8mm / 8mm K / 8mm x20

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  • 8mm / 8mm K / 8mm x20
    Die 8mm (auch 8mmK oder 8mm x 20; seltener 8mm PAK) Patronen sind als randlose Hülsen für Pistolen ausgelegt, wobei es aber auch Revolver für diese Kartuschenmunition gibt. Die Patronen haben sich aus den in den 50er Jahren erhältlichen 6,35mm Platz- und Gaspatronen mit Wachsgeschoß in der Hülse des "scharfen" Kalibers entwickelt, da diese 6,35er SSW's zu einfach von Bastlern zu "scharfen" Waffen umgebaut werden konnten. In den 60er Jahren war dieser Kaliber dann bereits vorherrschend für den SSW-Pistolenmarkt, wenn man von den kleinen 6mm Flobert-SSW's einmal absieht. Anfangs hatten die Platzpatronen einen Maximaldruck von 600bar, welcher Anfang der 90er durch gesetzliche Bestimmungen auf 450bar mit einer maximalen Energie von 170J abgesenkt wurde.

    Die Kartuschen haben einen Durchmesser von 8mm und eine Länge von 20mm. Anfangs waren sie mit Wachs verschlossen, später dann mit Kunststoffeinsätzen, welche normalerweise eine Sollbruchstelle in Kreuzform aufweisen. Dieser Verschluß wurde in verschiedenen Farben angefertigt. Anfangs, je nach Hersteller und Inhalt, später dann setzten sich eher standardisierte Farben durch (wobei mir keine gesetzliche Grundlage bez. der Farben bekannt ist).

    Seit 1994 bekommen Gas-/Schreckschusswaffen im Kaliber 8mm in Deutschland keine PTB-Zulassung mehr. Die letzte in Deutschland in diesem Kaliber zugelassene Waffe trägt die PTB-Nummer 553 (Brixia Arms 92 Army). Im Ausland ist dieser Kaliber nach wie vor gebräuchlich und die Munition gibt es aufgrund der vielen verkauften SSW's in diesem Kaliber auch nach wie vor in Deutschland problemlos zu kaufen. Ersetzt wurde dieser Kaliber dann durch 9mmPA.
    Der Inhalt einer Patrone lässt sich meist durch die Farbe des Verschlusses, als auch durch die Bezeichnung auf dem Patronenboden erkennen:

    Kappenfarben von Gas-/Schreckschusspatronen

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