"Spenden statt Böllern" - der persönlichen Profilneurose tut das gut...

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    • "Spenden statt Böllern" - der persönlichen Profilneurose tut das gut...

      Hallo ihr Lieben.
      Als ich mit dem Auto am Montag zur Arbeit war, Fahrweg etwa eine Stunde, war im Radio das Thema:
      Ist Feuerwerk noch zeitgemäß oder sollte es verboten werden?

      Überraschenderweise hatten ausschließlich (wirklich 100%) Hörermeinungen die Ansicht, das Silvesterfeuerwerk total doof ist und man es verbieten sollte. Diese 100% Quote ist doch sehr auffällig. Liegt es daran, dass alle anderen, die sehr gerne Feuerwerk machen, einer geregelten Arbeit nachgehen und um diese Uhrzeit nicht zu einem Streitthema am Telefon sitzen können? Egal.

      Ich jedenfalls hatte mich köstlich darüber amüsiert, denn die Argumente nach dem Wieso Weshalb Warum waren irgendwie niedlich.
      Es ist schwer, unpolitisch und neutral zu bleiben, aber ich will es versuchen.

      Grundsätzlich war es den Hörern bei ihren Anrufen im Studio wichtig, sich selber als moralisch absolut unfehlbar und mit unendlicher Weisheit gesegnet darzustellen.
      Weshalb aber ist das so? Ist es heute so modern, ja geradezu schick, eine besonders feine "politisch korrekte" Meinung zum Besten zu geben?
      Pflücken wir die Argumente mal auseinander.

      Eine Person meinte:
      "Feuerwerk ist so rücksichtslos und egoistisch gegenüber Tieren. Ich als Hundeliebhaberin kann nur den Kopf darüber schütteln, dass Menschen so einen Krach machen müssen. Die armen Tiere."
      Danke für diese Meinung. Nun, wenn ich mit meinen Kindern durch den Park spazieren gehe sind immer wieder frische Hundehaufen anzutreffen. Besonders an warmen Tagen erfüllt ein eindeutiger Duft die Luft - da hat doch jeder etwas davon. Selbstverständlich ist diese Dame sicherlich ein ganz anderes Beispiel, die niemals ihren Hund in den Park machen lässt. Denn (Regel Nummer eins): Das sind immer nur die Anderen. Fehler machen nur Andere.
      Ich selber käme niemals auf die Idee, ein Hundeverbot zu fordern, weil es einige verantwortungslose Hundehalter gibt. Übrigens nicht nur einmal im Jahr.
      Ähnlich verhält es sich bei Katzen: Es ist eindeutig belegt, dass in bewohnten Gebieten die Singvogelpopulation stark gefährdet und zurückgegangen ist, weil sich zu viele Katzen auf ein zu kleines Revier verteilen. Nun, das ist eben so. Wir haben uns daran gewöhnt. Niemand fordert ein Verbot von Katzen, obwohl die Tierliebe ja auch gegenüber den wilden Singvögeln gelten könnte. Aber (Regel Nummer zwei): Was ich selber mache, ist okay - nur was Andere machen, ist nicht okay.

      Eine andere Person meinte:
      "Feuerwerk ist so eine Umweltverschmutzung. Das ganze Jahr über versucht man CO2 und Feinstaub zu vermeiden, und dann schießt man in einer Nacht alles in die Luft."
      Danke für diese Meinung. Bevor wir nun den Stoff der fünften Klasse durchgehen, sei einfach mal angenommen, dass die Menge an brennbarem Material von Silvester nicht mal annährend die Menge des verbrauchten Treibstoffs von einer Stunde eines regulären Arbeitstags erreicht.
      Ich möchte trotzdem darauf eingehen: Natürlich könnte man auch diese Menge CO2 und Feinstaub vermeiden. Ebenso könnte man z.B. sämtliche Weihnachtsmärkte abschaffen, und die gehen sogar länger als nur ein paar Stunden. Was da durch Anfahrt, Beleuchtung und Ressourcen (Gasbrenner, etc.) eingespart würde. Ganz dringend sollte man auch alle Jahrmärkte abschaffen, Faschingsumzüge, Tanzveranstaltungen, und so weiter. Eigentlich könnten wir doch alle in unserer Freizeit entweder mit dem Hintern zuhause bleiben oder halt zu Fuß im Dorf spazieren gehen.
      Das wollen wir aber nicht, denn (Regel Nummer drei): Ich möchte meine eigenen Vorlieben nicht einschränken. Verboten wird nur das, was den anderen gefällt und mir zuwieder ist.

      Schließlich meinte eine Person noch:
      "Ich finde es eine reine Geldverschwendung. Ich spende lieber das Geld, was ich sonst verböllern würde."
      Danke für diese Meinung. Nehmen wir diese zunächst inhaltlich auseinander: Wenn ich gar nicht böllern möchte, weil ich es per Definition nicht will, und dann sage, ich sprende lieber das, was ich sonst böllern würde, dann macht das rein mathematisch: 0€ (Rundungsfehler sind bereits berücksichtigt). Trotzdem klingt es super vornehm und total moralisch, nicht wahr?
      Das führt zu Regel Nummer vier: Es ist nicht wichtig, ob das, was man sagt, wirklich gut ist - es muss nur gut klingen.
      Behaupten wir aber nun, dass eine Person tatsächlich früher für 100€ geböllert hat und nun ein wohlwollender Spender ist. Was passiert volkswirtschaftlich?
      Eine Supermarktkette rechnet in Jahresumsatz und Jahresgewinn. Diesen macht der Supermarkt aus allen möglichen Warengruppen: Eier, Milch, Duschgel, Kondome, Tiefkühlpizza und eben auch Feuerwerk. Fällt eine komplette Warengruppe aus, und damit auch der Umsatz und Gewinn, muss er über alle anderen Warengruppen leicht nachjustieren. Denn in der gesamtwirtschaftlichen Betrachtung bleiben die Planzahlen gleich. Die Hersteller, Importeure und Zulieferer für Feuerwerksartikel bekommen aber ein Problem. Die Folge ist ein Verlust von Arbeitsplätzen und eine Steigerung von finanziell bedürftigen Personen - das macht aber nix. Denn wir haben ja nun viele Spender, die ihr Geld an diese Bedürftigen Personen spenden. Oder etwa doch nicht? Denn es kann natürlich auch sein, dass man nur besonders toll rüberkommen will, aber gar nix spendet - wer kontrolliert das schon.
      Daher Regel Nummer fünf: Immer die gesamtwirtschaftliche Situation betrachten.
      Ich drehe das ganze mal auf den Kopf, damit man sieht, wie absurd das alles ist. Ich z.B. spiele kein Golf. Ich mag Golf nicht. Jetzt könnte ich mich sogar noch darüber aufregen, dass eine große Fläche verwendet wird, die doch viel besser eine Parklandschaft wäre. Also behaupte ich: Ich spiele kein Golf. Das, was ich normalerweise für das Golfspielen ausgeben würde, spende ich lieber. Okay. Toll. Mach' es oder lass' es bleiben, aber sülze den Leuten nicht vor, wie toll Du bist. Denn erstens kann es keiner nachprüfen und zweitens: Wenn Du wirklich im Herzen hast, zu spenden, dann mache es einfach so, aus freien Stücken. Und nicht, weil Du dich auf der Bühne eines Streitthemas profilieren willst.
      (Man erinnere sich hier auch an Regel Nummer drei...)

      Nun, die letzte Person könnte man fast außer Acht lassen:
      "Ich setze mich für ein Verbot von Feuerwerk ein, da ich aktives Mitglied der Grünen bin und Feuerwerk grundsätzlich ablehne." (Originalzitat!)
      Danke für diese Meinung. Endlich eine, die es auf den Punkt bringt, ohne fadenscheinige Argumente vorzuschieben: Ich mag kein Feuerwerk, weil es Parteiprogramm ist. Klasse, so einfach kann es gehen. War doch nicht schwer. Was will man hier noch entgegensetzen? Richtig: Nichts. Ich will es so, weil ich es eben so will, und basta. Und da sollen sich die Anderen gefälligst daran halten.
      Regel Nummer eins bis fünf zusammen in einem Satz. Herrlich.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Tschuldigung ()

    • Und?

      Zum Einen ist es völlig wurst, wie bescheuert ein Verbotsanliegen ist, solange es nur von den Medien genügend und natürlich in die richtige Richtung gepusht wird. Gewöhn Dich dran.

      Zum Anderen sind selbst signifikante Teile dieses Forums für ein Böllerverbot; siehe hier:
      co2air.de/thema/101010-afd-will-privates-feuerwerk-verbieten

      Früher oder später kommt also das Böllerverbot. Und das Fleischverbot (erstmal getarnt durch die Fleischsteuer). Und was weiß ich...
    • Ja, ich weiß was Du meinst. Bei der Diskussion hinter Deinem Link sind ja wenigstens noch Argumente, die man sachlich diskutieren kann:
      Unsachgemäßer (unverantwortlicher) Umgang, Brandgefahr, den Dreck einfach liegen lassen, usw.

      Ich fand es sehr auffällig, dass die Leute im Radio stets bemüht waren zu betonen, wie moralisch sie sind und dass sie ja so viel lieber spenden und Gutes tun, und die Welt verbessern möchten.
      Darin sehe ich inzwischen einen regelrechten Trend: Ich muss um jeden Preis in der Öffentlichkeit ein möglichst gutes Bild von mir abgeben, um allgemein als ganz toller Mensch mit gehobenem ethischen Anspruch anerkannt zu werden.

      Irgendwann kommt noch jemand auf die Idee: Ich spüle meine Toilette nur einmal die Woche ab um Wasser zu sparen - und alle spenden Applaus. "Oh, was für ein toller Mensch, ein echtes Vorbild..."
    • Hauptsache, die Spülung ist dann auf Youtube.

      Aber Du hast Recht. Schau Dir die Anti-Fleisch-, die Anti-Raucher- oder die Flüchtlings-Diskussionen an.
      Ach ja: Und sprich mal mit Redakteuren. Dann weißt Du, wer (gepflegt indirekt) die Regeln macht.
    • Nur wegen der Rinder müsste man ja eigentlich nicht auf allem Fleisch rumhacken. Aber die Ökobilanz sieht halt für alle Fleischsorten schlecht aus. Trotzdem mag ich es. Vielleicht sollte man als Redakteur mal überlegen, wie viele Milliarden Menschen das Ökosystem bewältigen kann und entsprechend agitieren. Wäre insgesamt funktioneller; so schiebt es nur die Grenze nach oben, die dennoch bald erreicht ist (9Mrd. Fleischesser vs. 12Mrd. Veganer?).

      BTW: Das passendste Beispiel weiter oben vergaß ich: Anti-Waffen-Diskussion. Allein, wie Waffeninteressierte geschimpft werden: WaffenNARR...
    • Magnum Opus schrieb:

      Schafft Kühe ab. Die furzen uns wirklich in die Klimaerwärmung.

      Was natürlich absoluter Unfug ist.
      Defakto ist das Rind, solange es extensiv gehalten wird, sogar Klimaretter.
      Weidehaltung verbessert den Humusgehalt des Boden,
      und Humus speichert sehr große Mengen an Co2.

      Davon abgesehen ist der überwältigende Großteil der weltweiten landwirtschaftlichen Nutzfläche Grünland.
      Das Verbot von Weidetieren würde also den Hungertot für Milliarden Menschen bedeuten.
      Es sei denn du willst sämtliches Grünland in Ackerland umwandeln.
      Was wiederum das größte Artensterben in der Geschichte der Menschheit verursachen würde.
      Ökofaschismus par excellence!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Urtica ()

    • Das Böllern und Feuerwerken will und werde ich mir nicht nehmen lassen. Was jeder in seiner Freizeit macht und wie Er seine hart verdienten Teuros ausgibt, ist ja wohl seine Sache. Und was das Spenden betrifft.

      Ich spende NUR!!!, wenn ich auch 100% weis, daß die Spenden auch da ankommen, wo Sie hin sollen und nicht in irgendwelchen Privat-Taschen oder in eine überzogene Verwalltung versickern.

      Nach dem Tsunami habe ich z.B. Dauerwasserfilter nach Cylon geschickt, wo ich mal Urlaub gemacht hatte. D.h. die Spende ist 100% angekommen.

      Im Moment wird ja kräftig mit emotional wirksamen Bildern und Videos für Spenden geworben. Oft ist aber leider das Ausgeben für Böller besser angelegt.

      Gruß Play.
      Feinwerkbau: (FWB600, FWB601,FWB602, FWB603, FWB300S, FWB65, FWB100), Anschütz SA 2001, Walther: (LGM2, LG90, LGR, WLA, P88), 850 Air Magnum, Weihrauch: (HW77, HW40, HW 75), Zoraki: (914, 918, R1), Colt (1911, M45 CQBP, Single Action Army), Umarex: (MP40, C96, HPP, SA177), Smith & Wesson: (586, Chiefs Spezial), GSG: (M11, CP1-M, CR600W, PR900W, P08), Crosman: (2240, 1377), Norconia: (P1, QB78d), Hatsan: (Hercules, Carnivores), Diana: (D75), Excalibur (Exomax, Matrix Mega405, Bulldog400).
    • Ja, die Waffendiskussion.

      Leider habe ich den Link nicht mehr.
      Es gab eine Studie, die belegt hat, dass die Anzahl von Straftaten in direktem Zusammenhang mit der gesellschaftlichen Struktur stehen - nicht mit dem jeweiligen Waffengesetz im Land.

      Also: Wenn es mir finanziell schlecht geht, und die soziale Grundsichgerung eine Katastrophe ist, dann bin ich eher offen für eine Gewalttat.

      Umgekehrt ist es aber NICHT so, dass jemand dagt: Mensch, jetzt habe ich mir eine Waffe gekauft - da wird es doch mal Zeit, eine Tankstelle zu überfallen. Obwohl es mir doch gut geht.

      Außerdem muss man unterscheiden zwischen Straftaten zum wirtschaftlichen Vorteil und Triebtaten, aber das würde jetzt zu weit gehen.

      Dass ein verschärftes Waffengesetz keinen Einfluss auf die Anzahl der Straftaten hat, sollte spätestens hier klar sein:
      Wer eine kriminelle Energie hat, der wird sich sowieso bewaffen.
      Denn: Schon heute ist es gesetzlich verboten, eine Tankstelle zu überfallen und zu berauben. Und da kommt auch keiner auf die Idee: Mensch, so ein Mist, wir dürfen die Tanke gar nicht ausrauben - das ist gesetzlich verboten. Okay, dann lassen wir es bleiben.
    • Tschuldigung schrieb:

      Bevor wir nun den Stoff der fünften Klasse durchgehen, sei einfach mal angenommen, dass die Menge an brennbarem Material von Silvester nicht mal annährend die Menge des verbrauchten Treibstoffs von einer Stunde eines regulären Arbeitstags erreicht.
      naja ganz so ist es nicht. Laut Wiki:

      " Nach Schätzungen des Umweltbundesamtes werden in Deutschland durch Feuerwerkskörpern jährlich ca. 4000 Tonnen Feinstaub freigesetzt, der größte Teil in der Silvesternacht.[7] Dies entspricht ca. 15 % der Menge, die der Auto- und LKW-Verkehr während des gesamten Jahres verursacht.[8]"

      eindeutig mehr als en bruchteil einer Stunde, habe in anderen quellen gelesen es wäre sogar deutlich mehr,
      kann die aber leider nicht finden.

      nichtsdestotrotz nervt mich dieses elende gutmenschentum auch ganz gewaltig.
    • Ich finde die Zeit in der wir heute leben und die gedankliche Entwicklung äußerst fragwürdig.

      Immer häufiger wird eine Meinung zunächst sauber aufbereitet, dann als Weisheit zelebriert, in den Medien als allgemeingültiges Gesetz verkauft und schließlich als Richtlinie und Maßstab in die Gesellschaft eingeführt. Dabei ist es immer wichtig, dass man sich an exakt diese Meinung hält, sonst fällt man aus dem Raster. Sonst ist man gesellschaftlich nicht mehr akzeptabel. Man gehört dann nicht mehr zu dem elitären Kreis.

      Mit meinem Trauzeugen habe ich in vielen Punkten eine andere Meinung. Trotzdem sind wir sehr enge Freunde und respektieren uns gegenseitig.

      Vor Jahren, als Schüler, hatte ich mich immer liebevoll mit meinem Erdkundelehrer angelegt (Thema Entwicklungshilfe und Abbau von Bodenschätzen). Ich war selten seiner Meinung, und wir hatten uns gegenseitig mit Respekt behandelt. Selbst im Abitur hatte ich in der Arbeit genau das Gegenteil von dem argumentiert, worauf er eigentlich hinaus wollte. Er hat es mit 14 Punkten bewertet (15 war das Maximum), weil er es klasse fand, wie ich meine Meinung herleite und mit Fakten unterstütze.

      Ob das heute noch klappen würde? Wohl kaum.

      Die Zeit der Denkverbote bricht an. Wir bekommen sämtliche Normen serviert - und wenn wir uns nicht daran halten, steigen wir eben gesellschaftlich ab.
    • Tschuldigung schrieb:

      Ich finde die Zeit in der wir heute leben und die gedankliche Entwicklung äußerst fragwürdig.

      Immer häufiger wird eine Meinung zunächst scheinbar sauber aufbereitet, dann als Weisheit zelebriert, in den Medien als allgemeingültiges Gesetz verkauft und schließlich als Richtlinie und Maßstab in die Gesellschaft eingeführt. Dabei ist es immer wichtig, dass man sich an exakt diese Meinung hält, sonst fällt man aus dem Raster. Sonst ist man gesellschaftlich nicht mehr akzeptabel. Man gehört dann nicht mehr zu dem elitären Kreis.

      ...


      Die Zeit der Denkverbote bricht an. Wir bekommen sämtliche Normen serviert - und wenn wir uns nicht daran halten, steigen wir eben gesellschaftlich ab.

      Mit dieser kleinen Änderung würde ich Dir in Gänze zustimmen - bis hin zum Erdkundelehrer, den ich ebenfalls in gleicher Güte hatte.

      Aus Erfahrung weiß ich, dass schon bei der Aufbereitung der Faktenlage bewusst geschummelt wird, um sie in die "richtige" Richtung zu lenken. Das passiert (relevant) bei NGO's, Medien und Politikern.
    • Ist der Ruf erst ruiniert - lebt´s sich gänzlich ungeniert.

      Kenne ich von mir - ich bin der Sonderling. Mag kein Bier und kein Fußball - sehe kein DSDS oder irgendwelche anderen Kinderseuchen und habe nun echt mehr als nur ein ausgefallenes Hobby. Und jeder hier weiß das.
      Bekennender Jason-King-Fan.
    • Tschuldigung schrieb:

      ...Grundsätzlich war es den Hörern bei ihren Anrufen im Studio wichtig, sich selber als moralisch absolut unfehlbar und mit unendlicher Weisheit gesegnet darzustellen.
      Weshalb aber ist das so? Ist es heute so modern, ja geradezu schick, eine besonders feine "politisch korrekte" Meinung zum Besten zu geben?...
      Dieses Phänomen nennt sich political correctness und ist dank medialer Sprachzensur mittlerweile zum gesellschaftlichen Konsens geworden. Üblicherweise wird gerne vorgegeben, besonders Umwelt-, Fremden-, Klima- und Tierfreundlich zu sein. Der Antagonist ist eine sorgsam gepflegte Empörungskultur: wichtig ist den politisch Korrekten, sich über alles aufzuregen was deren anthroposophischer Lebensmaxime zuwider läuft und damit den "Weltfrieden" gefährdet. Falls Fakten oder Argumente nicht vorhanden sind oder man/frau gar in die Defensive geraten könnte werden Kontrahenten vorzugsweise als Nazi, Rechter oder Pack diffamiert um nicht vermeintlich politisch unkorrekte Diskussionen außerhalb der Sprachzensur zu führen oder gar Realitäten anerkennen zu müssen, die in der anthroposophischen Weltanschauung(Gutmenschentum) nicht existieren. Vor 30 Jahren nannte man diese Leute intolerante Spießer, heute hingegen gelten Sie als chic und bilden die Speerspitze des Medien-Politik Komplexes. Wer zwar schweigt aber trotzdem nicht mitmacht gilt als Hinterwäldler, Zurückgebliebener oder Europäer des 20. Jahrhunderts. Auch um dem zu entgehen gibt ein großer Teil der Bevölkerung mimikry artig die Haltung der politisch Korrekten wieder was zu Verstärkungs- und Bestätigungseffekten in Medien und Politik führt und damit fatalerweise zu einer sich immer schneller drehenden Realitätsentzugsspirale.
    • Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit eines Anderen anfängt.

      Das hat auch immer etwas mit Toleranz zu tun.
      Vielleicht sollten genau diese Leute das wieder verinnerlichen lernen und Ihren Mitmenschen etwas mehr Freiheit zugestehen auf das sie auch auf Zugeständnisse bei Ihren Interessen hoffen können.

      Die schlimmste Entwicklung die wir aktuell sehen ist diese "betrifft mich nicht, kann also verboten werden" Einstellung.
      Einer freiheitlich demokratischen Grundordnung würde viel eher ein: "betrifft mich nicht, also lassen wir sie einfach machen" zu gute stehen.
      Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen. (Albert Einstein)
      Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. (Albert Einstein)
    • Tschuldigung,

      ein Mensch der Hunger hat oder friert oder Medikamente braucht oder sonst irgendwelche Hilfe benötigt.......

      .....den interessieren keine Statistiken.

      Ich spende auch, fürs Tierheim, für die Feuerwehr oder auch bei grossen Katastrophen.
      Und ja, es gibt mir ein gutes Gefühl und nun?
      Und ich böller auch nicht und nun?

      Lass die Aussagen doch von den anderen einfach so stehen, egal wie unsinnig sie dir auch vorkommen.
      Andere machen es mit deinen Ansichten auch, ohne dich zu verurteilen

      Nur mal so als Denkanstoss ;)

      Lg Stephanie :love:
      Das Wort ist wie ein Pfeil. Einmal unterwegs, kann man es nicht mehr aufhalten
    • Löwenherzchen schrieb:

      Tschuldigung,

      ein Mensch der Hunger hat oder friert oder Medikamente braucht oder sonst irgendwelche Hilfe benötigt.......

      .....den interessieren keine Statistiken.

      Ich spende auch, fürs Tierheim, für die Feuerwehr oder auch bei grossen Katastrophen.
      Und ja, es gibt mir ein gutes Gefühl und nun?
      Und ich böller auch nicht und nun?

      Lass die Aussagen doch von den anderen einfach so stehen, egal wie unsinnig sie dir auch vorkommen.
      Andere machen es mit deinen Ansichten auch, ohne dich zu verurteilen

      Nur mal so als Denkanstoss ;)

      Lg Stephanie :love:

      Liebe Stephanie,

      danke für Deinen Beitrag. Ich vermute, Du hast die Kernaussage meines Beitrages nicht verstanden oder falsch interpretiert.
      Das finde ich sehr schade.

      Wenn Du für Deine Wohltaten nicht die öffentliche Bühne suchst und andere darüber belehrst, wie falsch sie sind und um wieviele Stufen Du über ihnen stehst: Super, weitermachen! Genau so soll es sein.

      Denn genau darum ging es im Eingangstext: Um die ewigen Lehrer, die genau Bescheid wissen, wie man das augenscheinlich perfekte Leben führt und zu allem Themen eine wunderbare Belehrung austeilen kann - solange die eigenen Interessen nicht beschnitten werden.
      Ändern sollen sich immer nur die Anderen, denn die machen alles falsch.
      Man selber ist aber unantastbar korrekt.
    • Chrisbeard schrieb:

      Tschuldigung schrieb:

      ...Grundsätzlich war es den Hörern bei ihren Anrufen im Studio wichtig, sich selber als moralisch absolut unfehlbar und mit unendlicher Weisheit gesegnet darzustellen.
      Weshalb aber ist das so? Ist es heute so modern, ja geradezu schick, eine besonders feine "politisch korrekte" Meinung zum Besten zu geben?...
      Dieses Phänomen nennt sich political correctness und ist dank medialer Sprachzensur mittlerweile zum gesellschaftlichen Konsens geworden. Üblicherweise wird gerne vorgegeben, besonders Umwelt-, Fremden-, Klima- und Tierfreundlich zu sein. Der Antagonist ist eine sorgsam gepflegte Empörungskultur: wichtig ist den politisch Korrekten, sich über alles aufzuregen was deren anthroposophischer Lebensmaxime zuwider läuft und damit den "Weltfrieden" gefährdet. Falls Fakten oder Argumente nicht vorhanden sind oder man/frau gar in die Defensive geraten könnte werden Kontrahenten vorzugsweise als Nazi, Rechter oder Pack diffamiert um nicht vermeintlich politisch unkorrekte Diskussionen außerhalb der Sprachzensur zu führen oder gar Realitäten anerkennen zu müssen, die in der anthroposophischen Weltanschauung(Gutmenschentum) nicht existieren. Vor 30 Jahren nannte man diese Leute intolerante Spießer, heute hingegen gelten Sie als chic und bilden die Speerspitze des Medien-Politik Komplexes. Wer zwar schweigt aber trotzdem nicht mitmacht gilt als Hinterwäldler, Zurückgebliebener oder Europäer des 20. Jahrhunderts. Auch um dem zu entgehen gibt ein großer Teil der Bevölkerung mimikry artig die Haltung der politisch Korrekten wieder was zu Verstärkungs- und Bestätigungseffekten in Medien und Politik führt und damit fatalerweise zu einer sich immer schneller drehenden Realitätsentzugsspirale.
      Ich glaube du bist Argumentativ den Gutmenschen unterlegen und weil du nicht mehr weiter weißt flüchtest du in die Opferrolle. Alz Nazi oder Rechter werden eigentlich nur solche bezeichnet die auch welche sind. Als diese Mitmenschen die aus dem Schutz der Masse herraus Pöbeln und Beleidigen, sie können sich einer offenen Disusion wohl nicht stellen.


      Tschuldigung schrieb:


      Die Zeit der Denkverbote bricht an. Wir bekommen sämtliche Normen serviert - und wenn wir uns nicht daran halten, steigen wir eben gesellschaftlich ab.
      Soso Denkverbot, du hältst dich an Gesetzte die es nicht gibt?
      Wir bekommen immer irgenwelche Normen serviert, dem einen gefallen sie dem anderen nicht, eine Wert und Normneutrale Gesellschaft wird es nicht geben.
    • Lachnummer schrieb:

      ich glaube du bist Argumentativ den Gutmenschen unterlegen...
      ...es gibt immer welche die es besser können, dass ist ein Naturgesetz...

      Lachnummer schrieb:

      und weil du nicht mehr weiter weißt flüchtest du in die Opferrolle...
      ...interessanter Gedanke. Ich hab mich zeitlebens nie als Opfer von was auch immer gesehen aber vielleicht hab ich das aufgrund einer kognitiven Verzerrung verdrängt. Erstmal herzlichen Dank an dich für deine tiefenpsychologische Erkenntnistheorie. Im Moment bin zu geschockt um weiter zu schreiben...
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