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schwotte

Meisterschütze

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1

Sonntag, 20. Februar 2005, 13:23

Einführung BKA - Stempel (Raute)

Wann wurde die BKA-Bestempelung für Salut, Deko-Umbauten und Modellwaffen eingeführt? Analog zu der PTB-Nummerierung der Schreckschusswaffen?

Was gilt für den Bsitz von Deko-/Salut-/Modellwaffen ohne BKA-Stempel.
Bsitz erlaubt oder wie bei Schreckschuss ohne PTB (EWB-Pflicht)?

HWJunkie

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2

Sonntag, 20. Februar 2005, 13:52

Den Einführungszeitraum weis ich leider nicht.

Bei Langwaffen würde ich vermuten, dass Modelle auch ohne BKA-Stempel, ein entsprechendes Alter vorausgesetzt, legal sind.

Bei Kurzwaffen wird es spätestens bei Salutumbauten problematisch.

Stefan

schwotte

Meisterschütze

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3

Sonntag, 20. Februar 2005, 14:38

Die Kurzwaffen dürften eigentlich auf Schreckschuss umgebaut worden sein (im Prinzip nur Revolver) durch Trommelwechsel und Laufsperren und dann haben sie eine PTB-Nummer bekommen. Ohne PTB-Nummer = EWB)

germi

Moderator

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4

Sonntag, 20. Februar 2005, 14:56

Hi!

@schwotte:

Gibt bei CDS auch ne auf Schreckschuss umgebaute PPK mit :ptb:-Zulassung. Kostet halt 720 €uronen. Im egun ist eine CZ 70 drin, ebenfalls ein auf Schreckschuss umgebautes Orginal.

Aber von Salut-Kurzwaffen hab ich noch nix gehört. Nur von Umbauten auf Schreckschuss.



Gruß Germi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »germi« (20. Februar 2005, 14:57)


schwotte

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5

Sonntag, 20. Februar 2005, 15:08

da war mir neu, daß es auch auf Schreckschuss umgebaute Pistolen gibt. Tolle, seltene und teure Teile;

pak9

Meisterschütze

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6

Sonntag, 20. Februar 2005, 19:09

@ schwotte

es gab mehrere scharfe Kurzwaffenmodelle, die in Schreckschuss-version -nicht als Salutwaffen- umgebaut wurden. Kurzwaffen-Umbauten
in Salut waren und sind nicht erlaubt!
Zu unterscheiden sind Umbauten vor und nach 1973. Vor 1973 umge-
baute Waffen haben keine PTB-Zulassung, heute also EWB-pflichtig.
Nach 1973 umgebaute W. mussten eine PTB-Zulassung haben.
Aus dem Gedaechtnis fallen mir ein:
Walther PP und PPk (mit PTB-Nr., Umbau durch die Firmen Busch und
Ehrenreich von 7,65 auf 8 x 20 mm K.
S+W Military + Police Mod. 19 (ohne PTB-Nr., Umbau durch Hege von
.38 in 9 x 17 mm K.
Bruenner Mod. 52 und 70 (mit PTB-Nr., Umbau durch Ehrenreich von
7,65 auf 8 x 20 mm K)
Schweizer Offiziersrevolver Ordonnanz Mod. 18??, (Umbaufirma erinnere
ich mich im Moment nicht, in Kal. 9 x 17 mm K)
Verschiedene (Western-) Perkussionsrevolver (mit PTB, verschiedene
Hersteller, Umbau in Kal. 9 x 17 mm K)
Englische Enfield- und Webley-Revolver von Kal. .38 / .455 in Kal. 9 x
17 mm, Umbau mit PTB-Nr. meist durch Fa. Orion
Harrington +Richardson - Revolver Mod. 929, Umbaufirma ?, von Kal.
.22 lfb in Kal. 9 x 17 mm K
Die "alten" Umbauten waren z. T. sehr schonend. Beim S+W 19 M+P be-stand die Aenderung darin, dass das Korn aus dem Schwalbenschwanz genommen und in die Planflaeche eine ca. 2 mm starke Bohrung senk-recht zur Laufachse eingebracht wurde. Dort wurde ein senkrecht zur Muendung stehender Sperrstift eingesetzt. Weitere Aenderungen gab es nicht. Spaeter wurden bei manchen Modelle die Trommeln vorne ge-kuerzt was zu einem Trommelspalt von ca. 4 mm fuehrte.
Dann gab es Umbauten, bei denen in jede Trommelkammer ein Sperr-
stift eingesetzt wurde. Bei anderen wurden die Trommelbohrungen aus-
gebohrt, Buchsen fuer 9 x 17 mm K eingesetzt und diese versetzt zur ehemaligen Bohrungsachse und zur Laufachse befestigt. Bekannt ist
auch die Variante, dass dir Trommel vorne gekuerzt und eine Stahl-
scheibe aufgebracht wurde, die etwa die halbe Trommeloeffnung ver-
schloss.
Bei den PP-/PPk-Umbauten wurden beidseitig am Patronenlager je-
weils 2 kleine Ausfraesungen vorgenommen um zu verhindern, dass
der Schreckschusslauf durch einen 7,65 mm - Lauf ausgetauscht wurde.
Diese sind nicht stoerend. Der Lauf wurde durch einen mit Laufsperre ersetzt.
Im Grundsatz gilt: je aelter der Umbau, desto weniger wurden der Origi-
nalzustand veraendert.
Es gab noch einige weitere Konversionen, die ich aber erst nachsehen
muesste.
Gruss pak9

Wie Du schreibst, seltene und schoene schoene aber heute sehr teure Stuecke.

schwotte

Meisterschütze

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7

Sonntag, 20. Februar 2005, 19:23

Die Umbauten der alten Militärkarabiner (Altdeko) war auch sehr schonend. Hier wurde nur das Patronenlager zugeschweißt. Alles andere blieb unangetastet (Keine Fräsungen und Bohrungen im Lauf, weitere Laufsperren, abgefräste Verschlüsse, usw.)

Incubulus

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8

Mittwoch, 23. Februar 2005, 20:49

RE: Einführung BKA - Stempel (Raute)

Zitat

Original von schwotte
Wann wurde die BKA-Bestempelung für Salut, Deko-Umbauten und Modellwaffen eingeführt? Analog zu der PTB-Nummerierung der Schreckschusswaffen?


Die BKA-Raute ist mit der Novellierung des Waffenrechts 1976 eingeführt worden.
In der entsprechenden WaffVwV wird unter Punkt 15.1 auf die Raute als Prüfzeichen nach Anlage 17 in Verbindung mit einer Kennummer verwiesen.


Zitat

WaffVwV (Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz)
15. Ermächtigungen und Anordnungen (§ 15 WaffG)

15.1 Das Bundeskriminalamt prüft innerhalb von zwei Monaten nach Eingang
der Anzeige nach § 26 Abs. 1 der 1. WaffV, ob das vorgelegte Muster
den für die jeweiligen Stoffe oder Gegenstände festgelegten
Anforderungen entspricht. Es teilt dem Anzeigenden vor Ablauf der in
Satz 1 genannten Frist schriftlich mit, dass die Prüfung Beanstandungen
nicht ergeben hat, oder ordnet gemäß § 15 Abs. 2 WaffG an, welche
Änderungen an dem vorgelegten Muster oder der Stoffprobe
vorzunehmen oder welche technischen Anforderungen einzuhalten sind.
Anordnungen nach § 15 Abs. 2 WaffG können auch nachträglich
getroffen werden. In der Anordnung ist, ausgenommen für
Luftdruckwaffen, dem Antragsteller die Verwendung eines Prüfzeichens
vorzuschreiben, das sich aus dem Prüfzeichen nach Anlage 17 und
einer Kennummer zusammensetzt.


Gruß
Incubulus

schwotte

Meisterschütze

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9

Mittwoch, 23. Februar 2005, 21:01

RE: Einführung BKA - Stempel (Raute)

Zitat

Original von Incubulus

Zitat

Original von schwotte
Wann wurde die BKA-Bestempelung für Salut, Deko-Umbauten und Modellwaffen eingeführt? Analog zu der PTB-Nummerierung der Schreckschusswaffen?


Die BKA-Raute ist mit der Novellierung des Waffenrechts 1976 eingeführt worden.
In der entsprechenden WaffVwV wird unter Punkt 15.1 auf die Raute als Prüfzeichen nach Anlage 17 in Verbindung mit einer Kennummer verwiesen.


Zitat

WaffVwV (Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz)
15. Ermächtigungen und Anordnungen (§ 15 WaffG)

15.1 Das Bundeskriminalamt prüft innerhalb von zwei Monaten nach Eingang
der Anzeige nach § 26 Abs. 1 der 1. WaffV, ob das vorgelegte Muster
den für die jeweiligen Stoffe oder Gegenstände festgelegten
Anforderungen entspricht. Es teilt dem Anzeigenden vor Ablauf der in
Satz 1 genannten Frist schriftlich mit, dass die Prüfung Beanstandungen
nicht ergeben hat, oder ordnet gemäß § 15 Abs. 2 WaffG an, welche
Änderungen an dem vorgelegten Muster oder der Stoffprobe
vorzunehmen oder welche technischen Anforderungen einzuhalten sind.
Anordnungen nach § 15 Abs. 2 WaffG können auch nachträglich
getroffen werden. In der Anordnung ist, ausgenommen für
Luftdruckwaffen, dem Antragsteller die Verwendung eines Prüfzeichens
vorzuschreiben, das sich aus dem Prüfzeichen nach Anlage 17 und
einer Kennummer zusammensetzt.


Gruß
Incubulus



was ist z. Bsp. mit Modellwaffen vor Einführung des BKA-Stempels, fallen die wie Altdeko bei Gewehren unter "Altbesitz" und damit nicht Erwerbspflichtig?. Bei Schreckschusswaffen war man nocht so "human". Keine PTB = scharfe Waffe.

Dullenjoe

Plinker

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10

Donnerstag, 23. Februar 2006, 00:23

Zitat

Original von schwotte
Die Umbauten der alten Militärkarabiner (Altdeko) war auch sehr schonend. Hier wurde nur das Patronenlager zugeschweißt. Alles andere blieb unangetastet (Keine Fräsungen und Bohrungen im Lauf, weitere Laufsperren, abgefräste Verschlüsse, usw.)

Hallo,
Dann kann ich ja meinen Steyr M95 wieder aus der Dunkelkammer hervorholen,
(BKA-Stempel aber funktionsfähiger Verschluß, Magazinschacht gängig, keine weitere Bescheinigung)?
Gruß
Uwe

flens69

Veteran

Beiträge: 4 376

Registrierungsdatum: 18. Juni 2004

Herkunft: Östlich von München

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11

Donnerstag, 23. Februar 2006, 08:13

Den hervorragenden Ausführungen von pak9 :huldige: möchte ich noch ein paar Details zum Schweizer Revolver hinzufügen. Es handelte sich um den Schweizer Ordonanz Revolver 1882/29, Orginalkaliber 7,5mm Schweizer Ordonanz, von dem für die eidgenössischen Grenztruppen von 1933 bis 1946 18500 Stück gefertigt wurden. Aufgrund des nicht gerade gängigen Kalibers gab's die später auf dem Zivilmarkt in großen Mengen für kleines Geld. Hege hat seinerzeit die Waffen auf 9x17mm Platz/Gas umgebaut, in dem das gesamte Innere der Trommel ausgedreht wurde und der Lauf einen kleinen Stahlstift als Sperre bekam. Dank meines Waffensammlung-Teiles in Österreich darf ich so ein schönes Ding mein Eigen nennen :nuts:und kann Euch deshalb auch mit ein paar Fotos erfreuen :lol:. Wichtig ist aber, das meine Vorredner allesamt bez. der WBK-Pflicht in Deutschland recht haben, weil die Waffe weder PTB- noch BKA-Stempelung besitzt :cry: :cry: :cry: :cry:

»flens69« hat folgende Bilder angehängt:
  • Schweizer1.jpg
  • Schweizer2.jpg
  • Schweizer3.jpg

Pellet

Moderator

Beiträge: 10 960

Registrierungsdatum: 13. August 2001

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12

Donnerstag, 23. Februar 2006, 10:17

RE: Einführung BKA - Stempel (Raute)

Zitat

Original von Incubulus

Die BKA-Raute ist mit der Novellierung des Waffenrechts 1976 eingeführt worden.
In der entsprechenden WaffVwV wird unter Punkt 15.1 auf die Raute als Prüfzeichen nach Anlage 17 in Verbindung mit einer Kennummer verwiesen.


Die BKA Raute gab es schon vor 1976
bei auf Deko umgebauten Kurzwaffen.