Zielfernrohrgewehr

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  • Zielfernrohrgewehr
    Bezeichnung für ein Standardgewehr (im Gegensatz zum eigens konstruierten Scharfschützengewehr), welches durch Anbringung eines Zielfernrohrs, zum einfachen Scharfschützengewehr aufgewertet wird.

    Zielfernrohrgewehre sind spätestens seit dem Ersten Weltkrieg, zunächst beim Militär, später auch bei der Polizei im Einsatz. Lange Zeit galt das Standard-Ordonnanzgewehr mit einem Zielfernrohr für die meisten Belange als ausreichend aus.

    Spätestens mit dem Geiseldrama von München 1972 zeigten sich die Schwächen des einfachen ZF-Gewehrs (samt schlecht ausgebildeter Schützen). Mit der Aufstellung der Sondereinheiten von Polizei und Grenzschutz, wurden auch eigens angepasste und konstruierte Scharfschützengewehre beschafft, während sich die Bundeswehr weiterhin mit dem G3+ZF behelfen musste.
    Erst Ende der 1990er entschied sich auch die Bundeswehr für ein eigenes Scharfschützengewehr (G22 in .300 Win Mag).
    Dies hatte sowohl mit der veränderten Bedrohungslage, als auch der Unterlegenheit des G3s ggü. anderen Scharfschützenwaffen zu tun, sowohl der noch geringeren Reichweite und Energie des NATO-Kalibers 5,56mm x 45.
    Auch aus diesem Grund gibt es bei den US-Truppen die teilweise Rückkehr zum ZF-Gewehr in 7,62mm x 51, welches als Designated Marksman Rifle geführt wird und die Lücke zwischen Sturmgewehr und Scharfschützengewehr schließt.

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