, das kann ich zur Not dann auch wieder Verkaufen, wenn es mal mit der .45 so weit ist.

      Letztlich liegt mir die CZ75 ganz gut, die Shadow Viper ist mit ihrem 6" Bushing Lauf ziemlich präzise, und sie war, anders als alles andere, was ich mir so angeschaut habe, verfügbar. Damit kann ich jetzt erstmal ein paar Jahre richtig schießen lernen, dann schau ich weiter...
      Friendly fire - isn't
    • Floppyk schrieb:

      Die CZ 75 ist eine stabile und präzise Waffe. Hatte ich auch mal zusammen mit dem 22'er Wechselsystem Kadett, was störungsfrei arbeitete.
      Und sie liegt saugut in der Hand, jedenfalls in meiner, und mag die preiswerten S&B-Murmeln!
      Manchmal schieß ich auch mit dem Kadettsystem Schußbilder wo ich versucht bin meine Hämmerli zu verkaufen.
      Na ja, fast jedenfalls...

      Aber (true story!) es ist mir mal passiert, dass ich zu einem KK-Wettkampf gefahren bin und bei der Waffenkontrolle festgestellt habe, dass ich im morgendlichen Tran das Futteral mit der CZ75 aus dem Safe mitgenommen hab. Glücklicherweise konnte mir ein Vereinskamerad der in der Rotte vorher geschossen hatte seine GSP leihen. Hätte ich das Kadet-System für die CZ75 dabeigehabt, hätte ich lieber (und vermutlich auch besser) damit geschossen als mit der GSP oder irgendeiner anderen ungewohnten Sportpistole. Ehrlich!



      --- Ballistol ist das neue Chanel ---
    • "Wieso noch ´ne .22er? Haste doch schon."
      Im BDS ist das absolut kein Thema, man schreibt eine formlose Begründung, warum man die zweite Waffe im gleichen Kaliber haben möchte und dann wird das auch genehmigt. Denkbar ist sowas wie "Ich schieße die eine mit einer Optik (Dot) und die andere mit offener Visierung." Kein Ding.

      In meinem Verein ist jemand, der drei KW im Kaliber .22 hat.

      Jens