Kritisches Problem bei ner Haenel 310

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    • Kritisches Problem bei ner Haenel 310

      Moin moin,
      folgendes ernsthaftes Problem mit ner Haenel 310:
      Das Stoßröhrchen samt Platte ist vom Kolben abgerissen und bewegt sich kein Stück. Ich habe das Gewehr gebraucht gekauft mit der Bemerkung das der Lauf verstopft ist. Nach Prüfung hat sich raus gestellt das das Stoßröhrchen vom Kolben abgerissen ist. An sich kein Beibruch wie ich mir anfangs dachte aber anscheinend hat jemand versucht das Teil noch ein paar mal abzuschlagen und nun ist das Röhrchen komplett fest. ich habs bereits versucht frei zu bekommen (von der Mündung aus) aber da bewegt sich null.
      ;(

      Ein Schützenkamerad und ich versuchen am Freitag erstmal mit WD40 und Wärme das Teil zum kooperieren zu bewegen in der Hoffnung das das was bringt. Wenn nicht bleibt wohl oder übel nur noch der Gang zum Metaller. Dafür brauch ich aber Input: Wie lang ist die Platte am Stoßröhrchen, wie lang die komplette Länge der Kompressionskammer, länge des Stoßröhrchens usw.

      Wäre klasse wenn jemand die Infos hat. Ich will die alte Dame nicht aufgeben denn dafür ist sie zu schade.

      Kennt jemand einen guten Metaller in Bremen und Umgebung der so was wieder frei bekommt?

      Schönen abend und vielen Dank
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    • Ohje, das sieht übel aus. Ich will dich nicht demotivieren, aber es kann sein, dass du das Stoßröhrchen nie wieder dort raus bekommst, ohne den Lauf zu beschädigen. Von so einem Fall habe ich hier schon mal gelesen, wenn ich mich recht erinnere. :S

      Ich finde es aber super, dass du das 310 noch nicht aufgegeben hast. :thumbup: Mit den Maßen kann ich dir zwar leider nicht helfen, jedoch wird in ein paar Stunden bestimmt der liebe verodog hier aufkreuzen und dir alles wichtige sagen.

      Im übrigen darfst du Haenel-Probleme in Zukunft gerne direkt der Haenel-Gemeinschaft eingliedern. ;)

      MfG,
      zyx
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    • Hallo berti2k,
      zuerst einmal ist die Frage, ob das Röhrchen im Lauf klemmt oder die Platte im System.
      Von vorne durch den Lauf würde ich nicht zu viel Kraft anwenden, da sich das Röhrchen sonst erst recht weitet und dann im Lauf klemmt.
      Wenn WD40 und vorsichtiges erwärmen nichts hilft würde ich folgendes probieren:
      Einen 5mm Bohrer in ein Messingrohr einkleben und von hinten her das Röhrchen von der Platte trennen (ist eingelötet, nur bis zum Ende der Platte bohren, nicht weiter).
      Dann nochmal versuchen, die Platte oder das Röhrchen heraus zu bekommen (zumindest eines davon sollte sich jetzt lösen).
      Wenn das Röhrchen sich immer noch nicht bewegt würde ich versuchen, es von hinten her mit einem 4mm Bohrer auszubohren.

      "Die Welt ist zu komplex für einfache Erklärungen!"
    • Für mich sieht das auf den Bildern so aus, als wäre die Platte noch am Kolben festgeschraubt (die Dichtung ist ja noch an Ort und Stelle) und nur das Stoßröhrchen selbst ist abgebrochen. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die Stoßröhrchenplatte mit ihrem Riesengewinde aus dem Kolben reißt.
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    • Ich meine zu erkennen, das nur noch das Röhrchen im Lauf steckt. Von vorne arbeiten, sehe ich das wie black friday. Man muss sicherstellen, dass man das Röhrchen nicht noch aufweitet. Ich würde auch einen ähnlichen Ansatz wie blach friday wählen. Ein dünnes Metallrohr nehmen, bei einer passenden Spax-Schraube den Kopf abtrennen und die Schraube ins Metallrohr kleben (oder ähnliches), dann von hinten durchs System die Schraube sachte ins Röhrchen eindrehen ( aufpassen, dass das Röhrchen nicht aufpilzt ggf. ganz dünne Schraube nehmen) und dann versuchen rauszuziehen (Im Prinzip so als wenn man einen alten Dübel mit einer Schraube aus der Wand zieht). Eventuell auch mit einem passenden Rundstab zusätzlich von vorne drücken. WD40 schadet bei sowas natürlich nie.

      Wenn du das Röhrchen erfolgreich entfernt bekommen solltest, dann würde ich mal genau nachprüfen warum das alte abgebrochen ist. Nicht das du das neue einbaust und beim ersten spannen die gleiche Nummer wieder hast.

      Gruß und viel Erfolg

      Jason
    • joha66 wrote:

      WD40 besteht fast nur aus Petroleum und ist fast wirkungslos.
      Zum schmieren gebe ich dir Recht, zum lösen festsitzender Teile funktioniert es aber ganz gut, da es gut kriechfähig ist und zudem leicht rostlösend wirkt. Leichtes erwärmen unterstützt die Wirkung noch.

      "Die Welt ist zu komplex für einfache Erklärungen!"
    • Wenn nur noch das Stoßröhrchen im Lauf steckt müsste man doch mit messen weiter kommen oder? Wie lang sollte denn der eigentliche Kompressionsraum sein? Traut es sich jemand zu das ich ihm ggf. die Systemhülse schicken könnte? Für mich sieht das so aus das da noch mehr ausser nur das Stoßröhrchen im System steckt oder aber es ist Dreck -.-
    • So und noch ein paar Fotos.
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    • Die Aufnahme vom Stoßröhrchen (ich denke das ist mit Scheibe gemeint) ist eindeutig noch am Kolben. Man kann sie unter der Ledermanschette im 3. Bild sehr gut sehen.
      Wo wohnst du denn berti2k?

      Gruß Jason
    • Hallo,

      da ist das Stoßröhrchen glatt ab.

      Was man sieht, ist das abgebrochene Ende und das vordere Ende der
      Systemhülse. Die Stoßröhrchenschraube steckt noch im Kolben.

      Das passiert gerne, wenn der Lauf verstopft und der Schütze noch ein
      bis mehrere Kugeln nachschießt. (Herr gib mehr Hirn!)
      Da hatte ich schon 40 Stück in einem Lauf gefunden. :whistling:

      Ich gehe davon aus, dass da also nicht nur das Röhrchen, sondern
      noch mehr an Schrott im Lauf steckt.
      Das Stoßröhrchen scheint mir glatt am Ansatz zu der Schraube ab zu sein.
      (Ich meine, man kann auf 5 Uhr, die Überströmöffnung erkennen.

      Somit hast Du ca. sieben Zentimeter Stoßröhrchen im Lauf.
      Stecke mal einen Stab oder was ähnliches vorne in den Lauf und messe
      mal nach, wie tief der rein geht.
      Ziehe das Maß von der Lauflänge ab, dann weisst Du wieviel Zentimeter
      Fremdmaterial im Lauf steckt. Alles mehr als sieben Zentimeter ist
      (hoffentlich) Blei.

      Wenn sich das so bestätigt, würde ich das Blei vor dem Röhrchen aus-
      bohren. Ich habe mir dazu einen 4er Bohrer auf einen Schweißdraht
      geschweisst. Wenn der Bleikram raus ist, solltest Du freie Sicht durch
      Hülse, Röhrchenrest und Lauf haben.

      Ich würde dann einen dreier Gewindestab, oder Schweißdraht o.ä. nehmen
      und den hinten stauchen.
      Den kannst Du dann durch den Lauf und das Röhrchen fädeln und hinten
      aus der Hülse rausschauen lassen.
      Dann kannst Du versuchen, das Röhrchen raus zu ziehen.

      Hatte neulich einen ähnlichen Fall. Da war das Röhrchen ca. einen Zentimeter
      in der Systemhülse L-förmig umgelegt.


      Rechts das Stoßröhrchen, links davon, der Schrott, der davor im Lauf steckte.

      Ich habe mir dann ein Alurohr gerichtet und konnte damit das Röhrchen drehen.
      Damit ging das ganz zügig raus, wo alles Klopfen vorher nichts hat ausrichten
      können.

      Viel Erfolg! Kannst ja Bescheid geben wie und ob's geklappt hat.

      liebe Grüsse ... Patrick

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      co2air.de/thema/107611 - Feinwerkbau 601 Service-Info

      Tom O'Toole said: 'Don't complicate your life!'

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      ¡ No ahorcar Galgos !

      The post was edited 1 time, last by verodog ().

    • Wenn nichts davor steckt, müsstest Du durchsehen können.

      Wenn dem so ist, sollte das Röhrchen gut rauszukriegen sein.
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    • Es ist vollbracht aber ohne Bohren gings nicht.


      Zuerst haben wir es tatsächlich mit Wärme und Muskelkraft von der Mündung aus versucht, leider hat sich das Stoßröhrchen keinen Millimeter bewegt. Als das nichts gebracht hat haben wir uns einen 4mm Bohrer an eine 4mm Messingstange gelötet (Silberlot) und mit einer Führung (Rundholz) von der Seite des Kolbens gebohrt. Das Ganze hatte ebenfalls nichts gebracht. In Ermangelung von Alternativen und mit der "Kaputt ist es eh schon" Einstellung dann extrem vorsichtig von der Mündung aus gebohrt.

      Der Vereinskamerad hat schon 50 Jahre Erfahrung mit Waffen auf dem Buckel und meinte dann auch das selbst wenn der Lauf auf den ersten paar cm beschädigt ist die Kugel durch das restlichte 2/3 geführt wird (ist bei Vorderladern, bei denen im Bereich des Pulversacks der Lauf ausgebrannt ist nicht anders bzw. dort dient das Patch zur Führung in den Zügen). Zumal die 310er jetzt nicht die Präzision eines Matchgewehres aufweisen ;-). Für mich ist das Erinnerung an die Kindheit und Erinnerung an die ferne Heimat (als DDR Bürger in Ostsachsen geboren).

      Das Ende vom Lied war das das Stoßröhrchen dann endlich kam.

      Das Ding war im Kompressionsraum schon so gestaucht das nicht mal ein 3mm Schweißdraht rein gepasst hat. Wir vermuten das nach dem Abriss noch mehrmals versucht wurde zu schießen und dadurch das Stoßröhrchen in den Lauf getrieben und aufgebaucht wurde. Dazu kommt das das Stoßröhrchen noch gute 5mm in den Kompressionsraum stand. Es wurde also immer brav drauf rum gehämmert wenn versucht wurde das Teil zu schießen. Ich denke wenn man von Anfang an da bei gegangen wäre es halb so wild gewesen wäre.

      Hans meinte auch das es keine anderen Optionen mehr gab denn selbst wenn wir ein Gewinde in die Seite am Kolben geschnitten hätten und das Ganze mit Locktite gesichert hätten es NIE IM Leben den Zug ausgehalten hätte. Das Gewinde wäre direkt wieder ausgerissen.

      Ich hatte ja bei Haenel angefragt und da hieß es das die 310er seit der Wende nicht mehr gebaut werden und es keine Ersatzteile mehr gibt, geschweige denn das sich jemand da noch damit aus kennt.

      Beim GST wurden die 310er mit dem Schaden ausgesondert und entsorgt.

      Euch auch hier vielen Dank :-D
    • Gut gemacht, wieder ein 310 gerettet. Damit hast du dich für die Haenel-Gemeinschaft qualifiziert. :thumbsup:

      Dass die heutige Haenel GmbH keine Ahnung mehr von den Luftgewehren hat, hätten wir dir aber vorher sagen können. Die bauen nur noch Feuerwaffen. ;)
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