ERMA

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  • ERMA
    Abkürzung für ERfurter MAschinenfabrik.

    Existierte von 1924-1998, (Letzter Standort war 85221 Dachau (Bayern) in der Johann-Ziegler-Straße 13-15.)

    Die Firma ERMA wurde durch ihre qualitativ hochwertigen Waffen bekannt. Nicht nur auf dem Sektor der freien Waffen war diese Firma aktiv. Die Maschinenpistolen MP38 und MP40 kamen aus dem Hause ERMA.

    Nach dem Krieg baute ERMA hauptsächlich Sportpistolen, freie Waffen und Verteidigungspistolen(grosse Kontigente der scharfen Waffen sind in die USA gegangen und bildeten dort ein Verkaufssegment zwischen den billigen "Saturdaynight-Specials" und den amerikanischen Spitzenprodukten, z.B. S&W). Die hauptsächlich verwendeten scharfen Kaliber waren: .22lr, .32ACP (7,65mmx17 auch als 7,65mm Browning bekannt) und 6,35mm Browning bei den Pistolen. Bei den Revolvern waren es .22lr, .38 Special und .357 Magnum. Bei den Schreckschußwaffen baute die Firma darauf, ihre eigenen scharfen Waffen zum Vorbild zu nehmen, um Produktions- und Entwicklungskosten zu sparen. Es wurden dann nämlich etliche Teile aus der Produktion der scharfen Vorbilder auch in der SSW-Produktion eingesetzt. Die Firma orientierte sich auch bei ihren Pistolen sehr nahe an den Modellen: P08 (KGP 690), P38 (EGP88 bzw 881), Walther PPK (EGP 75).

    Für einen Hersteller im Marktbereich SSW eher ungewöhnlich entwickelte und fertigte die Fa. ERMA auch Langwaffen die als SSW konstruiert waren. Am Bekanntesten dürfte hier das Modell EGG1 sein, ein dem amerikanischen M1-Karabiner nachempfundenes Modell. Dieses Modell wurde für Sportschützen auch in einer Version in Kaliber .22LR/lfB gefertigt und zählt in der Ausführung Kaliber 8mmK. als einziger mehrschüssiger Selbstlader im Langwaffenbereich zu den gesuchtesten Sammler-Modellen.

    Hier das EGG1:







    Auch baute sie Waffen, die sich vom Design her am Colt Government (in verkleinertem Maßstab)orientierten, und sich von der Technik her an einer Walther PP bzw PPK orientierten.

    Für die Freunde und Sammler der Westernära baute die Firma ERMA einen Gallagher-Karabiner, der zwar rechtlich als Vorderlader eingestuft wurde - aber mit vorgeladenen Patronenhülsen als Hinterlader schussfertig gemacht wurde.

    Für SSW-Sammler soll im Bereich Westernwaffen das Modell EG 294 erwähnt werden, ein Unterhebel-Repetierer (Lever-Action) Kal. .22Knall im "Winchester-Style".

    Zusätzlich versuchte die Firma noch Produkte auf dem Markt der Polizei- bzw Militärwaffen abzusetzen. Das sehr anspruchsvolle Projekt einer Präzisions-Langwaffe für diesen Markt dürfte letztendlich, neben den relativ hohen Marktpreisen für die anspruchsvollen Waffen im SSW-Sektor zur Aufgabe der Firmentätigkeit geführt haben.
    Hier das Firmenlogo:


    Hier nun eine ERMA EGP55 und eine KGP690:


    Das letzte Projekt der Firma ERMA war das SR-100 Scharfschützengewehr. Leider konnte es sich auf dem Markt nicht behaupten aufgrund seines doch sehr hohen Preises. Diese Waffe gibt es in den Kalibern 7,62mm NATO, .300 Winchester Magnum und .338 Lapua.

    Hier die Version mit langem Lauf und längerem Handschutz(.338 oder .300 win. mag.):



    Hier die Version mit kürzerem Lauf (7,62mm NATO):



    Hier die Sammlermünze die bei der Sonderedition des Erma Gallagher zum 50 jährigen Jubiläum mitgeliefert wurde:

    Vorne:


    Hinten:





    Weitere Infos über ERMA (von flens69):
    ERMA Schreckschusswaffen-Übersicht

    Erfassung ERMA Bauzahlen & SN-Bereiche

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