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HWJunkie

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21

Donnerstag, 7. Juni 2012, 19:57

Ich weiß doch, dass du da beruflich involviert bist!
Und genau deshalb habe ich gefragt.
Ich habe ja mal an ein paar LGs gemessen, bei denen war der Punkt des Abfederns zumindest erahnbar.
Die lagen aber unter 7,5J, weil ich schlecht den ganzen Messkrempel auf den Stand schleppen kann um dort viele Stunden lang groß zu messen.
Und selbst wenn, dann wären es auch nur alte LGs mit vielleicht 13J gewesen.

Aber um aufs Problem zurückzukommen:
Findet das Abfedern nicht statt, dann bleibt nur der reine Rückstoß der Kolbenbeschleunigung, der aber aufgrund des Schütze/LG-Systems ohne Rücklaufeinrichtung immer eine Kippbewegung bedeutet.
Ist eine Rücklaufeinrichtung vorhanden, so kann ein nicht zentrisch im System sitzender Lauf ebenfalls kippen, weil die Gesamtmasse des System nicht zentrisch in der Beschleunigungsachse liegt.
Kippen bedeutet immer auch eine Schwingung.
Außer es gibt längs unter dem Lauf ein gleich schweres Gewicht, durch welches das gesamte sich bewegende System eine rotationssymmetrische Masseverteilung aufweist.


Liege ich damit so ungefähr richtig?


Stefan

ps:
Den Anschlag des Kolbens ignoriere ich deshalb, weil ich ihn für die Grundpräzision des Systems für irrelevant halte.

pps:
Auch bei den von dir erwähnten überstarken LGs wird die Beschleunigung des Kolbens nicht linear verlaufen und unterwegs sogar etwas abnehmen.
Dürfte aber alleine in der Massenträgheit der Komponenten untergehen.

Dampf

Präzisionsschütze

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22

Donnerstag, 7. Juni 2012, 20:52

Zitat von »HWJunkie«

Liege ich damit so ungefähr richtig?


Denke schon, wobei das abfedern dann von der Kolbendichtung bedingt ist, denn auch wenn er beim erstenmal durchschlägt, federt er zurück, sogar mehr als wenn er sanft abgebremst wird.
Was das abkippen des Gewehres angeht, selbst wenn der Lauf zentrisch im System sitzt, kommt es zu der Kippbewegung. Da die Lagerung durch den Schützen ja überhaupt nicht zentrisch zum System sitzt.

Zitat von »HWJunkie«


pps:
Auch bei den von dir erwähnten überstarken LGs wird die Beschleunigung des Kolbens nicht linear verlaufen und unterwegs sogar etwas abnehmen.


Stimmt, er verläuft nicht linear, du würdest Dich wundern , wie sich Kolben und Feder verhalten bei der Beschleunigung.

Grüße
uwe

AW93

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23

Donnerstag, 7. Juni 2012, 21:08

Hi

@ Franzmann: vergiss es.

Würde, ja würde das so toll funktionieren würde der ein oder andere (Marken-) Hersteller dies gerne serienmäßig einbauen.

bei Federdruck m.Wissens nur funktionierend: Doppelkolben- oder Rücklaufsysteme ( beides wurde bereits erwähnt )
Aber statt sowas "nachzurüsten" würde ich mir ein anderes LG kaufen ( brauch ich selber nicht, habs ) ;^)
Gruß

HWJunkie

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24

Donnerstag, 7. Juni 2012, 21:44

Was das abkippen des Gewehres angeht, selbst wenn der Lauf zentrisch im System sitzt, kommt es zu der Kippbewegung. Da die Lagerung durch den Schützen ja überhaupt nicht zentrisch zum System sitzt.

Genau deshalb ja auch meine Überlegung, dass auch ein Rücklaufsystem einen mittigen Schwerpunkt braucht!
Mit Rücklauf kippt zwar nicht das System um Schaft und Schütze, wohl aber die nicht zentrische Masse des Systems selbst.


Gruß,
Stefan

Dampf

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25

Donnerstag, 7. Juni 2012, 21:47

Dann brauchte man nur noch einen sehr seltsam aussehenden Schaft :thumbsup:

Grüße
uwe

HWJunkie

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26

Donnerstag, 7. Juni 2012, 22:07

Nein, der Schaft ist egal.
Das System kippt bei exzentrischer Masseverteilung auch bei idealer Aufhängung ohne Schaft um sich selbst.


Stefan

Musashi

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27

Freitag, 8. Juni 2012, 02:04

Der Schaft ist nicht egal, weil er eine angekoppelte Masse darstellt!

Richtig ist - wie du sagst - dass die Masseverteilung links/rechts, oben/unten .... in jede Richtung um die beschleunigten Systemkomponenten ganz entscheidend die Bewegung des Gewehrs nach Schussabgabe beeinflusst.
Sind die Massenschwerpunkte aller Gewehrteile in jeder Richtung um die federbeschleunigten Baugruppen absolut im Gleichgewicht und ist zudem die Ankopplung des Gewehrs an den Schützen vernachlässigbar, so wird sich das Gewehr insgesamt und damit auch der Lauf nur rein in Laufrichtung bewegen ... rückwärts und anschließend vorwärts.

Leider bringt allein schon das Verstellen der ZF-Parallaxe Ungleichgewicht in diese sensible Anordnung, die Schwerpunktlage des ZFs verändert sich minimal und damit auch die des kompletten Gewehrs. Das ideale ZF für ein Federdruckgewehr müsste einen Parallaxen-Verstellungs-Gewichtsausgleich besitzen.
Aber vielleicht geht dieser Effekt einigermaßen in die Einschießkorrekturen ein.

Macht Spaß, dieses Gedankenspiel 8)

Gruß
Musashi

HWJunkie

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28

Freitag, 8. Juni 2012, 02:39

Oder aber, und das versuche ich die ganze Zeit klarzumachen:
Das System sitzt in einer Rücklaufeinrichtung.
Und zwar nur das für die Geschossbeschleunigung relevante System.
Nur Kolben, Feder, Zylinder, Lauf und Kolbenrastung.

In den mir bekannten Rücklaufsystemen (außer dem Anschütz 380) ist einfach zuviel exzentrische Masse in Bewegung.



Stefan

Dampf

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29

Freitag, 8. Juni 2012, 05:52

Der Schaft ist nicht egal, weil er eine angekoppelte Masse darstellt!


Genau, und dazu kommt die Hand die ihn hält, die ist sehr dezentral genau wie die Auflage des Vorderschaftes. Dezentrale Dreh-und Reibungspunktemit ihren Anlekungen.
Warum schlägt ein scharfer Revolver nach oben, selbst wenn der Lauf zentral wäre, weil die Hand die ihn hält den Drehpunkt bildet. Hält man ihn 90 Grad gekippt, schlägt er zur Seite. Und das tut er nicht nur weil die Masse des Griffes (Schaft) sich ausserhalb des Masseschwerpunktes angeordnet ist.

Abgesehen davon Stefan, ist uns doch klar was Du die ganze Zeit klarzumachen versuchst, wir verstehen Dich doch :thumbsup:

Grüße
uwe

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Musashi (09.06.2012)

Kanne

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Freitag, 8. Juni 2012, 10:43

Butter bei die Fische,
gehts hier noch um eine Nachrüstung eines bockigen Prellers?
Da dürfte man sich über eine fühlbare Verbesserung freuen und das bekommt ihr weder mit einem schweren Diabolo, noch mit der Vertiefung der String-Theorie hin. Hier gehts doch erstmal um plumpe Mechanik oder?
Ich denke nur, dass das Spielzeug , dass wir hier "basteln" nicht zu teuer werden darf. Günstig gibt es ein neues Gewehr ohne Prellschlag. ;^) Es sei denn, hier geht einer in Serie!?

Ziemlich unsauber gezeichnet aber erkennbar.
Lässt sich individuell an fast jedes Luftgewehr anbringen.

Ps. Je mehr Masse das Gewehr hat, desto weniger macht sich der Prellschlag bemerkbar.
In einem Rücklaufsystem spielen doch gerade die Masse des Gewehres und die Energie des Rückstoßes eine zentrale Rolle.
Ist das Gewehr zu leicht wird es heftig zurückschlagen und das Rücklaufsystem muss länger werden.
Ist es sauschwer, kannst du fast darauf verzichten.

LG
»Kanne« hat folgendes Bild angehängt:
  • K1024_img002.JPG

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HWJunkie

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31

Freitag, 8. Juni 2012, 11:54

Soweit, so gut.
Dein Mündungsanbau bremst den Rücklauf aber erst dann, wenn das System bereits in Bewegung ist.
Für eine Feuerwaffe durchaus sinnvoll, denn bei der geht es hauptsächlich darum, den Rückstoß für den Schützen erträglich zu machen und/oder die Gase hinter dem Geschoss abzuleiten, um Verwirbelungen an diesem zu vermeiden.
Bei Preller geht es vornehmlich darum, keine Systembewegung bzw. keine, die eine wie auch immer geartete Kippbewegung verursacht, entstehen zu lassen, bevor das Dia unterwegs ist.
Dafür reicht der untere Teil deines Bildes fast völlig aus.


Stefan

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Kanne

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32

Freitag, 8. Juni 2012, 12:11

Also FWB 300/150. Wie wäre es mit einer Kombination aus beiden Systemen? Als Leckerchen für das ZFR?
Immerhin hätte man im ersten Bild noch einen Kompensator versteckt

HWJunkie

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33

Freitag, 8. Juni 2012, 12:22

Gibts schon irgendwie: Anschütz 380!
Das innere System (Lauf/Zylinder/Kolben) läuft vollständig gekapselt in einem äußeren Gehäuse, das ZF bekommt nichts mit.

Kompensator wird dabei allerdings etwas problematisch, da der eigentliche Lauf nicht freiliegt.


Stefan

Kanne

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34

Freitag, 8. Juni 2012, 14:36

Ich befürchte , dass der Druck gar nicht ausreicht. Habe gerade eine Hülse auf den Lauf geschoben und unterschiedliche Gewichte hineingesteckt. Ernüchternd da durch das Austrittsloch keine richtige Kompression stattfindet. Da muss es doch etwas Anderes geben ;(

Dampf

Präzisionsschütze

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35

Freitag, 8. Juni 2012, 20:38

Ich befürchte , dass der Druck gar nicht ausreicht.


So ist es , ein Preller schießt nicht mit soviel Luft/Druck , so dass man diesen noch für andere Dinge gebrauchen könnte :^)

Grüße
Dampf

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36

Freitag, 7. September 2012, 21:14

Wiedermal ein interessantes Thema ...

also bis ich mal ne HW35 in der Hand hatte, wusste ich gar nicht, was dieser berüchtigte "Prellschlag" sein soll.
Bei ner HW35 mit etwas unter 16J ist dieser sogar total abartig, pervers.

Jeder der mal ne gut eingestellte III-56 in der Hand hatte wird wissen was ich meine. Prinzipiell nimmt man dort (fast) keinen Prellschlag wahr, den zu dämpfen es wert wäre. Das liegt wohl doch eher an der Konstruktion der Knarre. Einige haben eben einen heftigen Prellschlag als andere .

Mich würde auch mal interessieren, ob das Diana System (54/56TH) was taugt. Ungünstig stelle ich mir hier den Rücklauf vor, hätte immer Angst das ZF gegen die Augenbrauen zu bekommen.

HWJunkie

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37

Freitag, 7. September 2012, 21:22

Beim FWB150/300 ist ein guter Zentimeter, den das System zurücklaufen kann.
Beim Schuss werden davon nur ein paar Milimeter ausgenutzt, bevor der Kolben vorne anschlägt und das System sich selbst stoppt..
Wenn du so nah am ZF bist, dann hast du ein ganz anderes Problem!


Stefan

Kira88

Plinker

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38

Samstag, 8. September 2012, 09:01

Hallo habe hier mal ein interessantes video
bitte erst auf die seite Proxfree gehen und dann den link ins feld kopieren

http://www.youtube.com/watch?v=yZ4lrd3Gi9Q

ein schöner Umbau einer HW97 mit rücklauf system

Mfg Kira88

xerox110

Schütze

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39

Samstag, 8. September 2012, 13:58

Schon sau cool aber der Schaft und das außere der andren umbauten gefällt mir nicht so, sieht alles viel zu übertieben aus wie so ne Plasmakanone aus einem Film. :-D

Kira88

Plinker

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40

Samstag, 8. September 2012, 14:38

Finde ich auch aber vom rücklauf system sehr interessant
mfg Kira88