Ladedrehwalze

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  • Bei einer sog. Ladedrehwalze handelt es sich um einen Lademechanismus für Luftgewehre (i.d.R. mit starrem Lauf)
    Bei Lademechanismen mit Ladedrehwalze befindet sich in der Regel seitlich am System (vorne an der Grenze zum Lauf) ein Rad bzw. Drehmechanismus, der es ermöglich die Walze zu öffnen und zu schließen. Gespannt wird die Waffe durch einen Seiten- bzw. Unterspannhebel.
    Im geöffnetem Zustand bildet eine der beiden Öffnungen der Walze eine Linie mit der Öffnung am System, durch die die Diabolos geladen werden können.
    Ist der Diabolo eingelegt worden (hierbei sollte darauf geachtet werden, dass der Diabolo ganz in die Walze vorgedrungen ist, da er sonst beim schließen der Walze gequetscht wird und evtl. Ladehemmungen oder Schäden im Gewehr verursachen kann.), wird die Walze durch eine 90 Grad Drehung des seitlich angebrachten Drehmechanismus in Schussposition gebracht. Ist dies geschehen, liegt der Diabolo, der zuvor mit der Spitze zuerst in die Walze eingeführt wurde, waagerecht zum Lauf mit der Spitze voran. Die vordere Öffnung der Walze schließt hier bündig mit dem Lauf ab und die hintere Öffnung ermöglicht es, dass komprimierte Luft den Diabolo antreiben kann. In diesem Zusammenhang ist weiterhin anzumerken, dass die Reihenfolge beim beladen der Waffe mit einem Projektil und das Spannen einen nicht zu unterschätzende Rolle spielen.
    Zur Reihenfolge:

    1. Das Gewehr wird mit geschlossener Ladedrehwalze (Walze befindet sich in der späteren Schussposition) gespannt.
    2. Die Walze wird geöffnet und der Diabolo wird eingelegt.
    3. Die Walze wird wieder geschlossen und die Waffe ist bereit zum Abschlagen.

    Als weitere Ergänzung hier noch eine Anmerkung vom Nutzer zyx, der mich über die Reihenfolge beim beladen aufgeklärt hat.

    "Wenn man zuerst den Diabolo einführt, kann keine Luft in die Kompressionskammer gelangen bzw. läuft man Gefahr, den Diabolo durch den Transferport in selbige zu ziehen. Das Resultat sollte klar sein. Außerdem ist es betriebssicherer, wenn erst ganz am Ende des Ladevorgangs Munition in das Gewehr gebracht wird. So kann bei einem ungewollt losbrechenden Schuss nichts passieren."



    In dieser Beschreibung des Hämmerli Mod.4 HS 03 wird im Verlauf der Beschreibung des Gewehrs auch die Funktionsweise der Ladedrehwalze kurz umrissen.

    Hämmerli Mod. 4 HS 03

    Im folgenden wird die Ladedrehwalze am Beispiel des Hämmerli Mod.4 HS 03 gezeigt.

    Der seitliche Drehmechanismus


    Die Ladedrehwalze im geschlossenen Zustand


    Die Ladedrehwalze im geöffneten Zustand


    Die Ladedrehwalze mit eingelegtem Diabolo



    Als sehr problematisch im Zusammenhang mit dem hier beschriebenen Lademechanismus können Ladehemmungen bzw. Rohrkrepierer angesehen werden.
    Im Gegensatz zu Systemen mit Knicklauf, Repetiermechanismus oder seitlicher Ladeöffnung, kann ein stecken gebliebenes Projektil nicht ohne weiteres mit Hilfe von entsprechenden Werkzeugen aus dem Lauf gedrückt werden, da weder von vorne noch von hinten durch den Lauf durch gestochen werden kann. In diesem Fall müsste die Walze ausgebaut werden, sodass an ihrer Stelle eine Freifläche entsteht, an der das Projektil entnommen werden kann, sobald es einmal mit dem Werkzeug von vorne nach hinten durch den Lauf geschoben worden ist.

    Nichts desto trotz ist die Ladedrehwalze ein beliebter, da seltener Mechanismus, bei dem jedoch auf die Wahl der verwendeten Diabolos geachtet werden muss. Diese dürfen je nach Länge der Kammer in der Walze nicht zu lang seien, da sie sonst schlicht einfach nicht hineinpassen.

    951 mal gelesen

Kommentare 3

  • EgonM -

    Seltene Dinge sind meist beliebt oder?
    Frag doch mal wie beliebt bei nem Haenel Fan z.B. ein seltenes Haenel ist?

  • hellhammer -

    "ein beliebter, da seltener Mechanismus" Was denn nun?

  • Jhary -

    Ladewalzen haben noch ein weiteres Problem sie sind nicht so gas dicht wie andere Einzellader.